Podcast

SWR Kultur Forum

Im SWR Kultur Forum diskutieren wir über Gott und die Welt, über Fußball und den Erdball. Unsere Gäste kommen aus Wissenschaft, Literatur und Kultur – und manchmal auch aus der Politik.

Teilen

Stand
  • Migrationsquote in der Schule – Lösungsansatz oder Ablenkungsmanöver?

    Vor allem in Großstädten gibt es Schulklassen, in denen die Mehrzahl der Kinder einen Migrationshintergrund hat. Unterschiedliche Sprachniveaus sorgen teilweise für Frust bei Lehrern, Schülern und Eltern. Bundesbildungsministerin Prien (CDU) hält eine Obergrenze für Kinder mit Einwanderungsgeschichte für „ein denkbares Modell“. Kann eine solche Quote das Lernen fördern? Welche Folgen hätte sie für die Kinder, die die Schule wechseln müssten? Und welche alternativen Lösungen gibt es, um besseren Unterricht für Alle zu ermöglichen? Doris Maull diskutiert mit Dr. Andreas Schleicher – Direktor für Bildung und Kompetenzen bei der OECD; Heike Schmoll – Bildungsredakteurin bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung; Monika Stein – Landesvorsitzende der GEW Baden-Württemberg

  • Do-it-yourself – Wenn der Baumarkt zum Sehnsuchtsort wird

    Die Axt im Haus ersetzt den Zimmermann – das war gestern. Heimwerkermärkte quellen über, was Werkzeuge und Materialien angeht. Längst wird nicht nur repariert. Die Werkstatt wird zum Kreativort. Aus alten Möbeln werden moderne Möbel, aus neuen Möbeln individuelle. Im Fernsehen boomen Sendungen zum Selbermachen. Und das Internet ist voller Ratschläge für jedes noch so knifflige Problem. Und dass all das nachhaltig ist und Spaß machen kann, kommt noch hinzu. Ist Do-it-yourself nur rein Hobby oder mehr? Thomas Ihm diskutiert mit Alexander Johnson – Influencer; PD Dr. Jonathan Voges – Historiker; Dr. Corinna Vosse – Kulturwissenschaftlerin

  • Klimastreit in der EU – Bröckelt der Green Deal?

    Klimaschutz ist in ganz Europa kein Thema mehr, mit dem man Wahlen gewinnen kann. Anderes scheint jetzt wichtiger: Aufrüstung etwa, um sich vor einem aggressiven Russland zu schützen oder auch Erleichterungen für die Industrie, damit der Wirtschaftsmotor nicht noch mehr stottert. Dafür werden bereits beschlossene Maßnahmen aufgeweicht oder auch ganz in Frage gestellt. Beginnt der Abschied von ambitionierter Klimapolitik in der EU - und in Deutschland? Lässt sich das noch ändern? Susanne Henn diskutiert mit Dr. Oliver Geden – Stiftung Wissenschaft und Politik; Carla Reemtsma, Fridays For Future; Dr. Carsten Rolle – Bundesverband der Deutschen Industrie e.V.

  • Prophet der Befreiung – Wer war Frantz Fanon?

    „Es ist nahezu unmöglich, unversehrt aus der Lektüre Fanons hervorzugehen. Es ist schwer ihn zu lesen, ohne berührt zu werden.“ Das schreibt der kamerunische Philosoph Achille Mbembe über Frantz Fanon – Psychiater, Aktivist, Autor des antikolonialen Manifests „Die Verdammten dieser Erde“. Bewundert für die Wucht seiner Sprache, die Radikalität seines Denkens, gefürchtet wegen seines Aufrufs zum gewaltsamen Widerstand: auch heute, kurz vor seinem 100. Geburtstag, bleibt der jung verstorbene Fanon eine widersprüchliche Figur. Revolutionär, Humanist, Apologet der Gewalt – wer war Frantz Fanon? Michael Risel diskutiert mit Prof. Dr. Andreas Eckert – Afrikawissenschaftler, Humboldt-Universität zu Berlin; Caroline Fetscher – Publizistin, Berlin; Prof. Dr. Claus Leggewie – Politikwissenschaftler, Universität Gießen

  • Diskretion, nein danke – Wo bleibt die Privatsphäre?

