Messerangriff auf Bekannten

Versuchter Mord in Kinderbeuern? 21-Jähriger schweigt vor Gericht

Versuchter heimtückischer Mord: Das wird einem Mann aus der Eifel vorgeworfen, weil er seinen Bekannten töten wollte. Zur Tat machte der Angeklagte bisher keine Aussage.

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Stand

Es ist der Abend des 17. September 2025. An der Tür eines 20-Jährigen aus Kinderbeuern im Kreis Bernkastel-Wittlich klingelt es. Ein Bekannter ist gekommen, sie haben sich verabredet. Doch plötzlich sprüht ihm der Besucher überraschend Pfefferspray ins Gesicht. Als der Mann sich wegdreht, sticht sein Bekannter ihm mit einem Messer zweimal in den Rücken. So beschreibt die Staatsanwaltschaft Trier den Hergang der Tat in ihrer Anklage.

Opfer überlebt Messerangriff schwerverletzt

Sie wirft dem heute 21 Jahre alten Tatverdächtigen versuchten Mord vor. So habe der Angeklagte in Kauf genommen, dass sein Bekannter bei dem Angriff sterbe. Außerdem habe er heimtückisch gehandelt, heißt es in der Anklage weiter. Das Opfer sei nach dem Angriff schwer verletzt gewesen und habe um Hilfe gerufen.

Der 21 Jahre alte Angeklagte hatte am ersten Prozesstag keine Angaben zur Tat gemacht. Am Mittwach das Verfahren wegen verscuhten Mordes am Landgericht begonnen.
Der 21-jährige Angeklagte hat am ersten Prozesstag vor dem Trierer Landgericht keine Aussage zur Tat gemacht.

Ein anderer Bewohner des Mehrfamilienhauses sei zur Hilfe gekommen. Anschließend seien die Rettungskräfte alarmiert worden. Der schwer verletzte junge Mann wurde ins Krankenhaus gebracht und überlebte die Messerstiche. Der Angeklagte selbst war nach der Tat geflüchtet.

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Angeklagter zwei Monate untergetaucht

Rund zwei Monate lang hielt sich der Angeklagte danach versteckt. Die Polizei hatte über die ZDF-Fernsehsendung "Aktenzeichen XY - ungelöst" um Zeugenhinweise gebeten. Wo genau der Mann untergetaucht war, ist bisher nicht bekannt.

Verfolgungsfahrt von Trier nach Igel

Zwei Beamte im Streifendienst hatten den Tatverdächtigen schließlich Ende November vergangenen Jahres auf einem Parkplatz im Trierer Stadtteil Euren erkannt. Der Angeklagte sei dann mit einem Auto geflüchtet, bis die Polizisten ihn nach einer kurzen Verfolgungsfahrt im Nachbarort Igel stellten.

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Bei der Festnahme und dem anschließenden Gewahrsam soll der Angeklagte Widerstand gegen Polizisten geleistet haben. Die Anklage spricht von tätlichen Angriffen auf Vollstreckungsbeamte. Dem Tatverdächtigen wird insbesondere vorgeworfen, gezielt in Richtung der Beamten gespuckt zu haben.

Seitdem er gefasst wurde, sitzt der Angeklagte in Untersuchungshaft. Warum der Mann auf seinen Bekannten eingestochen hat, ist bisher nicht bekannt. Wegen seiner Taten muss er sich ab Mittwoch vor dem Trierer Landgericht verantworten. Der 21-jährige Angeklagte hatte am ersten Verhandlungstag keine Aussage zur Tat gemacht. Ein Urteil wird für Ende Juni erwartet.

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