Mehr als zwei Wochen nachdem eine ölhaltige Substanz aus dem luxemburgischen Güterhafen Mertert in die Obermosel gelangte, ist die Ursache immer noch ungeklärt. Analysen des luxemburgischen Wasserwirtschaftsamtes bestätigten eine Verunreinigung durch eine Mischung verschiedener Kohlenwasserstoffe, wie sie in Behältern mit ölhaltigen Reststoffen vorkommen oder in Ölabscheidern, mit denen eigentlich ölhaltige Abwässer behandelt werden, um Umweltschäden zu vermeiden.
Hafen wurde zeitweise gesperrt
Nach Angaben der Hafendirektion Mertert seien die dortigen Ölabscheider kontrolliert worden. Die Ursache liege nicht im Bereich der Hafenanlage. Am 9. März war auf der Obermosel, in Höhe der Gemeinde Mertert in Luxemburg, eine Gewässerverunreinigung festgestellt worden. Damals hieß es bereits, bei der Verunreinigung handele es sich um eine ölhaltige Substanz, mutmaßlich Diesel.
Zahlreiche Straßen betroffen Rätsel gelöst: Das steckte hinter der riesigen Ölspur in Trier
Durch Teile der Trierer Innenstadt zog sich am Donnerstag eine lange Ölspur. Viele Straßen waren betroffen. Nun ist offenbar klar, wer die Ölspur verursacht hat.
Am Tag zuvor sei in Mertert eine größere Menge der Flüssigkeit aus dem Hafenbecken in die Mosel gelangt. Nach Angaben der Freiwilligen Feuerwehr in Konz breitete sich der Ölfilm bis auf die Höhe der Ortsgemeinde Oberbillig in Deutschland aus.
Auswirkungen für Umwelt und Tiere unklar
Der Luxemburgische Hafen wurde damals zunächst gesperrt und einige Tage später wieder geöffnet. Der Schadstoff sei aus dem Wasser entfernt worden, hieß es anschließend. Wie sich die ölhaltige Substanz auf die Pflanzen und Tiere auswirke, sei unklar.