Rheinland-Pfalz-Trend

Umfrage: CDU weiter vor SPD - Bildung als Topthema vor der Wahl

Zwei Monate vor der Landtagswahl am 22. März in Rheinland-Pfalz bleibt die CDU stärkste Kraft. Eine Verschiebung gibt es aber bei den für die Wähler wichtigsten Themen.

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Stand

Von Autor/in Martin Heuser

Zum Start in die heiße Phase des Landtagswahlkampfes hat sich gegenüber der vergangenen Umfrage vom Oktober 2025 bei den Stimmenanteilen der Parteien nur wenig verändert. Allerdings stehen Fragen von Zuwanderung und Integration nicht mehr an erster Stelle der für die Wählerinnen und Wähler wichtigsten Themen.

Sonntagsfrage: CDU bleibt weiterhin stärkste Kraft

Im aktuellen Rheinland-Pfalz-Trend bleibt die CDU stärkste Partei mit unverändert 29 Prozent. Die SPD mit Ministerpräsident Alexander Schweitzer kann etwas aufholen und kommt auf 26 (+3) Prozent, liegt aber weiter deutlich unter ihrem Wahlergebnis von 2021 mit 35,7 Prozent.

Drittstärkste Kraft wird im Rheinland-Pfalz-Trend die AfD, die ihr letztes Landtagswahlergebnis (8,3 Prozent) mehr als verdoppeln kann und auf 18 Prozent (-1) kommt. Dahinter liegen die Grünen mit unverändert 10 Prozent. Die Linke erreicht laut Umfrage erneut 6 Prozent und würde erstmals in den Mainzer Landtag einziehen. Dagegen würden die Freien Wähler mit unverändert 4 Prozent an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern. Alle übrigen Parteien kämen zusammen auf 7 Prozent, darunter auch die in der Landesregierung vertretene FDP, sowie das BSW. 

Unzufriedenheit mit Arbeit der Landesregierung gewachsen

Gegenüber dem letzten Rheinland-Pfalz-Trend vom Herbst sind weniger Befragte mit der Arbeit der Landesregierung aus SPD, Grünen und FDP zufrieden, nämlich 44 Prozent (-5). Eine Mehrheit von 50 Prozent ist unzufrieden. Immerhin hat sich das Ansehen der Mainzer Ampel-Regierung von ihrem Tiefpunkt im Juli 2023 verbessert, wie der Zeitverlauf über die Legislaturperiode 2021 bis 2026 zeigt.

Trotz dieser Zufriedensheitswerte favorisieren 37 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Umfrage eine Landesregierung unter SPD-Führung, ein knappes Drittel (31 Prozent) will lieber ein CDU-geführtes Kabinett. Die AfD an der Spitze der Landesregierung wünschen sich 19 Prozent.

Direktwahl Ministerpräsident: Schweitzer vor Schnieder und Bollinger

Wenn die Befragten den Ministerpräsidenten direkt wählen könnten, würde sich eine deutliche Mehrheit von 34 Prozent für Amtsinhaber Alexander Schweitzer (SPD) entscheiden. Dann folgen der CDU-Herausforderer Gordon Schnieder (14 Prozent) und Jan Bollinger (AfD) mit 8 Prozent. Auch die eigenen Parteianhänger können Schnieder (44 Prozent) und Bollinger (34 Prozent) nicht überzeugen.

Allerdings will sich knapp die Hälfte der Befragten (44 Prozent) nicht zur Direktwahl des Ministerpräsidenten positionieren.

Wichtigste Probleme: Bildung vor Zuwanderung

Bei der Frage nach den drängensten Problemen des Landes, die gelöst werden müssen, gibt es gegenüber der letzten Umfrage eine Verschiebung: Bildung, Schule und Ausbildung führen nun die Liste mit 29 Prozent (+6) an. Für 22 Prozent (-1) gehört die Zuwanderung zu den wichtigsten Punkten, gefolgt von Mobilität und Verkehr (18 Prozent; +2) und Wirtschaft (13 Prozent; -1). In der letzten Umfrage waren Bildung und Zuwanderung noch mit jeweils 23 Prozent beide auf dem ersten Platz.

Die Gesundheitsversorgung steht für ein Zehntel der Befragten (+2) ganz oben auf der Liste, für jeweils 8 Prozent ist es die Situation auf dem Wohnungsmarkt (+/-0) und soziale Fragen (-1). In Sachen Gesundheitsversorgung im Land sind zwei Drittel der Befragten der Meinung, diese habe sich verschlechtert.

Einen Schwerpunkt zum Thema Gesundheitsversorgung in Rheinland-Pfalz sendeten am Donnerstagabend SWR Aktuell Rheinland-Pfalz sowie das Politikmagazin Zur Sache Rheinland-Pfalz.

CDU führt bei Kompetenzwerten

Während ihr Spitzenkandidat Schnieder bei den persönlichen Sympathiewerten nicht punkten kann, trauen die Befragten der CDU auf nahezu allen wichtigen Problemfeldern die höchste Kompetenz zu. Dies gilt vor allem für die Wirtschaft und innere Sicherheit. In der Bildungspolitik steht sie im engen Wettbewerb mit der SPD, bei der Migrationspolitik im Wettbewerb mit der AfD.

Nur beim Einsatz für soziale Gerechtigkeit liegt die SPD klar vor ihren Mitbewerbern, beim Thema Gesundheit liegt sie knapp vor der CDU. Für weitere Details klicken Sie sich bitte durch die folgende Galerie:

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Autor/in
Martin Heuser
Martin Heuser ist Redakteur bei SWR Aktuell in Rheinland-Pfalz

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