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SWR Kultur Forum

Im SWR Kultur Forum diskutieren wir über Gott und die Welt, über Fußball und den Erdball. Unsere Gäste kommen aus Wissenschaft, Literatur und Kultur – und manchmal auch aus der Politik.

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Stand
  • WM in Amerika - Wird das ein Fußballfest?

    Astronomische Ticket- und Flugpreise, die strengen Einreisebestimmungen der USA und eine desaströse Klimabilanz – die Fußball-WM 2026 hat im Vorfeld international nur gedämpfte Begeisterung ausgelöst. Nicht zuletzt, weil viele vermuten, dass Trump das sportliche Mega-Event vor allem dazu nutzen wird, um von seiner erfolglosen Außenpolitik abzulenken. Wird diese WM wirklich die „politischste Weltmeisterschaft der Neuzeit“, wie eine Zeitung kürzlich titelte? Wird sie vom FIFA-Marketing überlagert? Oder darf man sich auch auf ein sportliches Großereignis freuen? Norbert Lang diskutiert mit Thomas Kistner – Sport-Journalist und Redakteur der Süddeutschen Zeitung; Alina Schwermer – Journalistin; Prof. Dr. Daniel Stein –Amerikanist, Uni Siegen

  • Bafög-Reform auf dem Prüfstand – Wie viele Akademiker braucht das Land?

    Mehr Bafög für bedürftige Studierende – so steht es im Koalitionsvertrag. Aber das Vorhaben wackelt. In Zeiten allgemeiner Sparzwänge seien zusätzliche Sozialleistungen für Studierende politisch nicht vermittelbar, so Bundesforschungsministerin Dorothee Bär, CSU. Gehen dann künftig nur noch die Kinder von Wohlhabenden an die Uni? Und: brauchen wir überhaupt so viele Jungakademiker, wenn die K.I. uns das Denken abnimmt? Doris Maull diskutiert mit Prof. Dr. Zümrüt Gülbay-Peischard – Wirtschaftsrechtlerin, Hochschule Anhalt und Autorin; Katharina Rummenhöller – Vorstandsmitglied freier Zusammenschluss von Student*innenschaften, fzs; Dr. Anna-Lena Scholz – Co-Leiterin des Bildungsressorts, „DIE ZEIT“

  • Viele Zahlen, wenig Gefühl – Warum erreicht die Politik die Menschen nicht?

    Bundeskanzler Merz ist unpopulär wie nie und räumt ein, es gelinge ihm nicht, seine Politik zu vermitteln. Bürgerinnen und Bürger scheinen mit der Regierung insgesamt unzufrieden und fühlen sich inmitten von Krisen weder gehört noch mitgenommen. Derweil sammelt die AfD auf Instagram und Tiktok Applaus und Follower. Müssen die demokratischen Parteien das Volk ganz anders ansprechen? Wie gelingt das in einer zersplitterten Öffentlichkeit? Wie funktioniert politische Kommunikation heute? Bernd Lechler diskutiert mit Prof. Dr. Bernhard Pörksen – Medienwissenschaftler, Uni Tübingen; Dr. Daphne Weber – Kulturwissenschaftlerin und Kommunikationsberaterin; Prof. Dr. Harald Welzer – Sozialpsychologe und Direktor der Stiftung FuturZwei

  • Abschied von Amerika – Wird US-Kultur uncool?

    Pop, Kino, Lifestyle – die USA galten lange als Kulturexportnation Nummer eins, was auch immer über den Atlantik schwappte, war faszinierend, innovativ und ziemlich cool. Doch angesichts Trumps aggressiver Außenpolitik bröckelt dieses Image. Verliert Amerika damit auch seine kulturelle Vorbildfunktion? Wohin orientieren wir uns in Zukunft? K-Pop, Mangas, Afrobeats oder Latin Trap – blicken wir in Zukunft öfter in andere Weltregionen? Oder kommt jetzt die Rückbesinnung auf den European oder German Way of Life? Norbert Lang diskutiert mit Prof. Dr. Jessica Gienow-Hecht – Historikerin, Freie Universität Berlin; Thomas Meinecke – Autor, Musiker und DJ; Georg Seeßlen – Filmkritiker

  • Die Anti-Baby-Pille – Wie kann Verhütung gerechter werden?