    Früher hat man sich zum Telefonieren zurückgezogen. Heute sind lautgestellte Videochats gang und gäbe, egal wie intim, ob im Zug oder im Supermarkt. Influencer weinen öffentlich, wer krank ist offenbart sich und seine Gefühle auf Social Media. Wie öffentlich wird das Private? Und wohin verschwinden Takt- und Schamgefühl? Marion Theis diskutiert mit Dr. Johanna Börsting – Sozial- und Medienpsychologin; Prof. Dr. André Kieserling – Soziologe; Prof. Dr. Anne Siegetsleitner, Philosophin

  • 30 Jahre nach Srebrenica – Wie stabil ist Bosnien und Herzegowina?

    Am 11. Juli 1995 begann der serbische Völkermord an mehr als 8300 bosniakischen Jungen und Männern rund um die Kleinstadt Srebrenica. Die serbische Seite leugnet den Genozid bis heute, was eine Aufarbeitung und Strafverfolgung erheblich behindert. Wenige Monate nach dem Völkermord endete der Bosnienkrieg mit dem Friedensvertrag von Dayton. Dieser sollte dem Land eine ausgewogene ethnische Struktur geben, führte jedoch zu lähmender Blockadepolitik. Wie leben die Menschen heute zusammen? Wie stabil ist Bosnien und Herzegowina angesichts serbischer Spaltungspolitik? Andrea Beer diskutiert mit Aida Cerkez – Investigativjournalistin Sarajewo; Prof. Dr. Vahidin Preljević – Literatur- und Kulturwissenschaftler, Universität Sarajewo; Tanja Topić – Journalistin aus Banja Luka

  • Superschlau und unterfordert – Was brauchen hochbegabte Kinder?

    In fast jedem Klassenzimmer sitzt ein Kind mit Hochbegabung. Doch oft bleibt diese unerkannt. Besonders begabte Kinder sind dann oft unterfordert, langweilen sich und werden verhaltensauffällig. Das Klischee vom superschlauen Sonderling verstärkt ihren Leidensdruck. Was ist dran am Bild vom kleinen Genie – sind hochbegabte Kinder wirklich schlauer als andere? Wie lässt sich eine Hochbegabung erkennen und fördern? Lukas Meyer-Blankenburg diskutiert mit Prof. Dr. Tanja Baudson - Psychologin, Charlotte-Fresenius-Uni Wiesbaden, Mitglied im Netzwerk hochbegabter Menschen „Mensa“, Ira Lemm - Deutsche Gesellschaft für das hochbegabte Kind in Rheinland-Pfalz, Prof. Dr. Julia Schiefer - Psychologin, Tübinger Institut für Hochbegabung

  • Philosoph und Kriegsherr – Wer war Marc Aurel?

    Er war ein brutaler Feldherr, der Gebiete verwüsten und Gefangene hinrichten ließ. Gleichzeitig beschäftigt er sich mit der Philosophie der Stoa, schrieb Texte über Seelenruhe und Vergänglichkeit. Seine „Selbstbetrachtungen“ machten ihn weltberühmt. In Trier geht jetzt eine Landesausstellung dem Mythos des römischen Kaisers Marc Aurel auf den Grund: War er wirklich der „gute Herrscher“, als der er bis heute gilt? Marie-Christine Werner diskutiert mit Dr. Alexander Bätz – Althistoriker, Universität Konstanz; Dr. Marcus Reuter – Direktor des rheinischen Landesmuseums in Trier; Jula Wildberger – Professor Emerita of Classics an der American University of Paris und Expertin für Stoizismus

  • Fight the power – Wie viel Protest braucht die Popmusik?

    Pop kann den Zusammenhalt stärken, Menschen mobilisieren, gegen Unterdrückung aufzustehen. Von "Where have all the flowers gone" von Pete Seeger, "Macht kaputt, was euch kaputt macht" von Ton Steine Scherben bis hin zu "Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt" von Danger Dan – jede Generation hat ihre eigenen Protestsongs. Aktuell sorgt ein Auftritt der Rapformation Bob Vylan, bei dem sie den Tod israelischer Soldaten fordert, für Debatten: Wie weit darf musikalischer Widerstand gehen? Und kann Protest im Pop heute noch wirklich glaubwürdig sein, wenn Vermarktung ein so entscheidender Teil der DNA des Pop ist? Eva Röder diskutiert mit Jakob Biazza – Süddeutsche Zeitung; Prof. Dr. Marcus S. Kleiner – Medien- und Kommunikationswissenschaftler; Jenni Zylka – Journalistin und Autorin

