Die CDU hat bei der Landtagswahl die meisten Wahlkreise in der Region Trier gewonnen. Sechs CDU-Kandidatinnen und Kandidaten holten das Direktmandat. Das geht aus dem vorläufigen amtlichen Endergebnis hervor.
Außerdem informieren wir hier über den Ausgang der VG‑Bürgermeisterwahlen in Herrstein‑Rhaunen und Kelberg sowie über die Stadtbürgermeisterwahl in Gerolstein.
Großer Jubel in der Heimat von Gordon Schnieder
In der CDU-Geschäftsstelle in Daun schauten die CDU-Anhänger die Prognose und Hochrechnungen der Landtagswahl. Gordon Schnieder, ihr Spitzenkandidat, stammt aus Birresborn.
Regierungswechsel in Rheinland-Pfalz Ticker zur Landtagswahl in RLP ++ Endergebnis steht fest ++ Schmitt zieht sich von FDP-Landesspitze zurück ++ Schweitzer und Schnieder verhandeln ++
Regierungswechsel in Rheinland-Pfalz: Die Ampelregierung ist abgewählt. Die CDU mit Gordon Schnieder ist nach 35 Jahren stärkste Kraft. Alles zum Wahlergebnis im Ticker zum Nachlesen.
Wahlkreis 25 Trier
Wahlkreis 24 Trier/Schweich
Wahlkreis 26 Konz/Saarburg
Wahlkreis 22 Wittlich
Wahlkreis 21 Bitburg-Prüm
Wahlkreis 20 Vulkaneifel
Wahlkreis 23 Bernkastel-Kues/Morbach/Kirchberg (Hunsrück)
Wahlkreis 19 Birkenfeld
VG-Bürgermeisterwahl Herrstein‑Rhaunen
VG-Bürgermeisterwahl Kelberg
Stadtbürgermeisterwahl in Gerolstein
Endergebnis Machtwechsel nach 35 Jahren: CDU siegt bei Landtagswahl in Rheinland-Pfalz
Mit der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz endet eine Ära: Nach 35 Jahren wird die SPD nicht mehr den Ministerpräsidenten stellen, die CDU gewinnt die Wahl.
Wahlkreis 25 Trier
Im Wahlkreis Trier hat Sven Teuber (SPD) das Direktmandat gewonnen. Er erreichte 31,8 Prozent der Stimmen. Seine Gegenkandidatin Franziska Lang (CDU) kam auf 27,4 Prozent. Obwohl Sozialdemokrat Teuber das Direktmandat gewann, lag die CDU bei den Zweitstimmen knapp vorne. Trier bleibt Grünen-Hochburg: Mit 13,7 Prozent der Zweitstimmen holte die Partei deutlich mehr Stimmen als im Landesdurchschnitt.
Wir haben mit dem Wahlkreisgewinner Sven Teuber gesprochen, der zugleich Bildungsminister in Rheinland‑Pfalz ist. Nach 35 Jahren wird die SPD in Rheinland‑Pfalz künftig nicht mehr den Ministerpräsidenten stellen. In einer Großen Koalition mit der CDU wird es auch personelle Veränderungen in SPD-geführten Ressorts geben. Besonders relevant: Das Thema Bildung steht weit oben auf der Agenda der CDU.
Was bedeutet das für den amtierenden SPD‑Bildungsminister Teuber aus Trier? Und macht er sich Gedanken über seine Zukunft im Amt? Das wollten wir von ihm wissen.
Wahlkreis 24 Trier/Schweich
2021 schaffte es der Christdemokrat Lars Rieger, das Direktmandat im Wahlkreis zu gewinnen. Er hat den Wahlkreis auch diesmal gewonnen mit 38,8 Prozent.
Zum Wahlkreis 24 gehören die Verbandsgemeinden Schweich an der Römischen Weinstraße, Trier-Land und Ruwer sowie die Trierer Stadtteile Biewer, Pfalzel, Ehrang, Ruwer und Eitelsbach.
Die SPD kommt im Wahlkreis Trier/Schweich auf 24,6 Prozent der Erststimmen.
