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SWR Kultur Forum

Im SWR Kultur Forum diskutieren wir über Gott und die Welt, über Fußball und den Erdball. Unsere Gäste kommen aus Wissenschaft, Literatur und Kultur – und manchmal auch aus der Politik.

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Stand
  • Frauen auf dem Rückzug – Politik als Männersache?

    Spätestens seit dem Regierungswechsel bestimmen wieder Männer das Bild von Politik in der Öffentlichkeit: Die Fraktionschefs der Regierungsparteien, die Generalsekretäre, die engsten Berater des Bundeskanzlers, alles Männer. Im von Friedrich Merz ausgerufenen Herbst der Entscheidungen sind es Männer, die in der Mehrzahl entscheiden, wie es weitergehen soll, beispielsweise mit der gescheiterten Richterinnen-Wahl für das Bundesverfassungsgericht. Aber auch mit einer künftigen Wehrpflicht oder einzelnen Sozialleistungen. Was heißt es konkret, wenn Politik überwiegend Männersache ist? Woran liegt das? Und bleibt das jetzt so? Marie Gediehn diskutiert mit Prof. Dr. Jutta Allmendinger – Soziologin, Berlin; Mechthild Heil – CDU-Bundestagsabgeordnete, Wahlkreis Ahrweiler; Yasmine M’Barek –Journalistin (ZEIT) Autorin & Podcasterin, Köln

  • Der Anti-Trump – Ein Jahr Papst Leo XIV.

    „Ich habe keine Angst vor der Trump-Regierung“ – so reagierte Papst Leo XIV. nach einem Schlagabtausch über die Medien zum Irankrieg, den er sich mit der US-Regierung, allen voran Präsident Trump geliefert hatte. Von einem „gerechten Krieg“, wie ihn US-Vizepräsident und Katholik J.D. Vance anhand der Schriften von Augustinus hergeleitet hatte, könne keine Rede sein. Von Anfang an hat der Papst klar gemacht, dass er sich für Frieden und Verständigung in der Welt einsetzen will, aber auch in der eigenen Kirche. Doch was bedeutet das konkret? Stellt er eher die Einheit der Weltkirche in den Vordergrund oder setzt er auf Fortschritt. Und wie kann beides zusammen gehen? Eva Röder diskutiert mit Nora Bossong – Schriftstellerin und Mitglied im Zentralkomitee der deutschen Katholiken; Matthias Drobinski – Chefredakteur „Publik Forum“; Prof. Dr. Eva-Maria Faber – Theologische Hochschule Chur

  • Kita, Café, Kletterhalle – Was wird aus leerstehenden Kirchen?

    Die Kirchengemeinden in Deutschland schrumpfen. Die Gotteshäuser werden weniger genutzt. Manche Kirchen sind schon verkauft worden, denn es ist teuer, sie zu unterhalten; aus ihnen sind Galerien, Fahrradläden oder Sporthallen geworden. Andere Kirchen stehen leer; bis 2060 könnten ihre Zahl auf 15.000 steigen. Wie lassen sich Kirchenräume wiederbeleben? Wie kann man Kirchen als Kulturdenkmäler bewahren? Bleibt eine Kirche eine Kirche, auch wenn sie als Box-Arena dient? Und was macht das mit den Menschen, wenn in ihrem Wohnort die Glocken nicht mehr läuten? Marion Theis diskutiert mit Markus Hilger – Projekt „Kirchraumpiloten“; Dr. Konstantin Manthey – Kunsthistoriker, Katholische Akademie Berlin e.V.; Dr. Kerstin Menzel – Pfarrerin, Dozentin für Praktische Theologie, Universität Leipzig

  • Ehre statt Liebe – Wenn das Ja zur Heirat erzwungen wird

    Vor 20 Jahren schockierte der Mord an der Deutsch-Türkin Hatun Sürücü. Doch bis heute sind Zwangsheirat, Zwangsehen und Morde im Namen der Ehre aktuell. Beratungsstellen melden eine steigende Zahl an Hilferufen von jungen Frauen und Mädchen und die Dunkelziffer ist hoch. Wo liegen die Ursachen? Wie finden Betroffene Hilfe? Und was wurde bislang versäumt? Susanne Babila diskutiert mit Aisha Kartal (anonymisiert) – Bereichsleiterin der Beratungsstelle YASEMIN und des Wohnprojekts ROSA in Stuttgart; Dr. Ute Leidig – Staatssekretärin im baden-württembergischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration; Prof. Dr. Jan-Ilhan Kizilhan – Traumatherapeut, Orientalist, Psychologe, Leiter des Instituts für transkulturelle Gesundheitsforschung an der Dualen Hochschule in BW