    Nicht ausgeliefert zu sein und selbst darüber bestimmen zu können, ob sie einer Schwangerschaft eine Chance geben oder nicht - das war und ist für viele Frauen die Errungenschaft, die die Pille mit sich bringt. Inzwischen machen sich allerdings immer mehr Frauen Sorgen um Nebenwirkungen oder wollen einfach nicht mehr alleine für die Verhütung verantwortlich sein. Vor einigen Jahren hat das Kondom die Pille als Verhütungsmittel Nummer Eins abgelöst. Was ist dran an der Skepsis gegenüber der Pille? Was ist eigentlich aus der Pille für den Mann geworden? Und welche wirtschaftlichen und politischen Initiativen braucht es, um Verhütung gerechter zu gestalten? Eva Röder diskutiert mit Franka Frei – Journalistin und Aktivistin; Fabian Hennig – Universität Kiel; Dr. Anneliese Schwenkhagen – Gynäkologin

  • Architekt des Fantastischen – Was bleibt von Antoni Gaudí?

    Architekt Gottes, Erbauer der „Kathedrale der Armen“ und einer Gartenstadt - Gaudí hat viele Beinamen. Er plante die spektakuläre „Sagrada Familia“ in Barcelona mit dem höchsten Kirchturm der Welt. Papst Leo XIV. wird am 10. Juni 2026, zum 100. Todestag Gaudis, den Turm weihen. Gaudi baute aber auch bürgerliche Wohnhäuser aus Stein und Glas, Gips und Eisen, in organischen Formen. Er mischte Baustile, erneuerte die Keramik und Eisenschmiede, suchte nach neuen Tragwerk-Konstruktionen. Heraus kamen ganzheitliche Entwürfe, Tropfsteinhöhlen der Moderne, Gewölbe der Großstadt und UNESCO -Weltkulturerbe. War Gaudí ein anti-industrieller Fantast und Sonderling? Welche Werke und Ideen hinterlässt er? Michael Köhler diskutiert mit Kathrin Benz – Autorin, Gaudí – Biografin; Nikolaus Bernau – Architekturkritiker; Prof. Dr. Barbara Schock-Werner – Kölner Dombaumeisterin a.D.

  • Leben auf der Straße – Was hilft gegen Obdachlosigkeit?

    Kein Dach über dem Kopf, Gewalterfahrungen und jede Menge gesundheitliche Probleme – die Situation obdachloser Menschen in Deutschland ist dramatisch. Und die Zahl der Betroffenen nimmt weiter zu. Das zeigt der Wohnungslosenbericht der Bundesregierung. Dabei hat die schwarz-rote Koalition angekündigt, Obdach- und Wohnungslosigkeit bis 2030 abschaffen zu wollen. Wie realistisch ist das Ziel? Und was muss passieren, damit die Menschen ohne eigenes zuhause runterkommen von der Straße? Doris Maull diskutiert mit Sabine Bösing – GF Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe; Sebastian Klöppel – Referent für Wohnungswesen beim Deutschen Städtetag; Jürgen Schneider – Vorsitzender Verein Armutsnetzwerk
    Stichworte: Platte machen, Wohnungsmarkt, Housing First, Kommunen, Nationaler Aktionsplan Wohnungslosigkeit, sozialer Wohnungsbau, Gewalterfahrungen, Stigmatisierung, Wohnfähigkeit, Wohnungsmarkt

  • Offline, abgehängt – Brauchen wir ein Recht auf analoges Leben?

