Am Erbeskopf bei Thalfang ist der erste Schnee gefallen. Die Landschaft rund um die höchste Erhebung von Rheinland-Pfalz zeigt sich leicht weiß gepudert - ein Vorgeschmack auf den Winter. Doch zum Skifahren oder Schlittenfahren reicht die dünne Schneedecke noch nicht.
Wir brauchen mindestens 15 Zentimeter Naturschnee.
Es braucht mehr Schnee zum Skifahren im Hunsrück
Tamara Breitbach, die neue Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde Thalfang und Vorsitzende des Zweckverbands Erbeskopf, erklärt: "Wir brauchen mindestens 15 Zentimeter Naturschnee, bevor die Piste präpariert werden kann."
Wenn die Bedingungen stimmen, könnte der Skilift am 1. Dezember starten - vorausgesetzt, es liegt genug Schnee. Der erste Schnee kam dieses Jahr ungewöhnlich früh, doch ob in den nächsten Tagen genug dazukommt, um den Saisonstart zu sichern, ist noch offen.
Keine Schneekanonen am Erbeskopf
Eins steht fest: Schneekanonen sollen am Erbeskopf nicht zum Einsatz kommen, um die gesamte Piste zu beschneien. Der Kunstschnee der Maschinen könnte aber eine Ergänzung sein, um lichte Flecken zu verhindern. „Als kleines Skigebiet ist es uns wichtig, den Menschen Gelegenheit für Schnee-Erlebnisse zu geben, ohne die Veränderungen durch den Klimawandel außer Acht zu lassen“, sagt Breitbach.
Rodeln und Skifahren sind also nur möglich, wenn ausreichend Schnee fällt. Gefahren werden kann nach Angaben der Bürgermeisterin auch nur tagsüber von 10 bis 16 Uhr, weil das Flutlicht seit einem Blitzeinschlag nicht mehr funktioniert.
Der Zweckverband Erbeskopf setzt für die Zukunft auf ein Konzept für Ganzjahrestourismus, erklärt die Vorsitzende Tamara Breitbach.
Das Interesse am Erbeskopf steigt täglich an.
"Es riecht nach Winter", sagt Daniel Thiel, er ist in der Verbandsgemeinde Thalfang für den Tourismus zuständig. "Das Interesse am Erbeskopf steigt täglich an." Es gebe zahlreiche Anfragen per E-Mail und Telefon, außerdem viele Klicks auf der Internetseite und in den sozialen Medien.
Wintersportbegeisterte kommen gerne
"Im Umkreis von etwa einer Stunde Fahrtzeit kommen die Menschen im Winter zum Erbeskopf", sagt Thiel. Darunter sind nach wie vor viele Niederländer, die in Ferienparks im Hunsrück Urlaub machen. Aber auch zahlreiche Tagesgäste reisen an - aus dem Rhein-Main-Gebiet, aus Trier, Kaiserslautern, dem Saarland oder von der US-Airbase Spangdahlem.
Winterstimmung auch ohne Skilift schön
Auch wenn der Schnee noch nicht zum Skifahren ausreicht, kann man am Erbeskopf die Winterstimmung genießen. Das Hunsrückhaus mit der kostenlosen Ausstellung und dem Restaurant ist das ganze Jahr über geöffnet. Es gibt einen Spielplatz für Kinder und schöne Wege zum Spazierengehen.
Straßenbauarbeiten an B327
Wer bis Mitte Dezember zum Erbeskopf fahren möchte, muss mit Behinderungen rechnen: An der Hauptzufahrt über die B 327/L 164 bei Bäsch/Hilscheid wird gebaut. Eine Umleitung führt über Rorodt und Deuselbach. Die Arbeiten sollen voraussichtlich bis zum 12. Dezember dauern.
Schwarzer Mann und Wolfsschlucht in der Eifel
Auch in den Wintersportgebieten der Eifel wächst die Hoffnung auf den ersten richtigen Schnee. Rund um Prüm locken Abfahrtspisten, Loipen für Langlauf und Rodelstrecken. Am Schwarzen Mann werden in dieser Woche die Lifte aufgebaut. André Hillen, Betreiber der Gastronomie und Skilifte, hofft auf einen guten Winter mit ausreichend Schnee.
Die Prognosen für Schnee sind dieses Jahr besser.
Im vergangenen Jahr hat es am Schwarzen Mann bei Prüm keinen einzigen Tag mit Skiliftbetrieb gegeben. Doch André Hillen, der den Skilift betreibt, ist optimistisch, dass es dieses Jahr besser wird. "Die Prognosen für Schnee sind dieses Jahr besser", sagt er.
Auch rund um den Schwarzen Mann lohnt sich ein Besuch, selbst wenn die Skilifte stillstehen. Beschilderte Wanderwege laden zum Erkunden ein, und das Gasthaus öffnet an den Wochenenden - ganz unabhängig vom Schnee.
Das Wintersportgebiet am Schwarzen Mann hat ein großes Einzugsgebiet. Wenn Schnee liegt, kommen Menschen aus Nordrhein-Westfalen, viele Niederländer und auch Belgier von der Nordsee, sagt Liftbetreiber Hillen.
In der Wolfsschlucht bei Prüm ist alles bereit
Ein paar Kilometer von Prüm entfernt hat der Skiclub Prüm für die anstehende Wintersaison schon alles vorbereitet - Piste, Hütte und Schneekanonen. Die Wolfsschlucht liegt auf 570 Meter Höhe, die Abfahrtspiste ist 600 Meter lang und es gibt einen Schlepplift.
Unser Team ist engagiert und freut sich auf einen hoffentlich kalten Winter.
Falls eine ausreichende Naturschneedecke da ist und es kalt genug ist, setzt der Skiclub Prüm in der Wolfsschlucht die Schneekanone ein, um die Piste zu verbessern und die Ecken auszufüllen. "Unser Team ist engagiert und freut sich auf einen hoffentlich kalten Winter", so der Vorsitzende des Skiclubs Prüm, Joachim Bretz.
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Wenn es kalt genug ist, prüft der Skiclub Prüm, ob die Beschneiungsanlage zum Einsatz kommt, um zumindest Rodeln möglich zu machen.
Mäuseberg bei Daun startklar
Wenn genug Schnee liegt, kann man auch am Mäuseberg bei Daun Skifahren und Rodeln. Der Skiclub Daun kümmert sich um die Wintersportanlage mit einer 450 Meter langen Piste, einem Skilift und einer Rodelpiste. Auch eine Skihütte gibt es am Mäuseberg. Sie öffnet, sobald Wintersport möglich ist.