  • Wer hört die Signale? – Die Arbeiter und ihre Parteien

    Bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg haben lediglich fünf Prozent der Arbeiterinnen und Arbeiter „ihre“ Partei SPD und noch weniger Die Linke gewählt, dafür aber 37 Prozent AfD. Ist die Arbeiterschaft rechts? Oder wählen sie nur Protest? Woher kommt diese Entfremdung von den selbsternannten Arbeiterparteien? Und was können diese besser machen? Claus Heinrich diskutiert mit Prof. Dr. Christoph Butterwegge – Politikwissenschaftler, Universität Köln; Prof. Dr. Gesine Schwan – Politikwissenschaftlerin und Vorsitzende der SPD-Grundwertekommsission; Dr. Ursula Weidenfeld – Wirtschaftsjournalistin

  • Von Zuckersteuer bis Zuzahlung – Was bringt die geplante Gesundheitsreform?

    Um die Milliardendefizite bei den Krankenkassen auszugleichen, will die schwarz-rote Bundesregierung das Gesundheitssystem umbauen: U.a. sollen die beitragsfreie Familienversicherung eingedampft, die Kosten für Rezepte angehoben und die Ausgaben der Krankenkassen an die Einnahmen gekoppelt werden. Während der Ärztekammerpräsident die geplante Reform als „durchaus angemessen“ bezeichnet hat, laufen Sozialverbände und Patientenschützer dagegen Sturm. Wie sinnvoll sind die Maßnahmen im Einzelnen? Und was bedeuten Sie für unsere Gesundheitsversorgung? Doris Maull diskutiert mit Ralph Bollmann –Wirtschaftsredakteur bei der FAS; Verena Bentele – Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland e.V.; Prof. Dr. Stefan Sell – Sozialwissenschaftler, RheinAhrCampus der Hochschule Koblenz

  • Vereinskultur contra Big Business – Wie wettbewerbsfähig ist die Fußball-Bundesliga?

    Bayern München oder der SC Freiburg mögen in diesem Jahr in Europa sportlich relativ erfolgreich sein - das große Geld wird aber in England oder Spanien gemacht. Unter anderem, weil dort neue Eigentümermodelle auf dem Vormarsch sind. Vor allem Investmentfirmen aus den USA sind dabei, sich ein ganzes Netzwerk von Vereinen aufzubauen. Droht die Bundesliga, im Big Business mittelfristig abgehängt zu werden? Wie verträgt sich die Vereinskultur mit den Kapitalinteressen von Investoren? Schadet der Wettbewerb der Fankultur? Karsten Umlauf diskutiert mit Benjamin Best – Journalist WDR Sport Inside; Alina Schwermer – Journalistin und Autorin; Henning Zülch – Wirtschaftswissenschaftler, Leipzig Graduate School of Management

  • 40 Jahre nach Tschernobyl – Welche Zukunft hat die Atomkraft?

    Sie gilt als die nukleare Ur-Katastrophe: Am 26. April 1986 explodierte Block 4 im damals noch sowjetischen Kernkraftwerk Tschernobyl. Menschen starben, eine Strahlenwolke zog bis nach Europa – ein Wendepunkt. Experten sagen: Tschernobyl war der Anfang vom Ende der zivilen Nutzung der Atomkraft in Deutschland. Heute, 40 Jahre später, ist von einem nuklearen Comeback die Rede. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen stellt den deutschen Atomausstieg in Frage, nennt ihn einen „strategischen Fehler“. Warum lässt uns die Atomkraft nicht los? Was bleibt von Tschernobyl? Michael Risel diskutiert mit Christian Schwägerl –Wissenschaftsjournalist u.a. für FAZ, Spektrum und RiffReporter; Heinz Smital –Atomexperte bei Greenpeace; Dr. Anna Veronika Wendland – Technik- und Osteuropahistorikerin

  • „Not my King“ – Wozu braucht es heute noch Monarchien?

