Hier dreht sich alles um Klassik: Wir sprechen mit Künstler*innen, berichten über Konzerte und Festivals im Sendegebiet, kommentieren aktuelle Ereignisse im Musikleben, und stellen neue Musik vor.
-
Der März-Song von Lars Reichow: "Arme Leute"
Sie sammeln leere Flaschen, haben keine Wohnung und lauter unerfüllte Träume: In seinem Song des Monats singt Lars Reichow von den Stillen unserer Gesellschaft, von denen, die wir kaum bemerken, da sie ganz unten stehen. Und er findet: Wir sollten ein Herz für sie haben.
-
Blick über den Tellerrand: Simon Steen-Andersens „TRIO“
In jüngerer Zeit binden auch zeitgenössische Komponistinnen und Komponisten den Bigband-Sound in ihre Werke ein. 2019 wurde bei den Donaueschinger Musiktagen Simon Steen-Andersens Werk TRIO uraufgeführt, ein knapp 50-minütiges Stück für Orchester, in das neben dem SWR-Symphonieorchester auch das Vokalensemble und die SWR-Bigband involviert waren. Eine Werkanalyse von Adrian Brenneisen.
-
Nachbarschaftliches Musizieren: Das Quartetto di vicini bei den Ettlinger Schlosskonzerten
Der Geiger Daniel Sepec ist Gründer des Quartetto di vicini (Quartett der Nachbarn). Am 29. März ist er mit diesem Quartett bei den Ettlinger Schlosskonzerten zu Gast und präsentiert unter anderem ein Wechselspiel zwischen Henry Purcell und Thomas Adès. Was es damit auf sich hat und wie nachbarschaftlich die Musik in seinem Quartett klingt, erzählt er im SWR Kultur Musikgespräch.
-
Tabea Zimmermann mit Romanzen aus der Welt von Robert und Clara Schumann
Im Herbst feiert die Bratschistin Tabea Zimmermann ihren 60. Geburtstag. In diesem Alter gehe es nicht mehr um die allerneuesten Experimente. „Ich plane Werke zu spielen“, sagte sie, „denen ich lange aus dem Weg gegangen bin: Elegien und Romanzen.“ Mit ihrer neuesten CD gibt sie eine Kostprobe. Zusammen mit dem Cellisten Jean-Guihen Queyras und dem Pianisten Javier Perianes widmet sie sich einem berühmten Künstlerquartett: dem Komponistenehepaar Robert und Clara Schumann, ihrem Schützling Johannes Brahms und dem gemeinsamen Freund Joseph Joachim.
-
Nachwuchsförderung im Jazz: Die Finn Spaude Bigband
Wettbewerbe wie Jugend jazzt fördern die Szene im Land und auch das Vermittlungsprojekt live@school, das die SWR Big Band seit längerer Zeit erfolgreich durchführt, fördert junge Talente. Adrian Brenneisen hat die im Rahmen dieses Projekts geförderte “Finn Spaude Bigband” bei einer Probe in Stuttgart besucht.
-
Giora Feidman: Eine Legende wird 90 Jahre alt
Giora Feidman wird am 24. März 2026 90 Jahre alt. Er ist eine Legende und mehr als nur ein Musiker. Der Klezmer-Klarinettist ist ein Symbol für Haltung und Humanismus. Henry Altmann über einen, der viel mehr als nur einen Stil spielt.
-
Cembalosonaten von Anna Bon di Venezia: Eine besondere Komponistin
Vom Komponieren leben können? Für Frauen vor 250 Jahren eigentlich unmöglich. Eigentlich. Denn ein paar wenigen Frauen gelingt das, zum Beispiel Anna Bon di Venezia. Sie schreibt nicht nur für den Hausgebrauch, sondern für die Öffentlichkeit und gegen Bezahlung. Ihre sechs Cembalosonaten hat die Komponistin der Gräfin Ernestine Auguste Sophie von Sachsen-Weimar-Eisenach gewidmet, die zu dem Zeitpunkt nur zwei Jahre jünger war als sie selbst – nämlich 15 Jahre. Hannah Schmidt hat sich die neue Einspielung dieser Sonaten von der Pianistin, Organistin und Cembalistin Annarosa Partipilo angehört.