    Von E-Rezept bis Online-Banking: Die Digitalisierung hat so gut wie alle Lebensbereiche erfasst. Wer kein Smartphone hat oder es nicht bedienen kann, ist raus. Für manche Menschen ist das ein Problem, wenn sie ihr Auto nur noch am Rechner ummelden, Fahrkarten nur noch per App kaufen oder einen QR-Code scannen müssen. Senioren- und andere Organisationen reden von Digitalzwang und fordern ein Recht auf analoges Leben. Ist das überhaupt umsetzbar? Und wie kann digitale Teilhabe für alle gelingen? Marion Theis diskutiert mit Astrid Mönnikes –Initiative DigitalPakt Alter; Frederik Palmer – AWO Bundesverband; Leah Schrimpf –Bitkom

  • Zurück in die Zukunft – Rettet Kubicki die FDP?

    So bedrohlich wie jetzt sah es noch nie für die Freien Demokraten aus. Nach dem Parteitag am Wochenende in Berlin wird Wolfgang Kubicki die Partei führen. Der 74jährige gilt dann offiziell als Hoffnungsträger des Liberalismus in Deutschland. Die FDP gehörte jahrzehntelang zum Inventar des Parlamentarismus. Sie hatte die Macht, Kanzler zu machen oder zu stürzen. Heute ist die Partei auf der Suche nach sich selbst. Thomas Ihm diskutiert mit Beatrice Achterberg – Journalistin, NZZ; Friederike Haupt – Journalistin, FAZ; Prof. Dr. Michael Wehner – Landeszentrale für politische Bildung Bawü

  • Die unsterbliche Ikone - 100 Jahre Marilyn Monroe

    Platinblonde Wuschelhaare, lasziver Schlafzimmerblick und der immer etwas offene Mund – Marilyn Monroe gilt auch mehr als 60 Jahre nach ihrem Tod als der Inbegriff des Sexsymbols. Ihr Leben war geprägt von Glitzer und Glamour, von Verletzungen und Einsamkeit. Und es endete mit ihrem frühen Tod samt der anschließenden Verschwörungstheorien, wie es dazu gekommen sein könnte. Kein Star wurde und wird so oft kopiert, reproduziert und lebt in Bildern, Filmen, in Geschichten und Gerüchten weiter bis heute. Doch was für eine Künstlerin steckte hinter der Kunstfigur Marilyn Monroe? Und was genau macht sie zur dieser ewigen Ikone? Eva Röder diskutiert mit Prof. em. Dr. Elisabeth Bronfen – Anglistin, Film- und Kulturwissenschaftlerin; Sophie von Kessel – Schauspielerin; Jenni Zylka – Journalistin und Autorin

  • Digitale Diagnosen – Was bringt Online-Psychotherapie?

    Wer unter Depressionen, ADHS oder Zwangsstörungen leidet, ging früher zum Therapeuten in die Praxis. Heute klicken sich viele Betroffene stattdessen ins Internet. Dort breiten sich Anbieter wie „Mind Doc“ oder „Better Help“ immer weiter aus. Ihr Versprechen: Therapie auf Knopfdruck. Gleichzeitig wächst in den Sozialen Medien die Zahl der sogenannten Mental Health-Influencer, die Informationen zur Selbstdiagnose liefern und damit Millionen von Followern erreichen. Wie wirksam sind diese neuen Therapieformen? Doris Maull diskutiert mit Prof. Dr. Harald Baumeister – Leiter der Abteilung für Klinische Psychologie und Psychotherapie der Universität Ulm; Susanne Berwanger – Diplom-Psychologin und Vizepräsidentin des Berufsverbands Deutscher Psychologinnen und Psychologen; Thorsten Padberg –Psychotherapeut, Autor und Journalist

  • Bestseller und beste Bücher – Wer entscheidet, was wir lesen?