SWR Wahlergebnisportal Landtagswahl 2026 in Rheinland-Pfalz: So hat mein Ort gewählt
So hat mein Ort bei der Landtagswahl am 22. März 2026 abgestimmt.
Wahlkreis 26 Konz/Saarburg
Christdemokrat Johannes Kölling hat den Wahlkreis Konz/Saarburg gewonnen. Die CDU kam hier auf 37,9 Prozent der Erststimmen. Die SPD erreichte mit ihrer Kandidatin Lena Weber, der früheren Stadtbürgermeisterin von Hermeskeil, 26 Prozent. Der bisherige Wahlkreisabgeordnete Lothar Rommelfanger von der SPD ist nicht mehr angetreten.
Diese Abgeordneten vertreten die Region Trier im Landtag:
Wahlkreis 22 Wittlich
Klarer Gewinner im Wahlkreis Wittlich ist Dennis Junk (CDU) aus Salmtal. Er erhielt 46,2 Prozent der Erststimmen. Bereits vor fünf Jahren hatte er den Wahlkreis deutlich gewonnen. Für die SPD trat Lena Werner an, die von 2021 bis 2025 für ihre Partei im Bundestag saß. Sie erreichte 22,5 Prozent.
Zum Wahlkreis 22 gehören die Stadt Wittlich sowie die Verbandsgemeinden Traben‑Trarbach und Wittlich‑Land.
Wahlkreis 21 Bitburg-Prüm
Michael Ludwig (CDU) hat das Direktmandat im Wahlkreis Bitburg‑Prüm wieder für die CDU zurückerobert. Er erreichte 34,4 Prozent der Stimmen. Die SPD kam mit ihrem bisherigen Direktkandidaten Nico Steinbach auf 26,8 Prozent.
Sozialdemokrat Steinbach wird aber weiter im Landtag vertreten sein. Er schaffte den Einzug über die Landesliste. Er sieht es als "kleinen Trost", dass er mehr Erststimmen im Wahlkreis holte als die SPD Zweitstimmen bekam. Er wertet das so, dass die Wähler seine Arbeit in den vergangenen beiden Legislaturperioden honoriert hätten.
Der Wahlkreis gilt als Hochburg der Freien Wähler in Rheinland‑Pfalz - nicht zuletzt, weil ihr Spitzenkandidat Joachim Streit hier viele Jahre Landrat war. Bei dieser Landtagswahl erreichten die Freien Wähler 15,8 Prozent der Erststimmen. 2021 lagen sie im Wahlkreis noch bei 21,3 Prozent.
Wahlkreis 20 Vulkaneifel
CDU-Spitzenkandidat Gordon Schnieder ist klarer Gewinner im Wahlkreis Vulkaneifel. Er bekam in seiner Heimat 52,6 Prozent der Erststimmen.
Die SPD erreichte mit dem Landtagsabgeorndeten Jens Jenssen 17,3 Prozent.
Wahlkreis 23 Bernkastel-Kues/Morbach/Kirchberg (Hunsrück)
Im Wahlkreis Bernkastel Kues/Morbach/Kirchberg hat Karina Wächter von der CDU das Direktmandat mit 34,6 Prozent der Stimmen gewonnen. Wächter erklärt sich den Sieg durch ihre Präsenz vor Ort. Sie habe im Wahlkampf an 11.000 Haustüren an der Mosel und im Hunsrück geklingelt und den Dialog mit den Bürgern gesucht, erzählt sie im Gespräch mit dem SWR: "Ich bin einfach glücklich und für mich ist es eine Bestätigung genauso weiterzumachen."
Für den Wahlkreis wolle Wächter nun "die Stimme im Landtag" sein. Die Themen, die sie nach eigenen Angaben besonders bewegen, sind die Gesundheitsversorgung auf dem Land und die Bildung. So wolle sie dafür sorgen, dass wieder mehr Lehrer an den Schulen eingestellt werden.
Bettina Brück von der SPD zog über die Landesliste ins Parlament ein.
