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Nicht totzukriegen – Was fasziniert uns am Vampir?
Ob Kinofilme wie „Blood and Sinners“, Remakes wie „Dracula – Die Auferstehung“ oder Serien wie „Oderbruch“ und „What we do in the Shadows“ – zahllose Regisseure und Autoren erzählen wieder Vampirgeschichten. Die Kritiker und das Publikum sind begeistert: „Blood and Sinners“ ist in 16 Kategorien für den Oscar nominiert, die ARD-Produktion „Oderbruch“ wurde über 13 Millionen Mal gestreamt. Woher kommt das Interesse an diesen blutrünstigen Gestalten? Was ist neu an den Vampirfiguren von heute? Und was erzählt die Lust am Grauen über unsere Gegenwart? Norbert Lang diskutiert mit Dana Grigorcea – Autorin; Simeon Elias Hüttel – Kulturwissenschaftler; Prof. Dr. Marcus Stiglegger – Filmwissenschaftler
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Angst vor dem Crash – Was kostet uns der Irankrieg?
Rekordpreise an den Tankstellen, nervöse Finanzmärkte – zwar hat US-Präsident Donald Trump den Öl-Schock vorübergehend abmildern können, indem er ankündigte, der Krieg im Iran sei „bald vorbei“. Doch noch gehen die Angriffe der USA und Israels weiter, ist eine Ende der Kämpfe nicht in Sicht. Unter seinem neuen Führer Mojtaba Chamenei hält der Iran die Straße von Hormus weiter besetzt. Und viele fragen sich: Wohin führt das alles – für die angeschlagene deutsche Wirtschaft, für die vom Iran attackierten Golfstaaten, für die Weltwirtschaft insgesamt? Eva Röder diskutiert mit Prof. Dr. Rüdiger Bachmann – Wirtschaftswissenschaftler Universität Michigan; Dr. Bente Scheller – Nahostexpertin Heinrich-Böll-Stiftung; Dr. Sebastian Sons – CARPO-Institut
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Allmächtig oder überschätzt – Was kann KI wirklich?
Klima retten, Autos lenken, Krebs erkennen, Urlaub buchen: Künstliche Intelligenz, so versprechen es die Tech-Konzerne, wird unser Leben bald überall begleiten, wenn nicht dominieren, und das weckt sowohl Hoffnungen als auch Ängste. Andererseits merken wir noch wenig von dieser Zukunft: Chatbots machen weiter Fehler, Firmen stellen KI-Experimente ernüchtert ein. Werden die Sprachmodelle gar nicht immer besser? Bleiben sie für sensible Bereiche unbrauchbar? Ist KI zu ressourcenhungrig, um sie sinnvoll einzusetzen? Wer profitiert vom Hype? Und was passiert, wenn die Blase platzt? Bernd Lechler diskutiert mit Prof. Dr. Holger Hoos – Lehrstuhl für Methodik der Künstlichen Intelligenz, RWTH Aachen; Prof. Dr. Rainer Mühlhoff – Professor für Ethik der Künstlichen Intelligenz, Uni Osnabrück; Prof. Dr. Katharina Zweig – Leiterin Algorithm Accountability Lab, RPTU Kaiserslautern
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Demokratie auf dem Prüfstand – Welches Signal sendet BaWü?
Mit einem Kopf-an-Kopf-Rennen von Schwarz und Grün ging es am Sonntag in die Wahlkabinen. Und Kopf an Kopf endete die Wahl, Özdemir gewinnt mit einer Nasenlänge Vorsprung vor Hagel. Und die nächste Wahl folgt auf dem Fuße. Auch in Rheinland-Pfalz spielen die Wähler Schicksal. Es bewegt sich etwas in Deutschland. Aber wie, wohin und warum? Thomas Ihm diskutiert mit
Albrecht von Lucke – Redakteur der Blätter für Deutsche und Internationale Politik; Prof. Dr. Andreas Rödder – Historiker, Universität Mainz; Eva Quadbeck, Chefredakteurin, RedaktionsNetzwerk Deutschland -
Wechsel oder weiter so? – Baden-Württemberg wählt
15 Jahre lang hat Winfried Kretschmann in Baden-Württemberg regiert. Jetzt tritt er ab und Cem Özdemir von den Grünen und CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagel konkurrieren um sein Erbe. In einer Zeit, in der die Autoindustrie ums Überleben kämpft und bei Trumpf, Bosch und BASF mehrere zehntausend Stellen gekürzt werden. Gleichzeitig kämpft die CDU um Abgrenzung zur AfD. Welche Themen werden die Wahl letztlich entscheiden? Und was bedeuten die möglichen Regierungskoalitionen für die Menschen in Baden-Württemberg? Doris Maull diskutiert mit Rüdiger Soldt – Landeskorrespondent Baden-Württemberg, FAZ; Marc Debus – Politikwissenschaftler Uni Mannheim; Filiz Kükrekol – SWR Redakteurin Landespolitik in Stuttgart
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„Und ewig schweigt das Weib“ – Was schürt Anti-Feminismus?