    Wann ist ein Buch ein gutes Buch? Wenn es gute Kritiken erhält oder Spiegel-Bestseller ist, meine Buchhändlerin es empfiehlt oder mein Lieblings-Influencer? Oder ist doch eher das Amazon-Ranking entscheidend? Ganz gleich: versprochen wird immer nur das Beste. Listen, Tipps und Rankings, analog und digital, sie alle wissen, welche Bücher Erfolg verdienen oder schon erfolgreich sind. Viele Leserinnen und Leser lassen sich gerne lenken, denn wer hat im Dschungel der Neuerscheinungen noch den Überblick? Aber klar ist auch: Bücherlisten beeinflussen, was wir kaufen und lesen. Und sie entscheiden, was eben nicht zu den Besten gehört. Wohin führt der Kampf um literarische Aufmerksamkeit? Lesen wir bald alle nur noch dasselbe? Gregor Papsch diskutiert mit Julia Schröder –Literaturkritikerin; Josua Straß – Buchhändler; Florian Valerius –Bookstagrammer

  • Babyflaute statt Kindersegen – Warum uns der Nachwuchs ausgeht

    In Deutschland kommen immer weniger Kinder zur Welt. Die Geburtenrate ist so niedrig wie noch nie seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Auch in anderen europäischen Ländern werden innerhalb eines Jahres weniger Menschen geboren als sterben.
    Warum verzichten Paare auf Nachwuchs? Wie wirkt sich das auf Wirtschaft und Gesellschaft aus? Und was müsste passieren, damit das Leben in Deutschland für Familien mit Kindern attraktiver wird? Marion Theis diskutiert mit Matthias Dantlgraber – Familienbund der Katholiken; Prof. Dr. Lisa Yashodhara Haller –
    Politikwissenschaftlerin, Hochschule Neubrandenburg; Prof. Dr. Katharina Spieß –Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung

  • Kind of Cool – 100 Jahre Miles Davis

    Er hat den Jazz mehrmals neu erfunden im Laufe seines Lebens: Der Trompeter und Bandleader kam vom Bebop zum Hardbop, erfand den Cool Jazz mit, fusionierte den Jazz mit anderen Musikrichtungen wie Rock und Pop. Er würde Musik atmen, hat er mal gesagt. Doch Miles Davis wirkte nicht nur über seine Musik, sondern auch über seinen Look, sein Auftreten, wie er sich auf der Bühne und in den Medien inszenierte. Gleichzeitig konnte er auch gnadenlos und brutal sein, andere demütigen. Er hat sich geprügelt, auch seine Frauen und daraus kein Geheimnis gemacht. Wie also umgehen mit Miles Davis und seinem Erbe? Welche wichtigen Akzente hat er hinterlassen in der Musikgeschichte und wie wirken sie bis heute? Eva Röder diskutiert mit Lukas Akintaya – Schlagzeuger, Komponist, Producer; Stefan Hentz – Journalist und Autor; Julia Neupert – SWR-Jazzredaktion

  • Europa unter Palmen – Wie sich das Kino in Cannes neu erfindet

    Die einen vermissen die großen Blockbuster, die anderen freuen sich, dass europäisches Arthouse-Kino endlich mehr Gewicht bekommt. Bei den Filmfestspielen in Cannes sind die großen Hollywood-Studios außen vor. Die anstehende Warner-Übernahme sorgt für Verunsicherung, vielleicht ist die Präsenz bei einem europäischen Festival mit vielen kritischen Journalisten auch ein zu großes Risiko. Deutschsprachige Filme sind an der Croisette dagegen sehr präsent. Eröffnen sich in Cannes Möglichkeiten für Europa, sich vom US-Kino unabhängiger zu machen? Welche Rolle spielen dabei Erzählweisen, Autorinnen und Produktionsbedingungen? Karsten Umlauf diskutiert mit Prof. Fernando Ramos Arenas – Filmwissenschaftler Universität Madrid; Lisa Bierwirth – Drehbuchautorin („Das geträumte Abenteuer“); Rüdiger Suchsland – Filmkritiker

  • Reiches Ideen – Ein Risiko für die Energiewende?