-
„Gar nicht so altmodisch“: Hans-Peter Zachary über 75 Jahre SWR Big Band
Die SWR Big Band wird 75 Jahre alt und feiert sich und ihre Erfolgsgeschichte. Jazzgrößen wie Miles Davis, Chick Corea oder Chet Baker musizierten einst mit dem Ensemble – auch wenn es Jahre gab, „da ist man überholt worden von der Zeit“, wie sich Bandmanager Hans-Peter Zachary erinnert. In SWR Kultur spricht er über die Historie und die Vielseitigkeit der Band, über die mangelnde Frauenpower in der Big-Band-Szene und die bevorstehende Jubiläumstour. „Big Band ist gar nicht so altmodisch“, meint er augenzwinkernd.
-
Heidelberger Frühling: O/Modernt verwebt Beethoven und Beatles
Das schwedische Kammerensemble O/Modernt begeisterte in Heidelberg mit einem genreübergreifenden Programm. In fünf Konzerten kombinierten sie Beethoven, Beatles und Radiohead.
-
Wenn Bach in den Kleiderladen kommt: In Luxemburg erklingt Bach jenseits des Konzertsaals
„Bach in the Subway“ – natürlich war New York Vorreiter einer Aktion, die mittlerweile in Städten auf der ganzen Welt stattfindet und Bachs Musik dorthin bringt, wo sie sonst eher nicht zu finden ist: in Busse, auf Marktplätze oder in Kleidergeschäfte. So auch am vergangenen Wochenende in Luxemburg. Zu Bachs Geburtstag zogen Musikerinnen und Musiker durch die Stadt, um seine Musik an ungewöhnlichen Orten zu spielen. Marie Trussart hat sich für SWR Kultur auf den Weg gemacht.
-
Die SWR Big Band wird 75 Jahre alt
Die SWR Big Band feiert ihren 75. Geburtstag. Hervorgegangen ist das Ensemble 1998 aus dem Südfunk-Tanzorchester, das 1951 von Erwin Lehn gegründet wurde, und dem Nachfolger einer Bigband, die Kurt Edelhagen für den Südwestrundfunk ein Jahr später zusammenstellte. Die Aufträge waren gleich – nämlich Unterhaltungsmusik zu produzieren –, Mentalität und Methodik allerdings verschieden. Henry Altmann über die Geschichte und Geschicke zweier deutscher Kultur-Institutionen.
-
Warum uns Musik glücklich macht
Was macht Musik mit unserer Psyche und kann sie uns tatsächlich glücklicher machen? Der Musikpsychologe Gunter Kreutz geht diesen Fragen seit Jahren nach. Im Gespräch mit Ilona Hanning erklärt er zum Welttag des Glücks, inwiefern Musik unsere Stimmung beeinflusst, welche Energie in ihr steckt, und spricht über die überraschende Kraft des bewussten Zuhörens.
-
Bachs Wille in der Johannes-Passion vom Ensemble Pygmalion mit Julian Prégardien
Im Jahr 1724, rund ein Jahr, nachdem Johann Sebastian Bach zum neuen Thomaskantor in Leipzig bestellt worden ist, wird erstmals seine „Johannespassion“ aufgeführt. Hier spiegelt sich Bachs Wille, die Kirchenmusik aus einer allzu engen liturgischen Bindung herauszulösen. Die Musik gewinnt an Dramatik und nimmt den Charakter eines dramatisch erzählenten Oratoriums an. Mehrfach hat Bach die Johannes-Passion bearbeitet. Die letzte Fassung – entstanden rund ein Jahr vor seinem Tod – hat jetzt das französische Ensemble Pygmalion aufgenommen.