Ein Viertel der deutschen Bevölkerung hat ein geschlossen antifeministisches Weltbild, mehr Männer als Frauen. Vor allem Rechtsextreme wollen Frauen kleinhalten und torpedieren die Gleichstellung. Dahinter steckt die Idee, dass Männer das stärkere Geschlecht sind. Das bringt Frauen unter Druck, bremst sie aus und macht sie häufiger zu Opfern von Gewalt. Was treibt Antifeminismus an? Was heißt das für die Demokratie? Und warum machen manche Frauen gegen Frauen mobil? Marion Theis diskutiert mit Dr. Beate von Miquel – Deutscher Frauenrat; Prof. Dr. Gert Pickel – Soziologe Universität Leipzig; Tara-Louise Wittwer – Autorin und Content-Creatorin
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Rassismus in Deutschland – Wachsende Gefahr oder alter Zopf?
Rassismus ist in Deutschland weit verbreitet und ein allgegenwärtiges Problem, sagt das Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM). Eine Studie im Auftrag des Bundesinnenministeriums offenbart, dass Jobcenter, Polizei und Ausländerbehörden für viele Menschen zu "Angsträumen" geworden sind. Nimmt Rassismus zu? Was heißt das für den Alltag von Menschen anderer Herkunft, Hautfarbe oder Religion? Und was kann dagegen getan werden? Susanne Babila diskutiert mit Florence Brokowski-Shekete – Schulamtsdirektorin, Autorin und Podcasterin; Dr. Cihan Sinanoğlu – Leiter der Geschäftsstelle des Nationalen Diskriminierungs- und Rassismusmonitoring am DeZIM; Prof. Dr. Detlef Pollack –
Kultur- und Religionssoziologe -
Made in Europe – Neue Chance für die Wirtschaft?
Die Europäische Kommission will europäische Unternehmen unterstützen und plant deshalb ein neues Gesetz: Wenn Firmen Aufträge oder Zuschüsse von der EU bekommen, müssen sie in Europa produzieren. So sollen neue Jobs entstehen und faire Wettbewerbsbedingungen für alle. Sind solche Ideen die richtige Antwort auf Trumps Zollpolitik und die Neuordnung des Welthandels? Oder tut sich Europa damit keinen Gefallen? Geli Hensolt diskutiert mit Caspar Domen – Journalist, Table.Briefings; Klemens Kober – Außenwirtschaftsexperte, DIHK; Silke Wettach – freie Journalistin
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Krieg gegen Iran – Ist das Regime am Ende?
Revolutionsführer Chamenei tot, die militärische Infrastruktur geschwächt, der Rückhalt in der eigenen Bevölkerung am Schwinden – ist die selbsternannte islamische Republik am Ende? Auf die Luftangriffe reagiert der Iran mit Härte, bombardiert israelische Städte und US-Stützpunkte in Nachbarländern der Golfregion. Doch wie lange kann das Mullah-Regime dem militärischen Druck noch standhalten? Wer wird die Macht im Iran übernehmen? Wie realistisch ist die Hoffnung auf eine Revolution? Thomas Ihm diskutiert mit Prof. Dr. Gerlinde Groitl –
Politikwissenschaftlerin an der Universität Regensburg und Leiterin des Münchener Instituts für Sicherheit und Strategie, Rainer Hermann – Journalist und Autor, Dr. Michael Rimmel – Leiter des Auslandsbüros der Konrad-Adenauer Stiftung Israel -
Ohne Job – Was läuft schief am Arbeitsmarkt
Die Wirtschaft schwächelt, viele Unternehmen bauen deshalb Jobs ab. Dazu kommt die KI, die zunehmend Aufgaben übernimmt: Auch Akademiker und Akademikerinnen finden deshalb nur schwer einen Job. Anfang 2026 etwa waren 360.000 Menschen arbeitslos - trotz Uni-Abschluss. Und auch die Arbeitslosigkeit insgesamt steigt, liegt aktuell bei über 3 Millionen. Wie geht es weiter auf dem Arbeitsmarkt? Wer hat noch Chancen auf einen guten Job? Und wie passt die Entwicklung zum Fachkräftemangel in vielen Branchen? Geli Hensolt diskutiert mit Martina Musati – Vorsitzende der Geschäftsführung Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit (BA); Dr. Stefanie Seele – Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V.; Dr. Sandra Zimmermann – WifOR Institute
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Sehnsucht nach dem Tod – Wie lässt sich Suizid verhindern?