    Katherina Reiche will die deutsche Energiepolitik reformieren – aus Sicht der Wirtschaftsministerin soll der Ausbau der Erneuerbaren Energien so wirtschaftlicher und günstiger werden. Unter anderem will die CDU-Politikerin die Förderung von privaten Solaranlagen streichen. Für ihre Ideen bekommt Reiche viel Kritik. Der Vorwurf: Diese gefährdeten die Energiewende. Andere dagegen, die Netzbetreiber, aber auch Ökonomen und Unternehmerinnen begrüßen die Pläne. Welche Folgen haben Reiches Gesetzentwürfe für die Versorgungssicherheit, die Klimaziele und die Preise? Geli Hensolt diskutiert mit Leonhard Gandhi – Fraunhofer Institute for Solar Energy Systems ISE; Annika Joerges – Redakteurin bei Correctiv und Autorin für DIE ZEIT; Dr. Ursula Weidenfeld – Autorin und Journalistin

  • Opec unter Druck – Ist das Öl-Kartell am Ende?

    Die Zeiten sind vorbei, in denen die erdölexportierenden Mitglieder der Opec die weltweite Fördermenge festlegen konnten. Die Opec stabilisierte damit den Markt und konnte extreme Preisausschläge vermeiden. Das lag in ihrem Interesse, denn ein stabiler Preis und Marktanteile waren garantiert. Die iranische de facto-Blockade der Straße von Hormus hat auch die Macht der Opec entscheidend verändert. Die Vereinigten Arabischen Emirate sind ausgetreten und auf dem unsicheren globalen Energiemarkt entstehen neue Allianzen. Findet die Opec zurück zu einer gemeinsamen Strategie oder ist das Kartell am Ende? Andrea Beer diskutiert mit
    Prof. Dr. Marc Bungenberg – Jean-Monnet-Lehrstuhl für sicheres und nachhaltiges Rohstoffrecht und Rohstoffpolitik, Universität des Saarlandes; Dr. Hella Engerer –Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin; Dawud Ansari – Präsident des Shaheen Institute for Strategy and Development in Muskat/Oman, einem unabhängigen Think-Tank zur Golfregion

  • Musentempel oder Wohnzimmer – Wie sieht die Zukunft der Stadttheater aus?

    Einschneidende Sparauflagen, sinkende Besucherzahlen, aufwendige Sanierungsmaßnahmen – viele Stadttheater in Deutschland stehen vor großen Herausforderungen. Sie sollen zugleich neue Publikumsschichten ansprechen, ihre großen, teuren Gebäude auch anderen Kulturschaffenden zur Verfügung stellen und sich tagsüber als „Wohnzimmer der Stadt“ öffnen. Es gibt viele innovative Ansätze, um die Theater relevanter, zugänglicher und interessanter machen – aber dazu braucht es Mut für tiefgreifende Veränderungen. Wie kann ein Transformationsprozess gelingen? Ist die weltweit einzigartig vielfältige Stadttheater-Landschaft in Deutschland überhaupt noch zu retten? Marie-Dominique Wetzel diskutiert mit Christian Firmbach – Intendant Badisches Staatstheater Karlsruhe; Julia Wissert – Schauspielintendantin Theater Dortmund; Prof. Dr. Gernot Wolfram –Kulturwissenschaftler und Publizist

  • "Ich mach mein Ding" – Warum ist Udo Lindenberg so erfolgreich?

    In den Siebzigerjahren hat er eine völlig neue Sprache in die deutsche Rockmusik gebracht, in den Achtzigern fuhr er als deutsch-deutscher Kulturbotschafter mit dem „Sonderzug nach Pankow“, nach Abstieg und Krise in den Neunzigern hatte er 2008 sein erstes Nummer-eins-Album, und seither füllt er Stadien: Wie wurde Udo Lindenberg zur ikonischen Figur? Was sind seine Verdienste, worin besteht sein Einfluss? Und wie ernst meint er das alles? Bernd Lechler diskutiert mit Udo Dahmen – Musiker und Pop-Pädagoge; Christina Hollstein – Journalistin, NDR; Thomas Hüetlin – Journalist und Lindenberg-Biograf

  • Trump in China – Wer ist hier die Supermacht?

