Fake News, Hate Speech und Social Media

Wie ein SWR-Workshop in Trier die Medienkompetenz von Schülern fördert

Für 26 Schülerinnen und Schüler ging es am Freitag in einem Workshop um den sicheren Umgang im Netz. Das Newscamp fand im neuen Media:FORUM an der Römerbrücke statt.

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Stand

Welchen Accounts in den sozialen Netzwerken kann ich vertrauen? Und wie arbeiten eigentlich Journalisten mit digitalen Medien? Mit diesen und weiteren Fragen haben sich am Freitag 26 Schülerinnen und Schüler der achten Klasse des Trierer Auguste-Viktoria- Gymnasiums im vor kurzem eröffneten Media:FORUM an der Römerbrücke beschäftigt.

Workshop soll Schüler sensibilisieren

Im fünfstündigen Workshop ging es am Freitag neben der Mediennutzung der Jugendlichen auch um Algorithmen, Hate Speech und Fake News auf Social Media. Sensible Themen über die man nie genug sprechen könne, so Johanna Schmid vom Team der SWR-Medienkompetenz.

Johanna Schmid bei einem Workshop.
Der Workshop von Johanna Schmid im Media:FORUM steht unter Motto "Social Media and me: it's a match?" Charlotte Dietz

Für die Medienpädagogin ist es nicht der erste Workshop, den sie geleitet hat. Seit Februar bietet der SWR regelmäßig Jugendworkshops an. Immer wieder fällt Johanna Schmid in den Gesprächen mit den Jugendlichen auf, wie viele Informationen in den sozialen Netzwerken ohne Kritik von den Schülerinnen und Schülern angenommen und auch weitergeleitet werden.

Es wird nicht nach Quellen geschaut.

So werde oft nicht hinreichend reflektiert. Kritisches Denken sei bei vielen Jugendlichen nicht vorhanden. "Es wird nicht nach Quellen geschaut, obwohl den Schülerinnen und Schülern das Thema Fake News bewusst ist", so die Journalistin. Das betreffe teilweise auch demokratiefeindliche Inhalte, was ihr große Sorgen bereite.

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Workshop in Zusammenarbeit mit regionalen Medienpartnern

Auf die Beine gestellt wurde das Newscamp vom SWR gemeinsam mit der Medienanstalt Rheinland-Pfalz und regionalen Medienpartnern im Rahmen der landesweiten Woche der Medienkompetenz. So war neben dem SWR bei dem Projekt auch der Offene Kanal Trier (OK54) und der Trierische Volksfreund dabei.

Sebastian Lindemans steht im neuen Media:FORUM
Mit dem Media:Forum schafft die Medienanstalt Rheinland-Pfalz eine Anlaufstelle für mediale Angebote, die für die Bürger frei zugänglich sind. Hauptverantwortlich ist der OK54, der die Räume bezogen hat.

Gemeinsam die lokalen medialen Kräfte mit ihren Kernkompetenzen bündeln und sich für mehr Medienkompetenz der Schüler stark machen. Das sei die Idee hinter dem Workshop, so Sebastian Lindemans vom OK54. Umso besser, dass man nun die Räumlichkeiten des neuen Media:FORUMS an der Römerbrücke nutzen könne.

In dem Gebäude an der Römerbrücke war früher eine Sparkassenfiliale. Die Medienanstalt Rheinland-Pfalz hat das Gebäude in den letzten Jahren umgestaltet. Künftig finden hier Workshops wie das Newscamp in Zusammenarbeit mit Medienpartnern wie dem SWR statt.

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SWR-Reporterin berichtet von Arbeit im Studio Trier

Unterstützt wurde Johanna Schmid im Media:FORUM von einer Kollegin aus dem SWR Studio Trier, die den Schülerinnen und Schülern von der Arbeit als Reporterin berichtet. Dabei geht es auch um das Thema Community Management in den sozialen Medien. Ein Thema, das viele der Schüler in den letzten Workshops immer wieder interessiert hat.

Außerdem konnten die Teilnehmenden selbst aktiv werden und ein eigenes Meme, ein kreativer Post, der in sozialen Medien hochgeladen wird, zu einer regionalen Nachricht erstellen.

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So kam der Workshop bei den Schülern an

Viele der Jugendlichen zeigten großes Interesse an dem Workshop und brachten sich mit ein. Wie der 15-jährige Juri, der viel aus dem Workshop mitnehmen konnte. So habe er einiges über Social Media und dem richtigen Verhalten im Netz gelernt, was ihm vorher nicht wirklich bewusst war.

Ich werde mehr gucken, welche Videos von welchen Quellen ich mir angucke.

Ähnlich sieht das auch seine Mitschülerin Lea. Bislang habe sie Social Media genutzt, ohne darüber richtig nachzudenken. Aus dem Workshop kann sie viel für ihren Alltag mitnehmen: "Ich denke ich werde nun mehr gucken, welche Videos von welchen Quellen ich angucke, was ich like und weiterleite", sagt Lea. Auch die Beispiele aus der Praxis und die Übungen zum Mitmachen hätten sie abgeholt. An einem Workshop wie diesem würde sie wieder mitmachen.

Weitere Workshops sind geplant

Am Ende freut sich auch Johanna Schmid über einen gelungenen Workshop mit engagierten Schülerinnen und Schülern. Sie glaubt, dass die Jugendlichen nun auch mehr sensibilisiert sind für die Arbeit von Influencern. Sie selbst nehme mit, dass vielen der Jugendlichen nicht mehr bewusst ist, was der Öffentlich Rechtliche Rundfunk eigentlich macht.

Umso wichtiger sei es auch in Zukunft weitere Workshops anzubieten. Und mit Sicherheit auch wieder im neuen Media:FORUM in Trier.

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