  • Kommt jetzt der Zoll-Deal? EU und USA verhandeln im Handelsstreit

    Am 9. Juli läuft die 90-Tage-Frist für die geplanten US-Zölle aus: Bis dahin haben viele Länder noch Zeit, ein Handelsabkommen mit den USA zu schließen. Klappt das nicht, drohen hohe Zölle. Auf Waren aus der EU will Trump beispielsweise 50 Prozent verhängen. Wie wahrscheinlich ist es, dass ein Deal gelingt? Und welche Strategie ist am erfolgreichsten? Härte zeigen wie China und zurückschlagen? Oder lieber Zugeständnisse machen? Und was, bedeutet es für die EU und den Welthandel, wenn die Verhandlungen scheitern? Geli Hensolt diskutiert mit Prof. Dr. Reint E. Gropp – Präsident des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle; Hannes Koch – freier Wirtschaftskorrespondent; Sonja Álvarez Sobreviela – WirtschaftsWoche

  • Schwerter statt Pflugscharen – Was bedeutet Pazifismus heute?

    Die NATO rüstet auf, der deutsche Verteidigungsminister will das Land „kriegstüchtig“ machen – seit dem russischen Überfall auf die Ukraine scheint ausgemacht, dass zwischen Staaten letztlich doch das Recht des Stärkeren gilt und mehr Waffen mehr Sicherheit bedeuten. Wer hingegen vor Eskalation warnt und auf Verhandlung setzt, gilt schnell als naiv oder gar als Putin-Versteher. War der Pazifismus immer schon eine illusorische Denkweise? Oder wären pazifistische Überlegungen gerade jetzt auch in der Politik wichtig, um die Welt wieder friedlicher zu machen? Bernd Lechler diskutiert mit Dr. Corinna Hauswedell – Historikerin und Friedens- und Konfliktforscherin, Bonn; Dr. Ulrich Kühn – Politikwissenschaftler, Universität Hamburg; Prof. Dr. Olaf Müller – Philosoph, Humboldt-Universität Berlin

  • Drecksarbeit in Zeiten des Krieges – Wie beschädigt ist das Völkerrecht?

    Völkerrecht ist Konsensrecht, denn es funktioniert nur, wenn Staaten sich daran halten, da es keine Weltpolizei gibt, die es durchsetzen kann. Es entstand auf den Ruinen des Zweiten Weltkriegs und wird seitdem immer wieder missachtet, moralisiert oder muss als Begründung für politisches und militärisches Handeln herhalten. Beispiele gibt es viele - zuletzt hat die israelische Regierung damit ihren Angriff auf die iranischen Atomanlagen begründet. Die USA griffen auf Seiten Israels ein, was weitere völkerrechtliche Fragen aufgeworfen hat. Israel mache die Drecksarbeit für alle, kommentierte Bundeskanzler Merz. Eine Wortwahl, die Kritik auslöste. Sogar die Diktatur Russland bemühte das Völkerrecht um den völkerrechtswidrigen Großangriff auf die Ukraine zu begründen. Erleben wir eine Erosion des Gewaltverbots? Wie stark ist das Völkerrecht unter Druck geraten? Andrea Beer diskutiert mit Andreas Schüller – European Center for Constitutional and Human Rights e.V., Berlin; Dr. Katharina Stein – Juristin am Freiburger Max Planck Institut zur Erforschung von Kriminalität, Sicherheit und Recht; Prof. Dr. Christian Walter – Lehrstuhl für Völkerrecht und öffentliches Recht an der LMU München

  • Milliarden für das Bauministerium – Endet jetzt die Wohnungsnot?

    In Deutschland fehlen tausende Wohnungen, vor allem in den Großstädten leiden Mieter und Kaufwillige unter horrenden Preisen. Seit Jahren sucht die Politik nach Wegen aus der Wohnungskrise. Bisher vergeblich. Die neue Bauministerin will jetzt den „Bauturbo“ zünden und kann dafür mit Milliarden aus dem Sondervermögen rechnen. Löst das die aktuellen Probleme? Oder braucht es neue Ideen, um mehr Wohnraum zu schaffen und steigende Mieten in den Griff zu bekommen? Geli Hensolt diskutiert mit Gereon Asmuth – Redakteur, taz, Berlin; Professor Dr. Steffen Sebastian – Lehrstuhl für Immobilienfinanzierung, IREBS Institut für Immobilienwirtschaft, Universität Regensburg; Dr. Felicitas Sommer – Technische Universität München, Lehrstuhl für Bodenordnung und Landentwicklung

  • 90 Jahre Dalai Lama – Was bleibt vom Traum vom freien Tibet?