    Wenn Donald Trump nach Peking zu Chinas Staatschef Xi Jinping reist, dann ist das mehr als ein Staatsbesuch. Es ist das Treffen zweier Widersacher, die um die Rolle als globale Führungsmacht konkurrieren. Im Ringen um Einfluss und Hegemonie wirkten die USA zuletzt geschwächt: abhängig von chinesischen Rohstoffen, im Krieg gegen Iran ohne überzeugende Strategie. Hier Trumps atemlose Politik der schnellen Deals ohne Rücksicht auf Verluste, dort der mit Weitsicht geplante und scheinbar unaufhaltsame Aufstieg der Volksrepublik China. Wer gewinnt im Kampf der Systeme? Michael Risel diskutiert mit Dr. Josef Braml – Politikwissenschaftler; Dr. Angela Stanzel – Sinologin, Stiftung Wissenschaft und Politik; Prof. Dr. Susanne Weigelin-Schwiedrzik – Sinologin, Universität Wien

  • 70 Jahre ESC – Kann Musik uns noch vereinen?

    Ein friedlicher Wettbewerb der Musik in Europa – das war die Idee vor 70 Jahren, als der erste damals noch „Grand Prix Eurovision De La Chanson Européene“ an den Start ging. Doch zum Jubiläum des Eurovision Song Contest (ESC) würde man sich wieder ein bisschen Frieden wünschen. Nach Jahren der Proteste boykottieren fünf Länder den Eurovision Song Contest, weil sie es falsch finden, dass Israel teilnehmen darf. Kann unter diesen Vorzeichen noch eine unbeschwerte, europäische Party gefeiert werden? Was macht einen guten ESC-Song und die passende Performance aus? Und wer wird das Rennen diesmal machen? Eva Röder diskutiert mit Jan Feddersen – Journalist und ESC-Experte; Joachim Hentschel –Musikjournalist und Autor; Prof. Dr. Barbara Hornberger – Musikwissenschaftlerin Universität Wuppertal

  • Zivilgesellschaft auf dem Prüfstand – Der Streit um „Demokratie leben“

    Extremismus bekämpfen, Zusammenhalt stärken – das ist das Ziel von „Demokratie leben“, einem Förderprogramm, mit dem der Bund zivilgesellschaftliches Engagement unterstützt und um das ein heftiger Streit tobt. Denn Bundesbildungsministerin Karin Prien will „Demokratie leben“ neu aufstellen: Statt Projekten aus dem „linksliberalen Milieu“ soll das Geld künftig der „Mitte der Gesellschaft“ zugutekommen, so Prien – Vereinen, Feuerwehren, Schulen. Kritiker sprechen von einem Kahlschlag, viele von den durch die Kürzungen betroffenen Organisationen sehen sich in ihrer Existenz bedroht und fürchten, der Kampf gegen den Rechtsextremismus werde geschwächt. Die Reform von „Demokratie leben“ – schadet oder nutzt sie der Demokratie? Doris Maull diskutiert mit Prof. Dr. Sabine Achour – Professorin für Politische Bildung, FU Berlin; Dr. Reinhard Müller – Leitender Redakteur, Frankfurter Allgemeine Zeitung; Dominik Schumacher –Bundesverband Mobile Beratung

  • Vereinte Kunstnationen? – Die Biennale Venedig zwischen Kunst und Politik

    Um den russischen Pavillon bei der Kunstbiennale in Venedig gibt es seit Wochen Streit: die EU hat deswegen Subventionen gekürzt, der italienische Kulturminister will der Eröffnung aus Protest fernbleiben. Auch zum Auftritt Israels gibt es wie schon vor zwei Jahren Boykottaufrufe. Wie sind diese Debatten zu bewerten? Sind Kunst und Nationalismus noch in irgendeiner Form vereinbar? Und welche Rolle spielt das Konzept der vor einem Jahr verstorbenen Kuratorin Koyo Kouoh, die die Ausstellung unter den Titel „In Minor Keys“ (In Moll) gestellt hat? Karsten Umlauf diskutiert mit Silke Hohmann – Kunstkritikerin und Journalistin, Monopol-Magazin; Dr. Hanno Rauterberg – Kunsthistoriker und Journalist, Die Zeit; Marcus Woeller – Feuilleton-Redakteur, Die Welt