Suizid ist die häufigste Todesursache bei jungen Menschen. Zudem ist die Zahl der Suizide mit Unterstützung von Sterbehilfeorganisationen im letzten Jahr in Deutschland deutlich gestiegen. Nun schlagen die Kirchen Alarm und fordern Konsequenzen. 2020 hatte das Bundesverfassungsgericht geurteilt, dass es rechtens ist, wenn jemand „selbstbestimmt“ sterben möchte und dabei die Hilfe Dritter in Anspruch nimmt. Eine gesetzliche Regelung ist bisher nicht zustande gekommen, allerdings ist ein neuer Anlauf geplant. Außerdem soll es demnächst ein Suizid-Präventionsgesetz geben. Welche staatlichen Vorgaben braucht es? Und wie lässt sich verhindern, dass Sterben zum Geschäft wird? Marion Theis diskutiert mit Grit Kühne – Arbeitskreis Leben Baden-Württemberg; Prof. Dr. Georg Marckmann –Medizinethiker LMU München; Prof. Dr. Birgit Wagner – Spezialambulanz Suizidprävention Berlin
Wenn Sie Suizid-Gedanken haben, finden Sie hier Hilfe und Informationen:
https://suizidpraevention-bw.de/
https://www.suizidprophylaxe.de/
https://www.deutsche-depressionshilfe.de/wissen/suizidalitaet
0800 1110111 Telefonseelsorge -
Mit Hunden leben – Wie geht das?
Jeder fünfte Haushalt in Deutschland ist „auf den Hund gekommen“: 10 Mio. Hunde leben unter uns, vom winzigen Chihuahua bis zum riesigen Irisch Wolfshund. Für viele Menschen ist der Hund nicht wegzudenken, als „Bester Freund“, Tröster, Bewacher, Kamerad. Wie aber fühlt sich der Hund in menschlicher Gesellschaft: Artgerecht behandelt und befriedigt im Kontakt mit dem Menschen oder ist es eine Zwangs-Gemeinschaft, in die er sich notgedrungen begeben muss? Vor allem: Was kann man tun, damit der Hund sich möglichst wohl fühlt im Ersatzrudel mit den Menschen? Hans-Jürgen Mende diskutiert mit Jana Hoger – PETA Deutschland e.V.; Prof. i.R. Dr. Kurt Kotrschal – Biologe und Verhaltensforscher, Universität Wien; Martin Rütter – Hundetrainer und Bestseller-Autor
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Vier Jahre russischer Angriffskrieg – Wie beschädigt ist ukrainische Kultur?
Theater, Museen, Verlage, religiöse Gebäude oder historische Zentren wie in Lwiw oder Charkiw. Zehntausende Kulturgebäude, Artefakte oder kulturell bedeutende Orte sind in der Ukraine seit dem Beginn der russischen Invasion am 24.2.2022 in Schutt und Asche gelegt oder beschädigt worden. Oft wurden Menschen dabei getötet oder verletzt. Auch in den russisch besetzten Gebieten der Ukraine sind Geschichte und kulturelle Identität Ziel der Invasoren. Es werden prorussische Denkmäler errichtet oder Ausstellungen mit russischen Narrativen konzipiert die ukrainische Geschichte umdeuten. Gleichzeitig sind zahlreiche Bücher, Dokumentarfilme oder auch Comedyprogramme entstanden, Wie prägt der Krieg das kulturelle Leben? Wie ist das Verhältnis zur russischen Sprache oder Literatur? Andrea Beer diskutiert mit Olga Grjasnowa – Schriftstellerin, Professorin am Institut für Sprachkunst der Universität für angewandte Kunst, Wien; Yuriy Gurzhy – Musiker und Schriftsteller, Berlin / Charkiw; Evgenija Lopata – Kulturmanagerin, Leiterin des Lyrik-Festivals "Meridian Czernowitz Lesungen", Czernowitz
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Judith Butler – Warum ist sie so umstritten?