    Rote Robe, verschmitztes Lächeln: so kennen ihn viele. Verehrt als spirituelles Vorbild, gilt der Dalai Lama als Botschafter des Friedens – und als Symbol seiner Heimat Tibet. Doch die Zeit ist vorbei, in der er als moralische Autorität der Weltmacht China die Stirn bieten konnte. Zu seinem 90. Geburtstag scheint die Lage der Tibeter so aussichtslos, die Kontrolle der Kommunistischen Partei Chinas über die Bergregion am Himalaya so grenzenlos wie noch nie. Sogar den Nachfolger des Dalai Lama will Peking bestimmen. Was bleibt vom Traum vom freien Tibet? Michael Risel diskutiert mit Wolfgang Grader – Vorsitzender der Tibet Initiative Deutschland; Oliver Schulz – Journalist und Autor; Prof. Dr. Kristin Shi-Kupfer – Sinologin, Universität Trier

  • Nikotinsucht – Was bringt ein Rauchverbot im Freien?

    Rund 100.000 Menschen sterben in Deutschland jedes Jahr an den Folgen des Rauchens. Bei Jugendlichen sind Zigaretten zwar eher unbeliebt, aber immer mehr nutzen Vapes. Außerdem steigt die Zahl der exzessiven Raucher. Frankreich führt nun ein Rauchverbot in Parks und an Stränden ein, um Kinder zu schützen. Verbraucherverbände wünschen sich das auch für Deutschland. Was bewirken strengere Regeln? Und wie gefährlich sind Vapes und Nikotinbeutel? Marion Theis diskutiert mit Gereon Haumann – Deutscher Hotel- und Gaststättenverband Rheinland-Pfalz; Dr. Patrick Kast – Nichtraucherschutzverband Deutschland e.V.; Prof. Dr. Ute Mons – Deutsches Krebsforschungszentrum

  • Die deutsche Linke und der Zeitgeist – Wann wird’s mal wieder richtig fortschrittlich?

    Die SPD konnte sich mit dem schlechtesten Wahlergebnis seit der Kaiserzeit noch mal in die Regierung retten. Aber Parteichef Klingbeil muss beim Parteitag mit der Rache der Parteilinken rechnen. Die Grünen müssen sich entscheiden zwischen staatspolitischer Verantwortung im Bundesrat und Fundamentalopposition. Auch um nicht weiter an die Linke zu verlieren, die seit der Wahl vor Kraft kaum gehen kann. Was ist heute noch links? Gibt es gemeinsame Themen und Strategien gegen den rechten Zeitgeist? Oder versuchen nun auch linke Parteien ihr Glück in der kleiner werdenden Mitte? Eva Röder diskutiert mit Anna Lehmann – Leiterin des Parlamentsbüros der taz; Mona Jäger – FAZ; Prof. Dr. Claudia Ritzi –Politikwissenschaftlerin Universität Trier

  • Goethe light – Was bringt „Faust“ in leichter Sprache?

    „Faust ist ein Theater∙stück. Das Theater∙stück ist von Goethe. Sehr viele Menschen kennen das Theater∙stück. In dem Theater∙stück geht es um Faust.“ So klingt es, wenn das Nationaltheater Mannheim sein neues Stück bewirbt: Goethes‘ Faust in leichter Sprache. Weltliteratur in einfachen Sätzen, die jeder versteht: Was für die einen ein zukunftsweisendes Beispiel für niedrigschwellige Kulturangebote ist, verstehen andere als Provokation und Sakrileg am Original. Was kann leichte Sprache im Theater leisten? Marie-Dominique Wetzel diskutiert mit Prof. Bettina Bock – Sprachwissenschaftlerin und Expertin für Leichte Sprache, Universität Köln; Daniel Cremer – Regisseur und Übersetzer der „Faust“-Fassung in „Leichter Sprache“; Prof. Jochen Hörisch – Literatur- und Medienwissenschaftler, Universität Mannheim

  • Nato-Treffen in Den Haag – Welche Zukunft hat das Bündnis?

