Traditionell wird der Weihnachtsbaum ja erst kurz vor dem Fest ins Haus geholt und geschmückt, beliebt ist das inzwischen auch schon während der Adventszeit. Verkauft werden die Bäume ab Anfang Dezember. Wir geben daher schon mal Antworten auf ein paar wichtige Fragen:
- Wie sind die Preise in diesem Jahr?
- Wo finde ich Weihnachtsbäume aus meiner Region?
- Wo kann ich Weihnachtsbäume selbst schlagen?
- Wie ist die Qualität der Bäume in diesem Jahr?
- Welche Bäume eignen sich als Weihnachtsbaum?
- Wie bleiben die Bäume möglichst lange frisch?
Wie sind die Preise der Weihnachtsbäume in diesem Jahr?
Der Bundesverband der Weihnachtsbaum- und Schnittgrünerzeuger hat seine Preisempfehlung in diesem Jahr um einen Euro angehoben. Die Spanne liegt nun bei 23 bis 30 Euro pro Meter Nordmanntanne. Die Erhöhung liege weniger an Witterungsschäden, sondern vielmehr am allgemeinen Kostenanstieg der Produzenten, etwa für Personal, Energie und Logistik. Erfahrungsgemäß schwankten die Preise regional, sagt Lars Zimmermann, der Vorsitzende des Verbandes in Rheinland-Pfalz. In der Regel seien Weihnachtsbäume in Großstädten teurer als auf dem Land. Jeder Betrieb kann laut Verband grundsätzlich selbst entscheiden, welcher Meterpreis verlangt wird.
Andere Arten sind günstiger als die Nordmanntanne. Bei der Blaufichte bewegt sich der Meterpreis zwischen 13 und 18 Euro und bei der Rotfichte sind 10 bis 15 Euro zu zahlen. Beide werden aber laut Zimmermann kaum noch nachgefragt. Der Anteil der Nordmanntanne liege inzwischen bei gut 90 Prozent. Das stärkste Verkaufswochenende sei traditionell der 3. Advent, so Zimmermann.
Mit Hamburgern und Pommes behangen Mann klaut Weihnachtsbaum aus Fastfood-Restaurant in Kaiserslautern
Oh, Tannenbaum, oh Tannenbaum, wie schön sind deine - Pommes. Dachte sich wohl ein Mann in Kaiserslautern und nahm einfach einen Weihnachtsbaum aus einem Fastfood-Restaurant mit.
Wo finde ich Weihnachtsbäume aus meiner Region?
Wer einen Weihnachtsbaum aus seiner Umgebung sucht, kann größere Verkaufsstellen anfahren, die oft an Super- oder Baumärkte angedockt sind. Oder er kann bei den jeweiligen Forstämtern im Land fündig werden. Beim Forstamt Rheinhessen sind die Bäume bis zu 2,50 Meter groß. So ein Exemplar kostet nach Angaben des Forstamtes dann aber mehr als 50 Euro, die Kleineren liegen bei rund 25 Euro.
Wer sich für eine heimische Tanne, Fichte oder Kiefer entscheidet, der bekomme einen Baum, der ohne Pestizide und Dünger angebaut werde. Verkauft werden die Bäume nur an bestimmten Terminen. Der Vorteil von regionalen Weihnachtsbäumen: Sie sind sehr frisch, da sie erst kurz vor dem Verkauf gefällt werden.
Wo kann ich meinen Weihnachtsbaum selbst schlagen?
Es wurde in den vergangenen Jahren immer beliebter, den Baum direkt vor Ort selbst zu schlagen. Zumal dann oft den Käufern auch Glühwein und ein Imbiss angeboten wird. Doch die Kundenwünsche seien von Region zu Region verschieden, meint Zimmermann. Manche bevorzugten das, als Erlebnis mit den Kindern, andere steuerten lieber den großen Parkplatz an.