Wenn die US-amerikanische Philosophin Judith Butler am 24. Februar ihren 70. Geburtstag feiert, wird die intellektuelle Welt vermutlich in zwei Lager zerfallen: grenzenlose Verehrung hier, vernichtende Kritik dort. Wie immer, denn Butler polarisiert. Rechten Kulturkämpfern gilt ihre Geschlechtertheorie, mit der sie das binäre Denken in den Kategorien von Mann und Frau überwinden will, schlicht als „Gender-Ideologie“. Von links kommt der Vorwurf, Butler habe die wahren Ziele des Feminismus verraten. Zudem sei ihre Kritik an Israel antisemitisch. Was stimmt? Lohnt die Auseinandersetzung mit Butler noch? Michael Risel diskutiert mit Jan Feddersen, Journalist, „taz“; Prof. Dr. Eva Geulen – Direktorin des Leibniz-Zentrums für Literatur- und Kulturforschung Berlin; Dr. Mithu Sanyal – Autorin und Journalistin
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TikTok, Snapchat & Co – Gehören soziale Medien für Kinder verboten?
Jetzt hat sich auch noch der Bundeskanzler eingeschaltet und ein Social-Media-Verbot für Minderjährige befürwortet. Die SPD schlägt ein nach Alter abgestuftes Modell mit einem Verbot für unter 14-jährige vor; beim heute beginnenden CDU-Parteitag in Stuttgart wird ein Antrag aus Schleswig-Holstein diskutiert werden, der den Zugang zu Facebook, Instagram und TikTok erst ab 16 vorsieht. Der Grund: soziale Medien machen süchtig, konfrontieren Kinder mit überfordernden Inhalten; können Depressionen oder Essstörungen auslösen oder verstärken. Sie sind also eindeutig gefährlich – ob man diesen Gefahren allerdings mit Verboten sinnvoll begegnet, das ist nochmal eine andere Frage. Bernd Lechler diskutiert mit Elisabeth Koblitz – Journalistin und „Newsfluencerin“; Sebastian Meineck – Journalist bei der Nachrichten-Website netzpolitik.org; Dr. Isabel Brandhorst – Psychologin am Universitätsklinikum Tübingen
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Netzwerk der Mächtigen – Der Epstein-Skandal und die Folgen
Der Fall Jeffrey Epstein gilt als größter Missbrauchsskandal der jüngeren Geschichte – und seit kürzlich drei Millionen weitere Akten veröffentlicht wurden, sorgt er täglich für neue Schlagzeilen. Bill Clinton, Bill Gates, Prinz Andrew, Elon Musk und Donald Trump – unzählige Namen tauchen in den Akten auf. Aber wer war wirklich am Missbrauch minderjähriger Frauen beteiligt? Wie funktionierte das System Epstein? Werden Täter mehr geschützt als die Opfer? Und was verrät dieser Skandal über die Reichen und Mächtigen? Norbert Lang diskutiert mit Petra Blum –
Investigativreporterin; Prof. Dr. Michael Hartmann – Soziologe; Anne McElvoy –Chefredakteurin bei POLITICO -
Angst essen Reformseele auf – Was will die CDU?
Eigentlich kann sich die CDU freuen: Ihre Siegchancen bei den Landtagswahlen im März in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg sind gut. Doch im Berliner Getriebe knirscht es kräftig. Die Reformideen des Wirtschaftsflügels kommen weder bei den Bürgern noch beim sozialdemokratischen Koalitionspartner gut an. Und der um sich greifende Pessimismus könnte der AfD bei den Wahlen im Osten entscheidende Stimmen bringen. Ob da ausgerechnet der Besuch von Alt-Kanzlerin Angela Merkel beim CDU-Parteitag eine Hilfe ist? Claus Heinrich diskutiert mit Christine Dankbar – Politikchefin der Frankfurter Rundschau; Prof. Dr. Uwe Jun – Politikwissenschaftler, Uni Trier; Christoph Schwennicke – Mitglied der Chefredaktion von T-Online.de
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Der Fall Pelicot – Hat die Scham die Seite gewechselt?