    Sie ist das weltweit mächtigste Militärbündnis, doch die Nato ist gefordert wie nie zuvor. Donald Trump macht Druck und die Europäer wollen den US-Präsidenten mit höheren Militärausgaben besänftigen. Aber wird das reichen, um die NATO zu retten? Wo stehen die Amerikaner bei der Unterstützung der Ukraine und im Krieg zwischen Israel und dem Iran? Können sich die Europäer auch ohne die USA verteidigen? Wie sieht kollektive Sicherheit künftig aus? Andrea Beer diskutiert mit Thilo Geiger – Offizier und Experte für hybride Kriegsführung beim Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg; Dr. Ronja Kempin – Expertin für europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik bei der Stiftung Wissenschaft und Politik, Berlin; Oliver Morwinsky – Leiter des Auslandsbüro Baltische Staaten der Konrad Adenauer Stiftung, Riga

  • 23. Internationale Schillertage Mannheim – Welche Rechte brauchen Menschen in der Migration?

    „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.“ So steht es in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Aber gilt dieser Anspruch auch für jede und jeden? Und überall? Die neue Bundesregierung weist Asylsuchende an der deutschen Grenze zurück, der Familiennachzug wird für Geduldete ausgesetzt und Asylbewerber bekommen statt Bargeld eine Bezahlkarte. Wie weit wird diese Abschreckungspolitik gehen? Wird es künftig Menschen erster und zweiter Klasse geben, wenn es um Wohnungen, Jobs und medizinische Versorgung geht? Claus Heinrich diskutiert mit Prof. Dr. Constanze Janda – Sozialrechtswissenschaftlerin, Deutsche Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer; Prof. Dr. Winfried Kluth – Jurist an der Universität Halle, Vorsitzender des Sachverständigenrat für Integration und Migration; Prof. em. Dr. Susanne Schröter – Ethnologin, Leiterin Frankfurter Forschungszentrum Globaler Islam
    Mitschnitt der Veranstaltung (KEINE) RECHTS-UNTERSCHIEDE vom 21. Juni 2025 im Rahmen der 23. Internationalen Schillertage am Nationaltheater in Mannheim

  • USA gegen Iran – Wie weit geht Trump?

    Mit einem gewaltigen Militärschlag haben die USA über Nacht das iranische Atomprogramm schwer getroffen. Ob der Iran jetzt noch in der Lage ist, eine Atombombe zu bauen, ist fraglich. Das Regime der Mullahs, das jahrzehntelang für Unfrieden und Terror in der Region gesorgt hat, ist so geschwächt wie nie. Die Karten im Nahen Osten werden neu gemischt. Für Israel, aber auch für die USA und Europa stellt sich die Frage, wie es nun weitergeht. Thomas Ihm diskutiert mit
    Ali Samedi Ahadi – Filmregisseur und Drehbuchautor, Köln; Christoph von Marschall – Diplomatischer Korrespondent der Chefredaktion beim Tagesspiegel, Berlin; Prof. Dr. Michael Wolffsohn – Historiker und Publizist, München

  • Algorithmus und Alltag – Wie wird KI die Welt verändern?

    Krankheiten besiegen und den Klimawandel stoppen, Arbeitsplätze vernichten und die Demokratie gefährden: Künstlicher Intelligenz wird schon lange vieles zugetraut, aber immer noch spüren wir davon wenig. Ist alles nur ein Hype, oder unterschätzen wir vielmehr fahrlässig, was auf uns zukommt? Welche Chancen tun sich auf, welche Risiken zeichnen sich ab, und wie können wir klug damit umgehen? Bernd Lechler diskutiert mit Prof. Dr. Oliver Bendel – Technikphilosoph, FH Nordwestschweiz; Lena-Sophie Müller – Digitalexpertin, Initiative D21; Dr. Manuela Lenzen –Wissenschaftsjournalistin