So war die Stimmung bei den Wählenden in Bernkastel-Kues
SWR Reporter Christian Altmayer stand am Nachmittag vor dem "vielleicht schönsten Wahllokal in Rheinland-Pfalz" in Bernkastel-Kues. Dort hat er mit Wählerinnen und Wählern gesprochen.
Wahlkreis 19 Birkenfeld
Caroline Pehlke (SPD) hat das Direktmandat im Wahlkreis Birkenfeld gewonnen. Und zwar deutlich vor Frederik Grüneberg (CDU) und Claudia von Bohr (AfD). "Damit habe ich nicht gerechnet, ich habe gedacht, es würde knapper werden", sagte Pehlke dem SWR.
Mit einem weinenden Auge betrachtet Pehlke das starke Ergebnis der AfD in ihrer Heimatstadt Idar-Oberstein. Dort ist die Partei mit 28,3 Prozent der Zweitstimmen stärkste Kraft geworden, im gesamten Wahlkreis Birkenfeld liegt sie mit 26,3 Prozent knapp hinter SPD und CDU. Die AfD verzeichnet im Wahlkreis Birkenfeld zudem den größten Stimmenzuwachs landesweit - ein Plus von 16,3 Prozentpunkten.
"Ich glaube, dass oft die Bundespolitik mit der Landespolitik vermischt wird. Das heißt der Unmut wird dann auch auf die Landespolitik übertragen", sagt Pehlke. "Deshalb müssen CDU und SPD auch dort Gas geben und einiges besser machen." Für die AfD zieht Claudia von Bohr über die Landesliste in den Landtag ein. Das starke Ergebnis der Partei in Idar-Oberstein führt die AfD-Frau auf den Zustand der Innenstadt zurück.
Fragen und Antworten Landtagswahl 2026 in Rheinland-Pfalz: Die wichtigsten Informationen
Am 22. März wird in Rheinland-Pfalz ein neuer Landtag gewählt. In unserem FAQ haben wir die wichtigsten Fragen rund um die Wahl gesammelt.
VG-Bürgermeisterwahl Herrstein‑Rhaunen
Grund zum Jubeln hat Markus Schulz, SPD-Bürgermeisterkandidat für die Verbandsgemeinde Herrstein-Rhaunen. Schulz hat es mit 37,1 Prozent der Stimmen in die Stichwahl geschafft. Dort wird er in drei Wochen gegen Julia Hagner (Freie Wähler Pro Hunsrück) antreten, die 20,7 Prozent einsammeln konnte. Dahinter lagen Marc Ruppenthal (AfD) und Stephan Dreher (CDU).
Der bisherige Amtsinhaber Uwe Weber von der SPD wird vorzeitig in Ruhestand gehen.
VG-Bürgermeisterwahl Kelberg
Christina Christ von der Wählergemeinschaft "die Unabhängigen" wird neue Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde Kelberg in der Vulkaneifel. Sie erhielt 53,8 Prozent der Stimmen. Thorsten Krämer - freier Kandidat - kam auf 46,2 Prozent.
Gewählt wurde eine Nachfolge für den bisherigen Bürgermeister Johannes Saxler (parteilos), der aus Altersgründen nicht mehr kandidierte.
Verzerrte Ortsergebnisse bei Bundestagswahl Frust wegen Zählung der Briefwahlstimmen? Nicht bei der Landtagswahl
Bei der Bundestagswahl wurden die Briefwahlstimmen nicht direkt in den Gemeinden ausgezählt. Das sorgte bei vielen Wählerinnen und Wähler für Verwirrung und Ärger. Das wird bei der Landtagswahl anders sein.
Stadtbürgermeisterwahl in Gerolstein
In Gerolstein in der Vulkaneifel hat Winfried Wülferath von der CDU die Stadtbürgermeister-Wahl gewonnen. Er bekam 75,8 Prozent der Stimmen.
Einzelbewerber Anton Ulrich Aschemann erreichte 24,2 Prozent. Die bisherige Amtsträgerin Stefanie Lorisch von der CDU hatte im vergangenen Sommer frühzeitig ihren Rücktritt angekündigt, weil sie sich eigenen Angaben nach im Amt überlastet fühlte.