    Unerlaubter Sex, Amtsmissbrauch, Geheimnisverrat: Der Epstein-Skandal bringt die britische Monarchie ins Wanken. Aber auch die Königshäuser in Norwegen oder Spanien machen und machten durch Affären von sich reden. Die Königinnen und Könige haben kaum politische Macht und kosten die Steuerzahler viel Geld. Sind die Royals das wert? Wozu brauchen Demokratien überhaupt Könige und Fürsten? Und was, wenn es sie nicht mehr gäbe? Marion Theis diskutiert mit Prof. Dr. Luc Heuschling – Staatsrechtler, Universität Luxemburg; PD Dr. Karina Urbach –Historikerin, Autorin, University of London; Prof. Dr. Reimut Zohlnhöfer –Politikwissenschaftler, Universität Heidelberg

  • Geheimbund oder Staatsverschwörer – Wer waren die Illuminaten?

    Spätestens mit Dan Browns Vatikan-Thriller haben es die „Illuminati“ zu zweifelhafter Berühmtheit gebracht, wer bei Youtube nach den Illuminaten sucht, wird Zeuge einer gigantischen Weltverschwörung, bei der angeblich die „Erleuchteten“ bis heute ihre Finger im Spiel haben: Französische Revolution, Zweiter Weltkrieg, 9/11, Corona-Pandemie. Das alles soll der geheimnisumwitterte Orden aus dem 18. Jahrhundert angezettelt haben. Aber über wen und was reden wir da eigentlich? 1776 ist der Orden der Illuminaten gegründet worden, rund zehn Jahre später war es mit ihm auch schon wieder vorbei. Wie erklärt sich also der gewaltige Nachhall bis heute? Worum ging es den Illuminaten, und warum sind 250 Jahre nach ihrem kurzen Auftritt in der Weltgeschichte die Fake-Erzählungen nicht aus der Welt zu kriegen? Gregor Papsch diskutiert mit Prof. Dr. Marian Füssel – Historiker, Universität Göttingen; Dr. Markus Meumann – Leiter der Arbeitsstelle Illuminatenforschung, Universität Erfurt; Prof. Dr. Stefanie Stockhorst – Literaturwissenschaftlerin, Universität Potsdam

  • Popstars auf der Leinwand – Warum sind Musik-Biopics so erfolgreich?

    In einer Woche startet „Michael“ in den Kinos, die Filmbiografie von Michael Jackson. Bruce Springsteen, Bob Dylan, Robbie Williams, Amy Winehouse, Leonard Bernstein waren kürzlich erst dran: Seit dem Erfolg von „Bohemian Rhapsody“ über Queen und Freddie Mercury sind Musik-Biopics enorm beliebt. Wie funktionieren diese Filme? Haben sie dokumentarischen Wert, erzählen sie authentisch ein Stück Geschichte – oder doch nur unterhaltsame Stories, mit denen ein Musikkatalog vermarktet wird? Und werden uns die Popstars bald genauso nerven wie vor ihnen die Superhelden? Bernd Lechler diskutiert mit Dr. Laura Niebling –Medienwissenschaftlerin, Uni Regensburg; Wolfgang M. Schmitt – Filmkritiker; Jenni Zylka –Kulturjournalistin

  • Auf den Spuren der Vorfahren – Was macht die Ahnenforschung attraktiv?

    Wer war mein Ur-Opa wirklich? Wie haben die Großeltern meiner Großeltern gelebt? Immer mehr Menschen, vor allem Jüngere, interessieren sich für ihre familiäre Herkunft. Ahnenforschungsvereine und Plattformen boomen. Was bringt jemanden dazu, das Leben und Wirken seiner Vorfahren zu ergründen? Auf welche Hindernisse stoßen die Betreffenden bei ihrer Suche? Und: Was sagt das Interesse an der Ahnenforschung über die Bedeutung von Identität im Hier und Jetzt? Doris Maull diskutiert mit Andrea Bentschneider – Genealogin und Gründerin der Forschungsagentur „Beyond History“; Henning Sußebach – Autor und ZEIT-Journalist; Alexander Alberts-Dakash – DNA-Detektiv

  • Provokant und subversiv – Hat Rock'n Roll die Welt verändert?