  • Horror, Angst und tiefere Bedeutung – „Der weiße Hai“ wird 50

    Vor 50 Jahren kam der Film „Jaws“ oder „Der weiße Hai“ in die Kinos. Regisseur Steven Spielberg war damals gerade erst 27 Jahre alt und rettete in qualvollen 160 Drehtagen Hollywood. Die Geschichte vom Tiermonster, dass einen amerikanischen Küstenort terrorisiert, senkte 1975 die Zahl der Strandurlauber weltweit – und eröffnete die Tradition der Sommerblockbuster. Der Film ist mehr als nur eine Action-Klamotte – er rührt an eine Urangst. Alexander Wasner diskutiert mit Marcus Stiglegger – Filmwissenschaftler Mainz und Freiburg; Elisabeth Bronfen –Literaturwissenschaftlerin und Amerikanistin, Zürich; Wieland Schwanebeck –Literatur- und Kulturwissenschaftler, Dresden

  • Protz, Pracht und Prunk – Wie viel Luxus braucht der Mensch?

    Gigayachten, Privatjets oder millionenschwere Feste, wie etwa kürzlich die Mega-Hochzeit des indischen Superreichen Ambani – Luxus fasziniert viele Menschen, verspricht Status, Anerkennung und ein sorgenfreies Leben. Andere sehen darin nur sinnlose und klimaschädliche Prasserei, während Millionen in Armut leben müssen. Aber was überhaupt ist Luxus? Wie verändert er die Menschen? Wann schadet Luxus der Gesellschaft? Norbert Lang diskutiert mit Prof. Dr. Michael Hartmann – Soziologe; Prof. Dr. Lambert Wiesing – Philosoph, Universität Jena; Ulrike Herrmann – Wirtschaftsjournalistin

  • Israel greift den Iran an – Wie gefährlich ist der Konflikt?

    Israel hat in der Nacht Ziele im Iran angegriffen, darunter auch Atomanlagen. Der Iran reagierte sofort mit einem Gegenangriff. Israels Premierminister Netanjahu kündigte an, dass die Operation noch einige Tage weitergehen werde. Der Angriff stellt eine massive Eskalation in der Region dar. Die USA betonen, nicht an der Aktion beteiligt zu sein. Und der Ölpreis steigt um 11 Prozent. Claus Heinrich diskutiert mit Michael Rimmel – Leiter Konrad-Adenauer-Stiftung Jerusalem; Karin Senz – ehemalige ARD-Hörfunkkorrespondentin im Iran; Bente Scheller –Politikwissenschaftlerin, Böll-Stiftung

  • 40 Jahre Schengen – Was wird aus der Idee der offenen Grenzen?

    Nach innen öffnen, nach außen schließen – das war der gedankliche Ansatz des Schengener Abkommens, das vor 30 Jahren in Kraft getreten ist. Der Wegfall der Grenzkontrollen innerhalb Europas galt damals als Fortschritt. Inzwischen begegnen viele europäische Staaten, darunter auch Deutschland, der steigenden Migration nach Europa wieder verstärkt mit Kontrollen. Was wird aus der Freizügigkeit in Europa? Ist die Idee von Schengen gescheitert? Doris Maull diskutiert mit Prof. Dr. Stefan Kadelbach – Verfassungs-, Europa- und Völkerrechtler an der Goethe Universität Frankfurt; Prof. Dr. Winfried Kluth – Vorsitzender des Sachverständigenrats Integration und Migration; Dr. Sandra Kostner – Historikerin und Migrationsforscherin, Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd

  • Schwäbisch, harmlos, bieder – Ist Eduard Mörike ein verkannter Dichter?

    „Er ist´s“ – das Frühlingsgedicht von Eduard Mörike kennt heute jedes Schulkind. Der württembergische Landpfarrer, der vor 150 Jahren gestorben ist, gilt als unspektakulär, als idyllisch verträumter Dichter, humorvoll, heimatverbunden. Doch Mörikes Dichtung ist vielschichtig, sein Leben geprägt durch eine politisch wechselvolle Zeit. Was macht die Faszination, vor allem die Einmaligkeit seiner Lyrik aus? Silke Arning diskutiert mit Anna Katharina Hahn – Schriftstellerin, Stuttgart; Prof. Dr. Barbara Potthast – Literaturwissenschaftlerin an der Universität Stuttgart und Mitglied im Vorstand der Mörike-Gesellschaft; Prof. Dr. Thomas Schmidt – Deutsches Literaturarchiv Marbach

  • Junge Radikale – Warum werden Jugendliche rechtsextrem?

