- Das hilft gegen vereiste Windschutzscheibe
- Das hilft gegen vereiste Türschlösser
- Das gehört bei Kälte ins Auto
- Mit Winterjacke fahren ist keine gute Idee
- Reifen und Reifendruck kontrollieren
Das hilft gegen eine vereiste Windschutzscheibe
Der Eiskratzer muss jetzt aus dem Keller geholt werden. Eiskratzen kostet Zeit und muss bei der Fahrt zur Arbeit oder zur Schule einkalkuliert werden. Außerdem müssen auch Seiten- und Heckscheibe eisfrei sein. Den Motor während des Kratzens laufen zu lassen ist verboten und kostet 80 Euro Bußgeld!
Jetzt muss auch ein Frostschutz ins Wischwascher. Damit lässt sich zum Beispiel verhindern, dass nach dem Eiskratzen die Scheibe schnell wieder beschlägt.
Schneller als kratzen geht es mit einem Enteiserspray. Das hilft fix bei einer dünnen Eisschicht. Bei einer dicken Schicht löst es das Eis nur an und es muss trotzdem gekratzt werden. Vorsicht: Nicht zu stark auf die Scheibe drücken, damit die keine Risse bekommt. Und: Das Spray nur außen benutzen und nicht an der Innenseite, da die darin enthaltenen Chemikalien wie Alkohol und Glykol giftige Dämpfe absondern.
Die beste und einfachste Lösung ist eine Abdeckfolie, die das Vereisen der Windschutzscheibe ziemlich zuverlässig verhindert. Die gibt es jetzt häufig als Aktionsware in Supermärkten oder dem Autozubehör-Handel zu kaufen. Problem: Man muss abends dran denken. Und die Seiten- und Heckscheiben müssen trotzdem freigekratzt werden.
Das hilft gegen vereiste Türschlösser
Ein einfache Lösung ist, ein Fläschchen mit Türschloss-Enteiser in der warmen Wohnung zu haben. Alternativ gibt es auch Schloss-Enteiser mit einem Heizelement. Wer beides nicht hat, kann den Schlüssel auch mit einem Feuerzeug leicht (!) erwärmen und so das gefrorene Wasser im Schloss auftauen. Auf gar keinen Fall heißes Wasser auf und in das Schloss gießen! Das könnte die Elektronik der Zentralverriegelung killen.
Auch das bekannt Schmiermittel-Spray WD 40 soll helfen. Abends ins Schloss gesprüht, soll es ein Vereisen verhindern.
Das gehört bei Kälte ins Auto
Plötzlich einsetzender Schneefall oder Eisregen führen häufig zu Verkehrschaos und langen Staus. Deshalb ist es gut, im Winter eine oder mehrere Decken im Auto zu haben. Dann bleibt man auch bei ausgeschaltetem Motor warm.
Der ADAC empfiehlt, Gummimatten im Fußraum auszulegen. Die saugen keine Nässe von Schuhen und Kleidung auf und können einfach ausgeschüttelt werden. Nasse Fußmatten aus Stoff geben die Feuchtigkeit wieder ab und führen dazu, dass die Autoscheiben von innen gefrieren. Dann hilft wieder nur kratzen. Auch Auto-Entfeuchter, die man unter den Sitz stellt, helfen gut gegen das Problem.
Wer auf der winterlichen Fahrt schon mit Stau rechnet, sollte auch warme Getränke dabei haben.
Mit Winterjacke fahren ist keine gute Idee
Kein Mensch steigt gerne ins kalte Auto, trotzdem gilt: Winterjacke aus! Das gilt gerade auch für Babys und Kleinkinder in ihren Schalensitzen! Denn die Wattierung der Winterjacke lässt zu viel Abstand zwischen Körper und Gurt und kann bei einer Vollbremsung zu schweren Verletzungen im Brust-Bauch-Bereich führen (s. Video des ADAC). Deshalb: Der Gurt muss immer eng am Körper sitzen. Kinder im Schalensitz können mit einer Decke zugedeckt werden und die Erwachsenen müssen mal kurz frieren, bis die Heizung auf Touren kommt.
Reifen und Reifendruck kontrollieren
Wer jetzt noch mit Sommerreifen unterwegs ist, sollte schleunigst einen Termin zum Reifenwechsel ausmachen. Wer mit so genannten Allwetter-Reifen unterwegs ist, muss darauf achten, dass diese das "Alpine"-Symbol - ein Berg mit Schneeflocke - tragen. Nur diese gelten rechtlich als wintertauglich. Reifen mit dem älteren "M+S"-Symbol gelten dagegen seit 1.10.2024 nicht mehr als wintertauglich. Generell sollte man auch immer den Reifendruck kontrollieren, damit die Reifen genug Grip haben.
Habt Ihr noch weitere Tipps? Schreibt es gerne in die Kommentare!