Mit ihrer Autobiografie bricht Gisèle Pelicot endgültig das Schweigen. Sie erzählt darin ausführlich von ihrem Martyrium: Zehn Jahre lang hat ihr Mann sie betäubt und im Internet zur Vergewaltigung angeboten. Er und seine Mittäter wurden mittlerweile zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Doch auch nach dem Strafverfahren bleiben Fragen: Was hat dieses monströse Verbrechen mit unserem alltäglichen Geschlechterverhältnis zu tun? Gibt es bei Männern ein Umdenken, hat die Scham tatsächlich die Seite gewechselt? Und was schützt Frauen vor männlicher Gewalt? Doris Maull diskutiert mit Isabell Beer – Investigativjournalistin u.a. für den NDR; Christoph May – Männerforscher; Gründer Institut für kritische Männerforschung; Dr. Emilia Roig – Sachbuch-Autorin und Feministin
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50 Jahre Punk – Eine Revolte und ihr Erbe
1976 war das Jahr des Punk: Die Sex Pistols hatten ihren Durchbruch, die Ramones veröffentlichten ihr Debütalbum. Es war einer der heftigsten Brüche in der Popgeschichte. Woher kam Punk, in welcher Zeit und welchen Umständen wurde er sozusagen fällig – und was ist heute davon geblieben und vielleicht relevant? Bernd Lechler diskutiert mit Schorsch Kamerun – Musiker und Regisseur, Sänger der Hamburger Punkband "Die Goldenen Zitronen"; Marie Arleth Skov – Kunsthistorikerin; Benjamin Moldenhauer – Musikjournalist
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Die neue Weltordnung – Sind wir in Europa sicher?
„Under destruction“ ist der Report zur Münchener Sicherheitskonferenz überschrieben, die Botschaft ist eindeutig: die Welt, wie wir sie kannten, ist Vergangenheit. China, Russland und neuerdings auch die USA betreiben eine offen imperialistische Politik. Es gilt das Recht des Stärkeren, wer nicht gewinnt, verliert. Die Welt ordnet sich neu, ob Europa zu den Gewinnern oder Verlierern zählt, ist ungewiss. Die Nato ist beschädigt, Freiheit und Sicherheit scheinen nirgendwo mehr garantiert. Was können die rund 60 Staats- und Regierungschefs und tausend Delegierte in München ausrichten? Stehen die Zeichen auf noch mehr Eskalation, oder ist es an der Zeit, den Schaden zu begrenzen? Gregor Papsch diskutiert mit
Prof. Dr. Marina Henke – Hertie-School Berlin, Centre for International Security; Oberst a.D. Wolfgang Richter – Sicherheitsexperte; Prof. em. Dr. Christian Hacke – Politikwissenschaftler -
Narren überall – Taugt Humor (noch) als Widerstand gegen die Mächtigen?
Der Hofnarr des Mittelalters war nicht einfach zur amüsanten Belustigung der herrschenden Klasse da. Er durfte und sollte irritieren, provozieren, dem Despoten den Spiegel vorhalten. Die heutigen „Narren“ – Komikerinnen, Satiriker, Kabarettisten – sehen sich zum Teil immer noch in dieser Tradition. Was tun, wenn der Regelbruch, die Irritation, die Provokation zur Normalität wird? Wer hält hier eigentlich wem den Spiegel vor? Und was kann und soll Satire überhaupt bewirken? Eva Röder diskutiert mit Prof. Dr. Katharina Kleinen-von Königslöw – Kommunikationswissenschaftlerin an der Uni Hamburg; Lars Weisbrod – Journalist und Autor; Ella Carina Werner – Satirikerin und Mitherausgeberin der Titanic
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Gleiche Chancen für alle? – Sozialer Aufstieg wird immer schwerer
Die Kinder werden es einmal besser haben als die Eltern, wenn sie sich nur genug anstrengen: Dieses Aufstiegsversprechen erfüllt sich in Deutschland immer seltener. Im Gegenteil: Ob Menschen Karriere machen, viel Geld verdienen, sich ein Eigenheim leisten können, hängt weniger vom persönliche Einsatz, sondern mehr vom Reichtum der Eltern ab. Welche Folgen hat das für Einzelne und eine Gesellschaft? Und wie lässt sich dem entgegen wirken? Geli Hensolt diskutiert mit
Dr. Martyna Linartas – Politikwissenschaftlerin und Autorin; Dr. Maximilian Stockhausen – Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V.; Heike Göbel – Verantwortliche Redakteurin für Wirtschaftspolitik, Frankfurter Allgemeine Zeitung -
Trumps neues Gaza – Sieht so Frieden aus?