    Sie posieren in Springerstiefeln und Bomberjacken, wie in den 90er Jahren und nennen sich „Deutsche Jugend voran“ oder „Jung und Stark“. Kürzlich hat die Polizei die 14 bis 18jährigen mutmaßlichen Mitglieder der rechtsextremistischen Terror-Gruppe „Letzte Verteidigungswelle“ festgenommen, die für mehrere Anschläge verantwortlich sind. Gleichzeitig meldet das Bundeskriminalamt einen rasanten generellen Anstieg rechtsextremistisch motivierter Straftaten. Wie kommt es zur Radikalisierung von Teenagern? Und wie gefährlich sind die jungen Neonazis? Doris Maull diskutiert mit David Begrich – Arbeitsstelle Rechtsextremismus, Magdeburg; Gabriele Rohmann – Co-Leiterin des Archivs der Jugendkulturen e.V., Berlin; Dr. Deborah Schnabel – Bildungsforscherin und Direktorin der Bildungsstätte Anne Frank

  • Merz bei Trump – Alles halb so schlimm?

    Er nannte den deutschen Bundeskanzler großartig, behandelte ihn aber wie einen Statisten: ganze vier Minuten kam Friedrich Merz bei der Pressekonferenz in Donald Trumps Oval Office zu Wort. Doch die Atmosphäre war nahezu frei von Spitzen und betont freundlich. Aber sind sich die beiden auch hinter den Kulissen nähergekommen? Bleiben die Zölle gegen europäische Waren? Wird sich Trump für ein Schweigen der Waffen in der Ukraine einsetzen? Oder ist der Machtkampf mit Elon Musk derzeit wichtiger? Claus Heinrich diskutiert mit Dr. Laura von Daniels –Stiftung Wissenschaft und Politik, Berlin; Sebastian Hesse – Hörfunkkorrespondent ARD Studio Washington; Prof. Dr. Christiane Lemke – Politikwissenschaftlerin, Universität Hannover

  • Ohne Fleiß kein Wohlstand – Müssen wir mehr arbeiten?

    Die Wirtschaft stagniert, es fehlen Fachkräfte, zu viele gehen in Rente, zu wenige kommen nach. Laut CDU – allen voran Bundeskanzler Merz – hilft da vor allem eins: Die Menschen in Deutschland müssen mehr arbeiten, um den Wohlstand zu erhalten. Selbst die IG-Metall hat inzwischen ihre Forderung nach einer Vier-Tage-Woche bei vollem Lohnausgleich hintenangestellt, weil der Wirtschaftsaufschwung derzeit Vorrang habe. Müssen wir also tatsächlich mehr arbeiten, um unseren Wohlstand zu erhalten? Von welchem Wohlstand für wen ist da die Rede? Wer macht dann die Arbeit, für die es kein Geld gibt, wie Sorgearbeit oder Ehrenamt? Und sollte sich auch unser Verständnis von Arbeit ändern? Eva Röder diskutiert unter anderem mit Heike Geißler – Schriftstellerin; Prof. Dr. Enzo Weber – Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung; Patrick Welter – Frankfurter Allgemeine Zeitung

  • Jenseits von Microsoft und Google – Wie wird Deutschland digital souverän?

    Unsere Texte schreiben wir mit Microsoft Word, unser Daten speichern wir in den Clouds von Amazon, unsere Fragen stellen wir einer KI von Google. Ob zu Hause, in Unternehmen oder in der Verwaltung: Big Tech hat unsere digitale Existenz fest im Griff. Doch die Abhängigkeit von amerikanischer Technologie wird zunehmend als Sicherheitsrisiko wahrgenommen: Was, wenn Trump uns den Zugang zu wichtigen Diensten sperrt? Nicht nur im Koalitionsvertrag wird gefordert, Deutschland brauche mehr „digitale Souveränität“. Was heißt das? Und wie kriegen wir die Kontrolle über unsere digitale Infrastruktur zurück? Michael Risel diskutiert mit Prof. Dr. Irene Bertschek – Wirtschaftswissenschaftlerin, Leibniz-Zentrum für europäische Wirtschaftsforschung Mannheim; Prof. Dr. Dennis-Kenji Kipker – Experte für IT-Sicherheitsrecht, HSB Hochschule Bremen; Dr. Julia Pohle –Kommunikationswissenschaftlerin, Wissenschaftszentrum für Sozialforschung Berlin

Erstmals publiziert am
Stand
Autor/in
SWR