    Im Frühjahr 1956 schockierte der Hüftschwung von Elvis Presley das konservative Amerika – und elektrisierte die Jugend. Es folgte der Siegeszug eines Stils, der die populäre Musik über Jahrzehnte prägte und der Jugendliche - Teenager - als neue Zielgruppe etablierte. Wie entstand aus Rhythm & Blues, Gospel und Country dieser neue Sound? Warum war Mitte der Fünfzigerjahre die Zeit reif dafür? Wie reagierte Nachkriegsdeutschland auf die Welle aus Amerika? Und was ist heute davon übrig? Bernd Lechler diskutiert mit Mathias Häußler – Historiker, Universität Regensburg; Bodo Mrozek – Historiker am Berliner Kolleg Kalter Krieg des Instituts für Zeitgeschichte München-Berlin; Jenni Zylka – Kulturjournalistin

  • Schicksalswahl in Budapest – Wohin steuert Ungarn?

    Seit 16 Jahren hat Ministerpräsident Viktor Orbán die Macht in Ungarn fest im Griff. In dieser Zeit hat er ein autoritäres Regierungssystem aufgebaut, das er selbst „illiberale Demokratie“ nennt. Gegen Migration, für Heimat, Familie, Christentum – Orbáns nationalistischer Kurs hat Ungarn zum Sehnsuchtsort der globalen Rechten gemacht. Sein Herausforderer bei der Wahl am 12. April, Péter Magyar, will Schluss machen mit dem „Orbánismus“, das Land von Korruption befreien und fest in Europa verankern. Von einer historischen Abstimmung ist die Rede, bei der sich nicht nur die Zukunft Ungarns, sondern auch das Schicksal der EU entscheidet. Michael Risel diskutiert mit Dr. Kai-Olaf Lang – Stiftung Wissenschaft und Politik; Prof. em. Dr. Werner Patzelt – Politikwissenschaftler; Dr. Petra Thorbrietz – freie Journalistin und Autorin

  • Der Kulturverkämpfer – Hat Wolfram Weimer einen Plan?

    Wolfram Weimer polarisiert. Er sorgt für Aufruhr in der Filmszene, dann bei den Buchhandlungen, der Hauptstadtkultur und nun auch noch bei zentralen Gedenkorten: Buchenwaldverbände wollen seinen Auftritt bei einer Gedenkveranstaltung verhindern. Viele halten den Kulturstaatsminister für überfordert, andere unterstellen ihm den Willen zum Kulturkampf. Welche Konflikte zwischen Kultur und Staat sind in den letzten Wochen aufgebrochen, könnte die Auseinandersetzung die politische Kultur verändern und wo wären Ansätze für eine echte Richtungsdebatte, möglicherweise nach Wolfram Weimer? Karsten Umlauf diskutiert mit Christoph Bartmann – Germanist und Autor; Janika Gelinek – Leiterin Literaturhaus Berlin; Jürgen Kaube – Feuilletonchef FAZ

  • Putzen für die Seele? – Was Großreinemachen bewirken kann

    Der Frühjahrsputz steht an. Nach der Heizperiode verausgabt sich mehr als der Hälfte der Deutschen beim Wischen, Schrubben und Saugen. Im Internet schauen Millionen Menschen anderen beim Putzen zu. Psychologen behaupten, dass sich Großreinemachen positiv auf die mentale Gesundheit auswirkt. Dabei stehen diejenigen, die von Berufs wegen putzen, in der gesellschaftlichen Rangordnung ganz unten. Ist Putzen Plackerei, Therapie oder Wellness? Welche Rolle spielen Reinigungsrituale im Frühling? Und warum putzen die Saarländer am wenigsten? Marion Theis diskutiert mit Jens Lönneker – Psychologe; Stefania Pitscheider Soraperra – Frauenmuseum Hittisau; Linda Thomas – Raumpflegerin, Autorin

  • Ende der Eskalation – Was taugt die Waffenruhe in Nahost?