  • Krieg, Inflation, Reformstau – Wie raus aus der Schlechte-Laune-Falle?

    Die Regierung Friedrich Merz ist seit einem Jahr im Amt. Aber die selbsternannte Fortschrittskoalition von Union und SPD produziert beim Publikum vor allem Frust. Die wirtschaftliche Lage ist schlecht, die Angst vor Krieg und Inflation lähmt. Vielleicht mehr noch als in anderen Ländern. Ist dieser Pessimismus mal wieder typisch deutsch? Wie kommen wir aus der Emo-Falle wieder heraus? Claus Heinrich diskutiert mit Dr. Liane Bednarz – Juristin und Publizistin; Prof. Dr. Raj Kollmorgen – Transformationsforscher, Hochschule Zittau/Görlitz; Prof. Dr. Maren Urner – Neurowissenschaftlerin, FH Münster

  • Bauen allein reicht nicht – Warum Wohnungsnot die Demokratie gefährdet

    Als die Bundesregierung den sogenannten Bau-Turbo beschloss hagelte es Kritik am Gesetzespaket: zu wenig sozial, zu wenig ökologisch, zu ineffizient. Schon die Ampelregierung wollte die Wohnungsnot angehen, doch mehrere Jahre und Milliarden später ist dies nach wie vor ein Problem ohne reale Aussicht auf nachhaltige und schnelle Lösungen. Wohnungsnot bleibt eine soziale Frage, die auch bei den anstehenden Landtagswahlen zum Thema wird. Konzepte gibt es viele, aber warum scheitern diese seit Jahren? Ist es überhaupt sinnvoll, mehr Wohnungen zu bauen? Wie gefährlich ist die Wohnungsnot für die Demokratie? Andrea Beer diskutiert mit Peter Burk – Diplom-Ingenieur und Berater für sozialen Wohnungsbau; Dr. Yvonne Franz – Institut für Geographie und Regionalforschung der Universität Wien; Rolf Gaßmann – Vorstand des Mieterbunds Baden-Württemberg

  • Exportweltmeister ade? – Wie Deutschlands Wirtschaft wieder wachsen kann

    Die fossile Energiekrise, die Konkurrenz aus China und ein unberechenbarer US-Präsident setzen das Erfolgsmodell der deutschen Wirtschaft unter Druck. Von früheren Rekordjahren ist der einstige Exportweltmeister aktuell weit entfernt. Das gefährdet Arbeitsplätze und Wohlstand hierzulande. Ist der Trend unumkehrbar? Welche Alternativen gibt es für deutsche Unternehmen zum Absatz in China und den USA? Welche Rolle spielt der Ausbau erneuerbarer Energien? Und wie kann eine Steuerreform den Konsum und damit auch die Wirtschaft stärken? Geli Hensolt diskutiert mit Sonja Álvarez – WirtschaftsWoche; Alexander Hagelüken –Süddeutsche Zeitung; Dr. Samina Sultan – Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V.

  • Frauen auf dem Rückzug – Politik als Männersache?

