Lästiges Kramen nach Kleingeld hat für manche Fahrgäste in Trier ein Ende. Wer in den Bus einsteigt, hält jetzt einfach seine Kredit- oder EC-Karte vor ein Lesegerät. Oder eben sein Handy bzw. Smartwatch - das mit der eigenen Bezahlkarte verbunden ist.
Karte oder Handy beim Ein- und Aussteigen nutzen
Dafür müssen sich Fahrgäste auch nicht erst registrieren. Einfach mit einer Karte zahlen, die kontaktlos funktioniert. Wie viele EC-Karten oder Debit-Karten. Es gibt auch kein Papierticket mehr, wenn Fahrgäste an den Lesegeräte ihre Karte vorgehalten haben.
System soll günstigsten Tarif ermitteln
Kurz vor dem Ausstieg sollen die Fahrgäste ihre Karte oder das Handy erneut vor das Lesegerät halten. Digital bezahlt wird am Fahrtende oder am Tagesende. Das System soll dann den günstigsten Preis ermitteln.
Wenn Buskunden also mehrmals den Bus genutzt haben, errechnet das System, ob der Fahrgast mit einer Tageskarte günstiger fährt und bucht dann diesen Betrag dafür ab.
Die Stadtwerke Trier (SWT) gehen davon aus, dass das neue System den Aufwand für Kunden, aber auch die Busfahrerinnen und Busfahrer verringert.
Triers Oberbürgermeister Wolfram Leibe (SPD) sagte, die Fahrer könnten sich dann eher auf den Stadtverkehr konzentrieren und müssten nicht noch Buskunden beraten und abkassieren.
Tickets können weiterhin auch mit Bargeld gekauft werden
Die Busfahrkarte kann, muss aber nicht mehr wie bisher beim Fahrer gekauft werden. Für Kinder oder ältere Leute, die keine Bezahlkarten nutzen, werde es weiterhin Tickets beim Fahrer geben. Je mehr Kunden aber das digitale System nutzten, desto mehr würden die Fahrer entlastet.
Fahrgastzahlen der VRN Flexline gestiegen Shuttle-Service in Südpfalz: Busse auf Abruf fahren öfter und länger
Die Verbandsgemeinde Edenkoben erweitert das VRN Flexline-Angbot. Alle Gemeinden sollen angefahren werden - neuerdings bis Mitternacht und damit vier Stunden länger als bislang.
Bundesverkehrsministerium fördert das digitale Projekt
Das Projekt wird vom Bund gefördert. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) sagte, das Ministerium gebe rund 2,3 Millionen Euro dafür. Mit Hilfe des Förderprogramms "Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme" zeige die Stadt Trier, wie digitale Lösungen das Busfahren attraktiver und angenehmer für Nutzer mache.
Wasserstoff-Bus droht zu scheitern Millionen-Projekt am Umwelt-Campus steht auf der Kippe
Ein Bus, der mit Wasserstoff durch den Hunsrück fährt - das war der Plan hinter einem Modellprojekt am Umweltcampus Birkenfeld. Doch jetzt wackelt die Finanzierung.
Ein Sprecher der Stadtwerke sagte, das System "Trever & Smart" mache den Nahverkehr schneller und moderner. Es könne an allen Bustüren an den Geräten bezahlt werden. Damit laufe es an den Haltestellen zügiger und mit weniger Wartezeiten.
Neues Angebot des SWR Studios Trier Nachrichten aus der Region Trier jetzt auf WhatsApp lesen
Das SWR Studio Trier ist jetzt auch auf dem Messenger-Dienst WhatsApp aktiv. Dort finden Sie regionale Nachrichten von Mosel und Saar, aus der Eifel, Hunsrück und Hochwald.
Das System ist demnach seit Montag in allen Stadtbus-Linien verfügbar. Auch digitale Tickets wie das Deutschlandticket können über die neuen Terminals geprüft werden.