Es sollte ein Familien-Urlaub auf der kapverdischen Trauminsel Sao Vicente werden und endete einen Tag vor Heiligabend in einem Blutbad. Am frühen Morgen des 23.12.2025 soll ein 19-Jähriger die Tochter der Lebensgefährtin seines Vaters im Bett mit einem Messer erstochen haben. Sie habe keine Möglichkeit gehabt, sich zu wehren, so die Staatsanwaltschaft. Sie wertet die Tat als Mord. Danach soll der Mann seinen Vater und dessen Lebensgefährtin ebenfalls mit dem Messer getötet haben.
Opfer ruft Verwandte in Deutschland an
Noch während der Tat hätte die Lebensgefährtin des Vaters von der Ferienwohnung aus einen Notruf an eine Verwandte in Deutschland abgesetzt. Die alarmierte die deutsche Polizei.
Laut Staatsanwaltschaft konnte der Beschuldigte zunächst fliehen. Er fuhr mit einem Taxi zum Flughafen. Von dort aus sei er nach Lissabon geflogen. Am 1. Weihnachtstag nahm ihn die portugiesische Polizei dort fest. Mitte Januar 2026 wurde er nach Deutschland ausgeliefert.
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Beschuldigter gilt als Heranwachsender
Der mutmaßliche Täter lebte zuletzt in der Eifel. Deshalb ist die Staatsanwaltschaft Trier zuständig. Sie erhob jetzt Anklage wegen Mordes und wegen Totschlags vor der Jugendkammer des Landgerichtes Trier. Weil der Beschuldigte zur Tatzeit 19 Jahre alt war, gilt er als Heranwachsender.
Zum Tatvorwurf habe er sich bislang nicht geäußert. Das Motiv sei weiter unklar.