Luxuriöse Wolkenkratzer, Parkanlagen und ganz viel Tourismus – so präsentierte Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner beim Wirtschaftsforum in Davos die Zukunft von Gaza. Doch die Immobilienträume der US-Regierung haben wenig mit der Realität in dem in weiten Teilen zerstörten Küstenstreifen zu tun. Der Waffenstillstand zwischen der Hamas und Israel ist brüchig, die Terrororganisation ist nicht entwaffnet und die israelische Armee hält einen großen Teil des Gebiets besetzt. Wird Gaza je Frieden finden? Michael Risel diskutiert mit Daniel-Dylan Böhmer – Senior Editor, „WELT“; Lisa Schneider – Nahost-Redakteurin, „taz“; Dr. René Wildangel – Historiker und Autor
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Bildende Künstlerinnen – Wie wichtig sind Frauen für die Kunst?
Im Ausstellungsbetrieb und bei Auktionen rangieren sie immer noch hinter den männlichen Kollegen. Warum ist das so? Dresden und Bremen feiern jetzt die Expressionistin Paula Modersohn-Becker zum 150. Geburtstag. In London und New York gibt es dieses Jahr große Frida-Kahlo-Schauen. Sind Künstlerinnen dennoch ein Sonderfall? Ändern Gegenbeispiele nichts? Was macht Künstlerinnen wertvoll? Michael Köhler diskutiert mit Rita Kersting – Co-Direktorin Museum Ludwig Köln; Prof. Dr. Rainer Stamm – Direktor Osthaus Museum Hagen; Dr. Kia Vahland –Publizistin und Kunstkritikerin, Süddeutsche Zeitung
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Schmutzige Geschäfte – Was tun gegen Schwarzmarkt und Schwarzgeld?
Die Schattenwirtschaft floriert. 500 Milliarden Euro gehen jedes Jahr am Fiskus vorbei - das ist der höchste Stand seit mehr als zehn Jahren. Das mutmaßliche Volumen der Geldwäsche in Deutschland liegt Schätzungen zufolge jedes Jahr bei mehr als 50 Milliarden Euro. Was hilft im Kampf gegen Schwarzarbeit und illegale Geschäfte? Welchen Einfluss hat die Menge an schmutzigem Geld auf die Demokratie? Was bringt das überarbeitete Geldwäschegesetz, das am 1. März in Kraft tritt? Und was das Gesetz zur „Modernisierung und Digitalisierung der Schwarzarbeitsbekämpfung“? Geli Hensolt diskutiert mit Prof. em. Dr. Dr. h.c. mult. Friedrich Schneider – Research Institute of Banking and Finance, Johannes Kepler Universität Linz; Dr. Jacob Wende – Experte für Geldwäsche-Gesetzgebung, CEO Regpit, Technologieunternehmen zur Geldwäscheprävention; Markus Zydra –Finanzkorrespondent, Süddeutsche Zeitung
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Fünf Ringe für Deutschland – Brauchen wir Olympische Spiele?
Berlin, Hamburg, München und die Region "KölnRheinRuhr" wollen sich um die olympischen Sommerspiele bewerben – für die Jahre 2036, 2040 und 2044. Dabei wollte man diesmal nach mehreren gescheiterten Bewerbungen eigentlich einen Konkurrenzkampf in Deutschland vermeiden. Jetzt schon sind Millionen Euro in die Kampagnen geflossen. Doch welche Chancen haben die deutschen Städte überhaupt gegenüber der internationalen Konkurrenz? Nachhaltigkeit wird in allen Konzepten betont. Doch kann es umwelt- und klimafreundliche Spiele geben? Und was bringen sie am Ende wirklich? Norbert Lang diskutiert mit Prof. Dr. Wolfgang Maennig – ehemaliger Olympiasieger im Rudern und Wirtschaftswissenschaftler; Jun.-Prof. Dr. Christiana Schallhorn – Sportsoziologin; Jens Weinreich –
Sportjournalist -
Privatsache Gesundheit – Wieviel Vorsorge muss sein?
