Drei Monate nach dem Insolvenzantrag und der Eröffnung des Eigenverwaltungsverfahrens am 1. April 2026 hat ROFU Kinderland nach eigenen Angaben eine Investorenvereinbarung mit der Kids & School Holding GmbH abgeschlossen. Zunächst müssen die Gläubiger allerdings noch zustimmen, heißt es. Geplant sei, dass ROFU Kinderland ab August 2026 wieder eigenständig handeln kann und das Insolvenzverfahren hinter sich lässt.
Die Investorenvereinbarung sieht vor, dass 77 Filialen von ROFU Kinderland bestehen bleiben. 1.035 Mitarbeiter sollen dort vom Investor übernommen werden. "27 Standorte sind nicht Teil des Erwerberkonzepts", heißt es allerdings in einer Unternehmensmitteilung. Rund 330 Mitarbeitern in den betroffenen Filialen müsse leider gekündigt werden. Welche Filialen geschlossen werden, teilte ROFU selbst nicht mit. Nach einem Artikel der Nahe-Zeitung soll aber auch der Standort Birkenfeld dazu gehören sowie Mülheim-Kärlich.
670 Arbeitsplätze sollen verloren gehen
Auch die Zentrale in Hoppstädten-Weiersbach im Kreis Birkenfeld soll nicht verschont bleiben. "Insgesamt werden dort über 80 der rund 360 Mitarbeiter übernommen", heißt dass möglicherweise 280 gehen müssen. Das Außenlager in Ramstein mit rund 60 Mitarbeitern werde geschlossen, da kein Bedarf bestehe. Macht insgesamt weit über 600 Arbeitsplätze, die voraussichtlich verloren gehen werden.
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"Der Abbau von Arbeitsplätzen ist schmerzhaft, aber leider unvermeidbar", heißt es in der Unternehmensmitteilung weiter. Eine langfristige Fortführung des Unternehmens sei nur durch diese Lösung möglich, ansonsten hätte die Einstellung des gesamten Betriebs beschlossen werden müssen.
ROFU beschäftigte bislang rund 2.000 Mitarbeitende. Das Unternehmen hat mehr als 100 Filialen in Deutschland und davon mehrere in Rheinland-Pfalz, darunter auch Trier, Bitburg, Wittlich, Landstuhl, Kaiserslautern, Ingelheim, Idar-Oberstein, Pirmasens, Simmern und Speyer.