"Das sieht katastrophal aus. Wie kann so was passieren, mitten in der Stadt und der ganze Dreck vor der Tür. Dass die Stadt so einen Schandfleck zulassen kann." Wer rund um die ehemalige Kaufhof-Filiale in der Trierer Fleischstraße die Ohren spitzt, kann den Unmut der Trierer über den Leerstand kaum überhören.
Seit fast elf Monaten steht das Gebäude nach der Schließung der Kaufhof-Filiale leer. Einen Investor zu finden, der die Stadt Trier vor einer Ruine rettet, schien seitdem eine aussichtslose Hoffnung. Doch jetzt bewegt sich was.
Ein Investor will hier Wohnungen bauen.
Nach Angaben der Stadt Trier gibt es jetzt einen Investor, der das Gebäude kaufen will. Sein Ziel: Wohnraum in der Fußgängerzone schaffen. "Er will in Wohnungen investieren, das passt in unser Vorgehen. Wenn wir in der Innenstadt Menschen haben, die da leben, wohnen und arbeiten, dann haben sie auch Kaufkraft dort", sagt Triers Oberbürgermeister Wolfram Leibe in der ARD Sendung "report München".
Nach Pleite der SIGNA-Gruppe Kaufhausruinen und Geisterbaustellen
Seit der milliardenschweren Pleite von Renè Benko und seiner SIGNA-Gruppe stehen in vielen Städten Bauprojekte still. Die Folge: Leerstand, Verwahrlosung und kaum Perspektiven.
Im oberen Teil des Gebäudes sollen Wohnungen entstehen. Das Erdgeschoss soll nach Angaben des Trierer Oberbürgermeisters als Gewerbefläche genutzt werden. Doch bis es so weit ist, müssen die Trierer noch recht lange den Leerstand und dann eine Baustelle ertragen. Denn der Umbau der ehemaligen Kaufhof-Filiale könnte sich über Jahre hinziehen.
Kaufhof in der Trierer Simeonstraße
Wie es mit dem zweiten Trierer Leerstand aus der Insolvenzmasse des ehemaligen Karstadt-Kaufhof Konzerns weitergeht, ist weiter offen. Im Oktober 2024 wurde bekannt, dass eine Berliner Projektentwicklungs-Gesellschaft das Grundstück des ehemaligen Karstadt-Gebäudes in der Trierer Simeonstraße gekauft hatte.
Der Projektentwickler hatte nach eigenen Angaben geplant, das Gebäude umzubauen und dort unter anderem eine Markthalle und ein Hotel unterzubringen. Bislang ist aber nicht bekannt, ob das Projekt vorangeht.