    USA und Iran haben sich auf eine zweiwöchige Waffenruhe geeinigt. Die Straße von Hormus soll für den Schiffsverkehr geöffnet werden. Über ein endgültiges Abkommen zur Beilegung des Konflikts wird jetzt verhandelt. Mit welchen Aussichten auf Erfolg? Thomas Ihm diskutiert mit
    Jörg Lau – Außenpolitischer Korrespondent „Die Zeit“; Christoph von Marschall –
    Diplomatischer Korrespondent der Chefredaktion beim Berliner Tagesspiegel; Karin Senz – ehemalige ARD-Korrespondentin im Iran

  • Nahrungsergänzungsmittel – Notwendig oder überflüssig?

    Fast jede und jeder Deutsche hat schon Vitaminpillen, Kollagenkapseln oder Proteinpulver geschluckt, meist aus gesundheitlichen Gründen. Dabei sind Nahrungsergänzungen keine Arznei, sondern Lebensmittel. Es gibt sie überall im Handel, oft auch online. Nahrungsergänzungsmittel werden massiv in den sozialen Medien beworben. Sie versprechen, uns fitter zu machen. Sie sollen dafür sorgen, dass wir uns gesünder fühlen und besser aussehen. – Doch können die Substanzen das? Sabine Schütze diskutiert mit Dr. Georg Abel – Ernährungswissenschaftler, Sportler und Influencer, Hannover; Angela Clausen – Teamleiterin Lebensmittel im Gesundheitsmarkt bei der Verbraucherzentrale NRW e.V.; Dr. Anke Weißenborn –Ernährungswissenschaftlerin am Bundesinstitut für Risikobewertung, Berlin

  • Sparkurs bei Geflüchteten – Was darf Integration kosten?

    Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hat angekündigt, freiwillige Integrationskurse für Geflüchtete ohne Bleibeperspektive zu streichen. Aus Geldmangel, wie es heißt. Betroffene und beteiligte Institutionen laufen dagegen Sturm. Und erinnern an den Koalitionsvertrag der schwarz-roten Bundesregierung, in dem es heißt: „Wir wollen Integration ermöglichen“. Wie berechtigt ist der Protest? Wo stehen wir in Sachen Integration in Deutschland? Doris Maull diskutiert mit Ricarda Breyton – „Die WELT“; Dr. Niklas Harder – Deutsches Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung; Prof. Dr. Yuliya Kosyakova – Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung

  • 70 Jahre BND – Welche Spione braucht Deutschland?

    Die Geschichte des BND ist schillernd und nicht immer ruhmreich. Mit dem Umzug von Pullach nach Berlin, dem Fall der Mauer und aktuell den Kriegen und Krisen dieser Welt, änderte sich auch der Auslandsgeheimdienst. Die geopolitische Lage stellt den BND vor Fragen, die für den Wohlstand und die Sicherheit unseres Landes überlebenswichtig sind. Aber ist der Dienst dafür geeignet? Wie passen Rechtstaat und Spionage zusammen? Und weiß die Politik, was Spione brauchen? Thomas Ihm diskutiert mit Dirk Banse – Journalist, Die Welt; Prof. Dr. Sophia Hoffmann – Politikwissenschaftlerin, Universität Erfurt; Prof. Dr. Wolfgang Krieger – Historiker, Universität Marburg

  • 50 Jahre Apple – Der Mythos vom guten Tech-Giganten

    Am 1. April 1976 gründeten zwei Computernerds in Palo Alto in Kalifornien eine Firma, die zunächst nicht allzu große Erfolgsaussichten hatte. Aber dann zum wertvollsten Tech-Unternehmen der Welt aufstieg. Apple hat den Alltag von vielen Menschen verändert. Das hat viel mit der Person Steve Jobs zu tun und seiner Idee, dass technische Geräte nicht nur innovativ sondern auch „cool“ sein können. Wie hat das Unternehmen unsere Art zu kommunizieren oder auch Musik zu hören geprägt? Was hat Computerdesign mit Spiritualität zu tun? Und wie weit kommt man heute im Silicon Valley noch mit dem firmeneigenen Motto „Think different“? Karsten Umlauf diskutiert mit Richard Gutjahr – Journalist; Lisa Hegemann – Journalistin, Die ZEIT ; Prof. Bernhard Pörksen – Medienwissenschaftler, Uni Tübingen