    Spätestens seit dem Regierungswechsel bestimmen wieder Männer das Bild von Politik in der Öffentlichkeit: Die Fraktionschefs der Regierungsparteien, die Generalsekretäre, die engsten Berater des Bundeskanzlers, alles Männer. Im von Friedrich Merz ausgerufenen Herbst der Entscheidungen sind es Männer, die in der Mehrzahl entscheiden, wie es weitergehen soll, beispielsweise mit der gescheiterten Richterinnen-Wahl für das Bundesverfassungsgericht. Aber auch mit einer künftigen Wehrpflicht oder einzelnen Sozialleistungen. Was heißt es konkret, wenn Politik überwiegend Männersache ist? Woran liegt das? Und bleibt das jetzt so? Marie Gediehn diskutiert mit Prof. Dr. Jutta Allmendinger – Soziologin, Berlin; Mechthild Heil – CDU-Bundestagsabgeordnete, Wahlkreis Ahrweiler; Yasmine M’Barek –Journalistin (ZEIT) Autorin & Podcasterin, Köln

  • Der Anti-Trump – Ein Jahr Papst Leo XIV.

    „Ich habe keine Angst vor der Trump-Regierung“ – so reagierte Papst Leo XIV. nach einem Schlagabtausch über die Medien zum Irankrieg, den er sich mit der US-Regierung, allen voran Präsident Trump geliefert hatte. Von einem „gerechten Krieg“, wie ihn US-Vizepräsident und Katholik J.D. Vance anhand der Schriften von Augustinus hergeleitet hatte, könne keine Rede sein. Von Anfang an hat der Papst klar gemacht, dass er sich für Frieden und Verständigung in der Welt einsetzen will, aber auch in der eigenen Kirche. Doch was bedeutet das konkret? Stellt er eher die Einheit der Weltkirche in den Vordergrund oder setzt er auf Fortschritt. Und wie kann beides zusammen gehen? Eva Röder diskutiert mit Nora Bossong – Schriftstellerin und Mitglied im Zentralkomitee der deutschen Katholiken; Matthias Drobinski – Chefredakteur „Publik Forum“; Prof. Dr. Eva-Maria Faber – Theologische Hochschule Chur

  • Kita, Café, Kletterhalle – Was wird aus leerstehenden Kirchen?

    Die Kirchengemeinden in Deutschland schrumpfen. Die Gotteshäuser werden weniger genutzt. Manche Kirchen sind schon verkauft worden, denn es ist teuer, sie zu unterhalten; aus ihnen sind Galerien, Fahrradläden oder Sporthallen geworden. Andere Kirchen stehen leer; bis 2060 könnten ihre Zahl auf 15.000 steigen. Wie lassen sich Kirchenräume wiederbeleben? Wie kann man Kirchen als Kulturdenkmäler bewahren? Bleibt eine Kirche eine Kirche, auch wenn sie als Box-Arena dient? Und was macht das mit den Menschen, wenn in ihrem Wohnort die Glocken nicht mehr läuten? Marion Theis diskutiert mit Markus Hilger – Projekt „Kirchraumpiloten“; Dr. Konstantin Manthey – Kunsthistoriker, Katholische Akademie Berlin e.V.; Dr. Kerstin Menzel – Pfarrerin, Dozentin für Praktische Theologie, Universität Leipzig

  • Ehre statt Liebe – Wenn das Ja zur Heirat erzwungen wird

    Vor 20 Jahren schockierte der Mord an der Deutsch-Türkin Hatun Sürücü. Doch bis heute sind Zwangsheirat, Zwangsehen und Morde im Namen der Ehre aktuell. Beratungsstellen melden eine steigende Zahl an Hilferufen von jungen Frauen und Mädchen und die Dunkelziffer ist hoch. Wo liegen die Ursachen? Wie finden Betroffene Hilfe? Und was wurde bislang versäumt? Susanne Babila diskutiert mit Aisha Kartal (anonymisiert) – Bereichsleiterin der Beratungsstelle YASEMIN und des Wohnprojekts ROSA in Stuttgart; Dr. Ute Leidig – Staatssekretärin im baden-württembergischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration; Prof. Dr. Jan-Ilhan Kizilhan – Traumatherapeut, Orientalist, Psychologe, Leiter des Instituts für transkulturelle Gesundheitsforschung an der Dualen Hochschule in BW

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SWR