Die Spielwarenkette ROFU Kinderland hat beim Amtsgericht Idar-Oberstein einen Insolvenzantrag gestellt. Das Unternehmen mit Sitz in Hoppstädten-Weiersbach im Hunsrück betreibt bundesweit mehr als 100 Filialen in sieben Bundesländern. Von dem Verfahren sind auch sechs Standorte in der Region Trier betroffen.
Nach Angaben des Unternehmens wird die Insolvenz in Eigenverwaltung durchgeführt. Ziel sei es, ROFU wirtschaftlich zu stabilisieren und neu aufzustellen. Während des Verfahrens sollen sowohl alle Filialen als auch der Online-Shop geöffnet bleiben. Das gelte auch für die Standorte in Trier, Bitburg, Wittlich, Losheim am See, Birkenfeld und Perl.
ROFU Kinderland beschäftigt nach eigenen Angaben rund 2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Löhne und Gehälter seien für die Dauer des Insolvenzverfahrens über das Insolvenzgeld abgesichert.
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ROFU-Sanierung soll schnell umgesetzt werden
Als Gründe für die finanzielle Schieflage nennt das Unternehmen unter anderem ein schwaches Weihnachtsgeschäft, gestiegene Kosten sowie die Kaufzurückhaltung vieler Kundinnen und Kunden. Diese Faktoren hätten die wirtschaftliche Entwicklung zuletzt deutlich belastet.
Im Rahmen der Eigenverwaltung soll die Sanierung nun zügig umgesetzt werden. Parallel dazu will das Unternehmen Investoren gewinnen, um die Zukunft der Spielwarenkette langfristig zu sichern. Welche Auswirkungen das Verfahren mittelfristig auf einzelne Standorte haben könnte, ist derzeit noch offen.