Geburt Christi und Ende des Lebens

Weihnachten im Hospiz in Simmern

An Weihnachten feiern Christen die Geburt Christi. Aber es gibt auch viele Menschen, für die das Leben zu Ende geht. Manche sind dafür in einem Hospiz, Fachkräfte begleiten sie.

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Viele Menschen im Hospiz feiern in diesem Jahr wahrscheinlich ihr letztes Weihnachtsfest - wegen einer unheilbaren Krankheit zum Beispiel. Beim Sterben werden sie begleitet, so wie im Aenne Wimmers Hospiz in Simmern im Hunsrück. Dort kümmert sich unter anderem die Pflegerische Leiterin Ulrike Hüppchen um die todkranken Menschen.

Brennende Kerze für die Verstorbenen

Wenn eine Kerze brennt, ist ein Gast verstorben. Das ist so üblich in einem Hospiz. Die Kerze brennt, solange der Verstorbene im Hause weilt. Sie ist nicht nur Symbol für seine Seele, die weiterlebt, sondern auch für Hoffnung und Abschied.

Tod gehört zum Leben dazu

In Simmern sind an Heiligabend zwei Menschen gestorben, weitere liegen im Sterben. Trotzdem gehen Ulrike Hüppchen und ihr Team gerne zur Arbeit. "Ich liebe meinen Job, bin gern auf der Arbeit und für mich ist eigentlich das Team hier auch Familie," so Hüppchen. Der Tod gehöre zum Leben dazu. Man werde geboren, um zu sterben. Manche Gäste, die zerstritten sind, würden hier auch ihren Frieden finden können, so Palliativfachkraft Martina Bast. Es gibt auch Tage, die für das Team belastend sind. Etwa, wenn mehrere Gäste an einem Tag sterben und man an seine Grenzen komme. Dafür gebe es andere Momente, in denen man auch lache, sagt Hüppchen.

"Einfach nur die Hand halten"

Viele der Gäste haben Schmerzen, sind schwer krank. Aber anders als in Krankenhäusern, bekommen sie hier Zeit und Aufmerksamkeit von den Mitarbeitenden. "Ein wichtiger Moment ist, dass man Zeit hat, dass man auch einfach nur stumm Anwesenheit gibt, einfach nur jemandem die Hand hält, ohne Worte, ohne irgendetwas zu tun", weiß Hüppchen. Das sei gerade an Weihnachten etwas ganz Besonderes.

Sterben mit einem Lächeln im Gesicht

Dieser Tag bedeute Angehörigen, Gästen und auch Mitarbeitenden viel. Für Ulrike Hüppchen ist es auch ein Tag der Dankbarkeit. "Ich habe bis jetzt in meiner Berufslaufbahn im Palliativbereich noch niemanden gesehen, der nicht mit einem Lächeln im Gesicht verstorben ist."

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