-
„Miteinander Hören“: Ein inklusives Konzert mit dem Freiburger Barockorchester
Ein „gesamtsinnliches Erlebnis über Natur, Chaos und Zusammenklang“ verspricht das Freiburger Barockorchester für sein Konzert am 21. März im Konzerthaus Freiburg. Neben dem FBO spielt das Freiburger ensemble recherche, außerdem ist das Institut für Musikermedizin an der Konzeption beteiligt gewesen. Denn: Wesentlicher Bestandteil des inklusiven Konzerts sind auch über 100 Schüler*innen mit und ohne Hörbeeinträchtigungen. Dramaturgin Anna Kaiser erläutert in SWR Kultur das Konzept dieses außergewöhnlichen Projekts und erwartet am kommenden Samstag eine „Sinnesexplosion“.
-
Der RIAS Kammerchor bringt Licht in Haydns „Sieben letzte Worte unseres Erlösers am Kreuze“
Es ist eine der merkwürdigsten Kompositionen von Joseph Haydn: Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze. Keine Passionsmusik nach einem Evangelium, wie die von Bach und vielen anderen, sondern ein eigenes Genre. Und ist es überhaupt eine Komposition? Denn es gibt von Haydn mehrere Versionen. Die aufwändigste, als Oratorium, hat der RIAS Kammerchor neu eingespielt. Albrecht Selge hat sich diese Aufnahme angehört.
-
Vielfältig und bewegend: Die Tage der Chor- und Orchestermusik in Kaiserslautern
Die Tage der Chor- und Orchestermusik sind eines der wichtigsten Treffen der Amateurmusik in Deutschland. Jedes Jahr richtet der Bundesmusikverband Chor & Orchester das Festival in einer anderen Stadt aus, diesmal – passend zum 750-jährigen Stadtjubiläum – in Kaiserslautern. SWR-Reporterin Viktoria Machleidt hat sich am vergangenen Wochenende unter die 6.000 musikbegeisterten Besucher*innen gemischt.
-
30 Jahre in derselben Besetzung: Das Fauré-Quartett aus Karlsruhe
Das Karlsruher Fauré-Quartett gibt es bereits seit drei Jahrzehnten in derselben Besetzung. In SWR Kultur erzählen die Geigerin Erika Geldsetzer und der Bratschist Sascha Frömbling, wie man ein Quartett über diese Zeitspanne zusammenhält, wie sich die Musikszene in den vergangenen 30 Jahren verändert hat und wie man es schafft, neugierig zu bleiben.
-
Sämtliche symphonische Werke von Dora Pejačević mit der Weimarer Staatskapelle
Die Komponistin Dora Pejačević ist eigentlich keine Unbekannte mehr. Auch diskographisch ist sie – was Lieder, Klavier- und Kammermusik betrifft – ganz gut vertreten. Von ihren großformatigen Orchesterstücken kann man das aber nicht behaupten. Jetzt endlich liegen auch ihre sämtlichen symphonischen Werke vor, eingespielt von der Weimarer Staatskapelle unter ihrem Chefdirigenten Ivan Repušić. SWR Kultur-Kritikerin Eleonore Büning meint: „Das neue Doppel-Album breitet Schätze aus.“
-
Gordon Kampe: Liebeserklärung an die Musiker-Lippen
Für den SWR Kultur-Glossisten Gordon Kampe ist der heutige „Ehrentag der Lippen“ Anlass für ein paar Liebeserklärungen an die Musiker-Lippen. Denn wer auf der Welt könnte ihrer Wucht, ihrem Wert und Wirken widerstehen?
-
Das Education-Projekt “Opera domani“ kämpft gegen den musikalischen Bildungsnotstand in Italien
Italien, das Land der Oper und der Musik – das war einmal. Für Italiens Regierende und Kulturpolitiker ist das Interesse an Oper und Musikunterricht stark geschwunden. Wären nicht private Initiativen, sähe die Lage an den Schulen dramatisch aus. „Opera domani“ ist die wichtigste private Organisation zur Förderung des Interesses am Genre Oper. Sie feiert in diesem Jahr ihr 30-jähriges Bestehen.