Das Landgericht Trier hat am Mittwochnachmittag einen 40-Jährigen wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Dem Mann wurde vorgeworfen, im vergangenen Jahr eine Seniorin aus dem weiteren Familienkreis aus Habgier erdrosselt zu haben, um an ihr Bargeld und an ihre Bankkarte zu kommen.
Angeklagter bestritt den Mord bis zuletzt
Das Gericht sah es als erwiesen an, dass sich die Tat so abgespielt hatte, wie die Staatsanwaltschaft angenommen hatte. Aufgrund der familiären Beziehungen seiner Ex-Frau soll der Angeklagte gewusst haben, dass deren Tante Bargeld in einer Kassette im Wohnzimmer aufbewahrte. Geld, das der arbeitslose Trierer mutmaßlich dringend benötigte, da er plante, gemeinsam mit einer Prostituierten nach Rumänien auszuwandern.
Der 40-Jährige bestritt bis zum Ende, das Opfer getötet zu haben. Mitangeklagt war ein 34-Jähriger, der mit der Karte des Opfers mehrere Tausend Euro abgehoben hatte. Er gab die Vorwürfe zu. Das Gericht verurteilte ihn zu zwei Jahren und drei Monaten Haft.
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Binnen einer Woche kann Revision eingelegt werden.