Das Forstamt Kastellaun in Bell fängt am 6. Dezember an; dort kann man frische Bäume schlagen. Es gibt auch einen Stand für Kinder, wo sie ihren eigenen Weihnachtsschmuck basteln dürfen. Am 2. Advent geht es dann zum Beispiel auch im Stadtwald Boppard los. Und das Forstamt in Koblenz verkauft am zweiten Adventswochenende nicht nur frische Bäume aus der Region, sondern bietet einen Weihnachtsmarkt mit vielen kleinen Ausstellern an. Auch das Forstamt in Kaiserslautern bietet für einen Ausflug in den Wald gleich mehrere Termine an verschiedenen Orten an.
Wer seinen Baum selber schlagen möchte, der kann auch zu einem der Termine im Binger Wald fahren. Am Forsthaus Lauschütte in Daxweiler kann man sich einen Baum aussuchen, schlagen und mit nach Hause nehmen.
Was Forstämter bieten Hier gibt es heimische Weihnachtsbäume aus Rheinhessen
Rheinhessen hat zwar keine riesigen Waldflächen, dennoch bietet das Forstamt jedes Jahr Bäume aus heimischen Wäldern an.
Wie ist die Qualität der Weihnachtsbäume in diesem Jahr?
"Wir sind dem Wetter ausgeliefert", sagt Zimmermann mit Blick auf seine Branche. Aber in diesem Jahr gebe es perfekte Weihnachtsbäume, die lange halten. Grund sei der teils regnerische Sommer. Die Bäume seien schön und voll Wasser. Und auch der Frost der vergangenen Tage habe ihnen sehr gut getan. Es sei immer gut für Weihnachtsbäume, wenn es schon einmal Frost gegeben habe.
Die Bäume, die in Deutschland verkauft werden, stammten größtenteils aus heimischem Anbau, erklärt der Experte, der selbst einen Betrieb in Wiebelsheim im Hunsrück hat. Üblicherweise werden die künftigen Weihnachtsbäume als Setzlinge gekauft und haben dann schon die ersten Jahre hinter sich. In den Plantagen werden sie weitere rund zehn Jahre gepflegt bis sie zu etwa zwei Meter hohen Bäumen herangewachsen sind.
7.000 Lichter erhellen die Nacht Wie Kletterer den höchsten Weihnachtsbaum in Rheinland-Pfalz schmückten
In Traben-Trarbach wurde am Montag der angeblich höchste Weihnachtsbaum in Rheinland-Pfalz mit Lichtern geschmückt. Laut Tourismusinformation reisten dazu Kletterer aus Bayern an.
Welche Bäume gibt es für Weihnachten?
Mit deutlichem Abstand am beliebtesten ist die Nordmanntanne. Die Nordmanntanne hat dunkelgrüne, glänzende Nadeln und pyramidenförmig angeordnete Zweige. Ihre Nadeln sind weich und lange haltbar. Bei der Beliebtheit folgt die Blaufichte: Auch ihre Zweige wachsen so, dass sich Etagen ergeben. Eine Besonderheit der Blaufichte sind die bläulichen oder grünen Nadeln, die hart und spitz sind. Im Gegensatz zur Nordmanntanne verbreitet die Blaufichte auch einen ausgeprägten, harzigen Waldgeruch.
Wie bleiben die Christbäume möglichst lange frisch?
Nach dem Kauf sollte der Baum nach Angaben des Verbands an einem kühlen, sonnen- und windgeschützten Ort gelagert werden - und dabei bestenfalls in einem Eimer mit Wasser stehen. Denn ein etwa zwei Meter hoher Christbaum benötigt bis zu zwei Liter Wasser am Tag. Der Verband rät auch, den Baum bis kurz vor dem Aufstellen im Netz zu belassen. So behalte er seine Frische.
Kurz bevor der Weihnachtsbaum im Haus oder der Wohnung aufgestellt wird, sollte der Stamm frisch angeschnitten werden. So kann er das Wasser besser aufnehmen. Danach sollte man den Wasserstand regelmäßig überprüfen und nachfüllen. Zusätze müssen dem Verband zufolge nicht ins Wasser. Außerdem sollte der Baum nicht zu nah an einer Heizung stehen.