  • Orban gegen Magyar – Ungarn vor der Parlamentswahl

    Sie gilt als Schicksalswahl für Ungarn – und die EU: Am 12. April wählt Ungarn ein neues Parlament und zum ersten Mal seit 16 Jahren muss Regierungschef Viktor Orban um seine Wiederwahl bangen. Denn der Herausforderer und Politik-Neuling Peter Magyar liegt in vielen Umfragen klar vorn. Sein Erfolgsrezept: Kritik an der grassierenden Korruption, ein Pro-Europa-Kurs und viel Optimismus. Norbert Lang diskutiert mit Prof. Dr. Ellen Bos – Politikwissenschaftlerin; Gerhard Papke – Präsident der Deutsch-Ungarischen Gesellschaft; Keno Verseck – Journalist

  • Am fossilen Tropf? – Was bedeutet der Nahost-Krieg für unsere Energieversorgung?

    Die Preise für Öl und Gas explodieren – die Folgen bekommen wir in Deutschland seit Kriegsbeginn nicht nur an der Tankstelle zu spüren. Der Preisschub könnte auch den lang ersehnten wirtschaftlichen Aufschwung stoppen. Wie teuer wird die Energieversorgung angesichts der Eskalation im Nahen Osten? Und was bedeutet das für Verbraucher und Unternehmen? Wie stellen wir sicher, dass wir genug Öl und Gas haben – auch im kommenden Winter? Und was muss langfristig passieren, damit Deutschland unabhängiger wird von fossilen Energie-Importen? Geli Hensolt diskutiert mit Steffen Kawohl – Referent für den Fachbereich Energie, Deutscher Mittelstands-Bund (DMB) e.V.; Petra Pinzler – Autorin „Die Zeit“; Daniel G. Wetzel –
    Wirtschaftsredakteur, Welt-Gruppe

  • Der Vielbegabte – Zum Tod von Alexander Kluge

    Filmemacher, Philosoph, Schriftsteller – kaum ein anderer Intellektueller hat die Bundesrepublik seit 1945 mehr geprägt als Alexander Kluge. In den Sechzigerjahren wurde er als einer der einflussreichsten Vertreter des Neuen Deutschen Films bekannt, als Autor gehört er zum Kreis der „Gruppe 47“. Getrieben von einer grenzenlosen Neugier war er zugleich Meister der freien Assoziation wie der messerscharfen Gesellschaftsanalyse. Jetzt ist Alexander Kluge im Alter von 94 Jahren gestorben. Gregor Papsch diskutiert mit Andreas Ammer – Journalist und Hörspiel-Autor; Iris Radisch – Literaturkritikerin, DIE ZEIT; Rüdiger Suchsland – Filmkritiker und Regisseur

  • Tatort Politik – Was Gewalt mit Politikerinnen und Politikern macht

    Der CDU-Politiker Walter Lübcke wird in Kassel ermordet, die parteilose Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker mit einem Messer schwer verletzt, der SPD-Wahlkämpfer Matthias Ecke in Dresden brutal zusammengeschlagen. Extreme Einzelfälle, sicher. Aber Angriffe gegen Politikerinnen und Politiker gehören inzwischen zum Alltag in Deutschland, sie reichen von Hass und Hetze im Netz bis hin zur offenen Gewalt. Tendenz steigend. Was ist da passiert in den letzten Jahren? Und wann ist das gekippt? Was machen Gewalterfahrungen mit den Opfern, den vielen politisch engagierten Menschen, die eine Demokratie braucht? Und wie kommen wir zurück zu einem respektvollen Miteinander? Gregor Papsch diskutiert mit Dr. Christopher Dowe – Historiker und Leiter der Ausstellungsorte im Haus der Geschichte Baden-Württemberg; Dr. Farina Rühs – Psychologin, Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen; Jonas Weber – Abgeordneter der SPD-Fraktion im baden-württembergischen Landtag

  • Der Fall Fernandes - Was tun gegen Deepfakes?

