8.5.1996

In Gorleben eskalieren Castor-Demonstrationen – Statements von Angela Merkel und Jürgen Trittin

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Von Autor/in ARD Archivradio

1995 rollte der erste Castor-Transport ins Zwischenlager Gorleben. Der Atommüll kam damals vom Kernkraftwerk Philippsburg bei Karlsruhe. Schon gegen diesen ersten Castor-Zug gab es Proteste, sie waren noch vergleichsweise gemäßigt.

Bericht von den Ausschreitungen

Im Folgejahr änderte sich. Es ist der 8. Mai 1996 – die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl liegt ziemlich genau 10 Jahre zurück. Die Stimmung ist aufgeheizt, als nun die ersten Atommüllbehälter aus der französischen Wiederaufbereitungsanlage La Hague in Gorleben ankommen. 19.000 Polizisten sichern den Transport.

Statements von Angela Merkel und Jürgen Trittin

Am selben Tag äußern sich in SWF1 in zwei getrennten Telefonaufnahmen Umweltministerin Angela Merkel (CDU) und der Sprecher von Bündnis90/Die Grünen Jürgen Trittin.

3.1.1951 Werner Heisenberg über die Chancen der Kernenergie – Atomkocher für die Hausfrau?

3.1.1951 | Die Atomtechnik kommt in den 1950er-Jahren wie gerufen: Die Kohlevorkommen in Deutschland drohen knapp zu werden für den steigenden Energiebedarf der Bevölkerung.

Technikgeschichte Die Epoche der Kernenergie in Deutschland – Euphorie und Widerstand

1960 geht in Kahl das erste deutsche Kernkraftwerk in Betrieb. Doch wie sicher ist Atomenergie?

Das Wissen SWR Kultur

28.4.1986 Das Reaktorunglück in Tschernobyl wird bekannt

28.4.1986 | Am 26. April 1986 explodierte um 1.24 Uhr Ortszeit der Reaktor im Kernkraftwerk Tschernobyl nahe dem Ort Prypjat in der Ukraine.

29.4.1986 Erste internationale Reaktionen auf den Reaktorunfall in Tschernobyl

29.4.1986 | Nach Bekanntwerden des Reaktorunfalls in Tschernobyl war das Informationsbedürfnis groß. Die ARD lieferte Informationen aus den betroffenen Ländern.

29. und 30.4.1986 Berichterstattung in der DDR über das Reaktorunglück in Tschernobyl

29. und 30.4.1986 | Auch die Medien in der DDR berichteten über die Reaktorkatastrophe in Tschernobyl. Hier ein Gespräch der DDR-Wissenschaftler Günther Flach und Karl Lagius.

6.5.1986 Nach der Giftwolke aus Tschernobyl: Was darf man noch essen?

6.5.1986 | Nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl war die Verunsicherung groß. Was hat die Giftwolke angerichtet? Kann man bei Regen raus? Den Salat aus dem Garten essen?

14.5.1986 Stellungnahme von Gorbatschow nach dem Reaktorunglück in Tschernobyl

14.5.1986 | In der ersten öffentlichen Stellungnahme der Sowjetunion nach dem Reaktorunglück in Tschernobyl reagierte Michail Gorbatschow auf die Kritik des Westens.

14.5.1986 Bundestagsdebatte zu Tschernobyl und Atomkraft

14.5.1986 | Die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl ist am 14. Mai 1986 Thema im Bundestag. Die Debatte ist für 2 Stunden angesetzt und dauert doppelt so lang.

18. und 19.5.1986 Großdemo gegen die Wiederaufarbeitungsanlage Wackersdorf

18. und 19.5.1986 | An Pfingsten 1986 demonstrieren Zehntausende gegen den Bau der Wiederaufarbeitungsanlage in Wackersdorf. Der Rundfunkjournalist Ulrich Böken war vor Ort.

4.6.1986 Walter Wallmann (CDU) wird erster Bundesumweltminister

4.6.1986 | Infolge des Reaktorunglücks von Tschernobyl schuf die Bundesregierung eine neue Behörde: das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit.

12.12.1986 Psychoanalytiker Horst-Eberhard Richter zum Umgang mit der Atom-Angst

12.12.1986 | Der Psychoanalytiker Horst-Eberhard Richter spricht über den Umgang mit der Angst nach der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl.