Die 18 Inseln des kleinsten WM-Teilnehmers liegen mitten im Nordatlantik. Auf den Färöer Inseln leben gerade mal halb so viele Menschen wie in Trier: 54.000 sind es. Umso größer ist die Sensation des Handball-Höhenflugs, den der kleine Inselstaat zuletzt erlebte.
Es sind nicht immer die Gewinner, die die beste Party schmeißen.
Letztes Jahr vertraten die Handball-Männer der Färöer-Inseln in Berlin erstmals ihr Land bei einer Handball-EM. Seitdem eilt den Anhängern der Färinger Ruf voraus, die lautesten und feierwütigsten Fans im Handball zu sein. Die Zeitung "Die Zeit" schrieb damals: "Es sind nicht immer die Gewinner, die die beste Party schmeißen."
Diese Woche wollen sie in Trier die nächste Handball-Party schmeißen. Das Frauenteam nimmt in Trier erstmals an einer WM teil. 200 "handballverrückte" Fans begleiten die Mannschaft.
Hotels profitieren von Handball-WM der Frauen
Insgesamt treten acht Teams in zwei Vorrundengruppen der WM in Trier an. Darunter Olympiasieger Norwegen und Südkorea. Alleine die Spielerinnen und der Betreuerstab füllen bereits zwei Hotels. Dazu kommen noch Funktionäre der Handballverbände.
Die Handball-WM tut den Trierer Hotels jetzt gut
Die Buchungszahlen in der WM-Woche seien außergewöhnlich gut, sagt Paula Kolz von der Tourist-Information Trier. Ab Mitte November gebe es sonst eine kleine Buchungsdelle, die erst der Weihnachtsmarkt langsam wieder auffange.
Das sei jetzt anders. "Fast alle Hotels, mit denen wir reden, sind so gut wie ausgebucht. Die Handball-WM tut den Trierer Hotels jetzt im November gut." Dass die WM auch Trierer Gaststätten zusätzliche Gäste bringen kann, zeigt eine Anfrage der Färöer-Fans bei der Arena Trier.
Die wollten die Arena Gaststätte exklusiv für sich buchen
In den kommenden Tagen finden bis Montag je zwei Spiele pro Abend statt. Genug Zeit für Fans, tagsüber Trier zu erkunden.
Die Anhänger der Färöer Inseln planten für sich offenbar eine zentrale Gastro-Anlaufstelle. "Ich habe gehört, dass die Färöer unsere Arena-Gaststätte exklusiv für sich buchen wollten. Den Wunsch konnten wir aber nicht erfüllen", sagt Arena Pressesprecher Daniel Orth.