Gedichte, Theaterstücke, Hörspiele, Romane und Essays - Schriftstellerin Ursula Krechel aus Trier setzt sich in ihren literarischen Werken mit Flucht, Exil, Gewalt und Feminismus auseinander und kritisiert dabei Probleme in der Gesellschaft.
Dafür bekommt sie in diesem Jahr den Georg-Büchner-Literaturpreis - die bedeutendste literarische Auszeichnung im deutschsprachigen Raum. Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung verleiht den Preis seit 1951 an Schriftsteller, deren Arbeit sie als herausragend bewertet.
Ursula Krechels literarische Arbeit überzeugt Jury
Die Jury begründete ihre Entscheidung damit, dass die Trierer Schriftstellerin in ihren literarischen Werken ihre Leser dazu anregt, sich kritisch mit Vergangenheit und Gegenwart auseinanderzusetzen.
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Die Leser würden dazu bewegt werden, "die Spuren der Vergangenheit im Alltag der Gegenwart aufzufinden und das Hier und Jetzt der deutschen Gesellschaft nicht hinzunehmen", so die Jury weiter.
Preisgekrönte Autorin aus Trier
Ursula Krechel wurde im Jahr 1947 in Trier geboren. Sie studierte an der Universität zu Köln Germanistik, Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte. Nach ihrem Studium arbeitete sie als Dramaturgin an den Städtischen Bühnen Dortmund.
Ursula Krechel veröffentlichte unter anderem die Romane "Zweite Natur" und "Sehr geehrte Frau Ministerin" sowie den Essayband "Gehen, Träumen, Sehen. Unter Bäumen". Für ihr literarisches Schaffen wurde sie unter anderem mit dem Deutschen Buchpreis und dem Kunstpreis Rheinland-Pfalz ausgezeichnet.
Verliehen werden soll der mit 50.000 Euro dotierte Georg-Büchner-Preis am 1. November in Darmstadt.