    Nacktbilder und Fake-Sex-Videos im Netz, gegen ihren Willen: Die Schauspielerin Collien Fernandes hat Anzeige erstattet, wegen „Virtueller Vergewaltigung“. Wenn ihre Vorwürfe stimmen, ist sie ein Opfer unter Tausenden. Ein Foto, KI-Software und ein paar Klicks genügen, um eine pornografische Illusion mit echten Gesichtszügen zu kreieren und zu verbreiten. Die Täter sind dreist, die Regeln lax, wenn es um sexualisierte Deepfakes geht. Wie lässt sich der bildbasierte Missbrauch im Internet stoppen? Und was muss sich im Verhältnis zwischen Frauen und Männern ändern?
    Marion Theis diskutiert mit Maria Pawelec – Politikwissenschaftlerin, Universität Tübingen; Dr. Dag Schölper – Bundesforum Männer; Dipl. Jur. Jacqueline Sittig –Expertin für bildbasierte sexualisierte Gewalt

  • Reformen oder Agonie? – Nach der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz

    Die Wähler entscheiden nicht nur über den Landtag in Mainz, sondern auch die Stimmung in Berlin. Die voraussagbar schlechte Laune beim Wahlverlierer wird die Stimmung in der Berliner Regierungskoalition auf eine harte Probe stellen. Aber für Wundenlecken fehlt die Zeit. Das Land braucht dringend Reformen, auch damit die Wahlen im Osten im September nicht zum Offenbarungseid werden – zumindest für die gemäßigten Parteien. Claus Heinrich diskutiert mit Anna Lehmann – Leiterin der Parlamentsredaktion der taz; Dirk Rodenkirch – SWR Landespolitik Rheinland-Pfalz; Prof. Dr. Wolfgang Schroeder – Politikwissenschaftler, Uni Kassel

  • Zugriff durch die Hintertür – Wie stark wird die AfD in den Betrieben?

    Die Wirtschaftskrise macht den Beschäftigen in den Unternehmen zu schaffen. Rechte Netzwerke greifen die Zukunftsängste der Mitarbeitenden gezielt auf und versuchen, sie für ihre Zwecke zu nutzen. Bei den aktuell laufenden Betriebsratswahlen werben sie um Stimmen, teilweise mit Unterstützung der AfD. Zugleich wählen immer mehr Arbeiten die AfD, zuletzt bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg. Was bedeutet das für die einstige Arbeiterpartei SPD? Und für Gewerkschaften wie die IG Metall? Und wie erfolgreich sind die Strategien rechter Netzwerke in den Betrieben? Geli Hensolt diskutiert mit Klaus Dörre – Soziologe; Rainer Hank – Journalist; Daphne Weber – Expertin für rechte Gewerkschaftsarbeit

  • Entscheidung auf den letzten Metern – Rheinland-Pfalz wählt

    Auch in Rheinland-Pfalz galt es lange als sicher, dass die CDU nach mehr als 30 Jahren die Führung des Landes von der SPD übernehmen wird. Jetzt zeichnet sich doch wieder ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem seit anderthalb Jahren amtierenden Ministerpräsidenten Alexander Schweitzer und seinem Herausforderer Gordon Schnieder von der CDU ab. Doch welche Themen werden die Wahl entscheiden? Welche Rolle spielt die AfD im Land? Und was bedeutet das alles am Ende für die Menschen in Rheinland-Pfalz? Eva Röder diskutiert mit Christian Buttkereit – SWR-Landtagskorrespondent Rheinland-Pfalz; Dr. Anna-Sophie Heinze – Politikwissenschaftlerin Universität Trier; Timo Steppat – Landeskorrespondent Rheinland-Pfalz, FAZ

  • Im Bücher-Biotop – Ist der Buchhandel schutzbedürftig?

    Der Streit um den abgesagten Buchhandlungspreis, der von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer vergeben werden sollte, wirft auch Fragen nach Kulturförderung auf. Wird dieser Preises benötigt? Genießt die Buchbranche Sonderrechte? Sind staatliche Kulturpreise sinnvoll? Ist sofort Schaden für die Demokratie zu befürchten, wenn nicht subventioniert wird? Macht sich die Kultur zunehmend davon abhängig? Michael Köhler diskutiert mit Marc Reichwein – Redakteur Literarische Welt, WELT; Josua Straß – Inhaber Buchhandlung Eulennest, Baden-Baden; Martina Tittel – Vors. Landesverband Berlin-Brandenburg im Börsenverein des Deutschen Buchhandels

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SWR