Rauchen, Ernährung, Sport: Deutschland gilt im europäischen Vergleich als Präventions-Schlusslicht. Der Staat tut zu wenig, um die Gesundheit der Bürger zu erhalten. Das Gesundheitssystem setze auf Reparatur-Medizin, sagen Forscher. Dazu kommt: Die Deutschen sind Vorsorge-Muffel, jeder vierte geht nie zu ärztlichen Gesundheits-Checks. Entsprechend hoch sind die Todesraten bei Herz-Kreislauf- oder Krebserkrankungen. Wie lässt sich das ändern? Und was bringen Maßnahmen wie höhere Tabaksteuern oder eine Zuckersteuer? Marion Theis diskutiert mit Prof. Dr. Ulrike Haug – Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie; Prof. Dr. Christine Joisten – Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention; Nadia Mussa – Techniker Krankenkasse Baden-Württemberg
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Frei zum Abschuss – Wieviel Wolf darf sein?
Der Wolfsrüde GW2672m schwebt in Lebensgefahr. Das baden-württembergische Umweltministerium will, dass er erlegt wird. Zwar darf er vorerst nicht getötet werden, ein Gericht hat einem Eilantrag von Naturschützern stattgegeben. Auf der Abschussliste steht er trotzdem. Das Tier lebt im Nordschwarzwald und kam Hunden und Menschen ziemlich nahe. So nahe, dass die Verantwortlichen Sorge hatten, es könnten sich heikle Situationen ergeben. Nun ist die Diskussion um den Wolf neu entbrannt.
Wie gefährlich ist der Wolf? Wie lässt sich das Miteinander von Mensch, Wolf und Nutztieren regeln? Und was bringt es, den Wolf ins Jagdrecht aufzunehmen? Marion Theis diskutiert mit Alexandra Ickes – NABU Baden-Württemberg; Dr. Uta Maria Jürgens – Psychologin und Umweltwissenschaftlerin; Marco Weber – Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau -
Rückkehr des Imperialismus – Und was wird aus Europa?
Russland, China, die USA: Großmächte liefern sich einen Wettlauf um politische und wirtschaftliche Einflusssphären. Die Krim, die Ukraine, Taiwan, Venezuela, Kanada, Grönland, jeder nimmt sich, was er kann. Wer Macht hat, nutzt sie, wer sie nicht hat, verliert. Die Weltordnung verändert sich dramatisch, das Wertesystem, wie wir es kannten, steht zur Disposition, wenn Amerikas Präsident sagt, er fühle sich allein der eigenen Moral verpflichtet. Was macht den neuen Imperialismus aus? Wo ist der Platz für Europa? Nostalgie sei noch keine Strategie, hat der kanadische Premier Mark Carney die Europäer gerade ermahnt. Was ist also zu tun? Gregor Papsch diskutiert mit Prof. Dr. Gerlinde Groitl – Professorin für Internationale Politik an der Universität Regensburg und Leiterin des Münchener Instituts für Sicherheit und Strategie; Prof. em. Dr. Ulrich Menzel – Politikwissenschaftler, Braunschweig; Dr. Jana Puglierin – Sicherheitsexpertin und Leiterin des Berliner Büros des European Council on Foreign Relations
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Trumps Amerika – Ist das schon Faschismus?
Wenn ein Präsident wie Donald Trump vor „Feinden im Inneren“ warnt, wenn er versucht, alle Macht im Staat auf sich zu konzentrieren, wenn er bewaffnete Truppen losschickt, um Jagd auf Einwanderer zu machen – ist der dann ein Faschist? Herrschen in den USA faschistische Verhältnisse? Sowohl an den digitalen Stammtischen als auch unter Experten wird heftig über das F-Wort diskutiert. Weltanschauung, historisches Konstrukt, politischer Kampfbegriff – was meinen wir, wenn wir von Faschismus sprechen? Erhellt oder verstellt der Begriff den Blick auf die US-amerikanische Realität? Michael Risel diskutiert mit Prof. Dr. Volker Depkat – Historiker und Amerikanist, Universität Regensburg; Armin Petschner-Multari –Gründer der Denkfabrik „TheRepublic“; Prof. Dr. Sven Reichardt – Historiker, Universität Konstanz