3.5.1918

Der Philosoph Rudolf Eucken über das gegenwärtige Verlangen nach Innerlichkeit

Teilen

Stand

Von Autor/in ARD Archivradio

Rudolf Eucken (1846 - 1926) war ein deutscher Philosoph. Er erhielt 1908 den Nobelpreis für Literatur. Eucken unterzeichnete 1914 das "Manifest der 93" (Aufruf an die Kulturwelt), welches die Vorwürfe der Kriegsgegner Deutschlands zurückweist. Während des Ersten Weltkriegs hält er Vorträge und versucht sich so für eine Vertiefung und Stärkung des nationalen Anliegens einzusetzen.

"Wenn wir an der Hand unserer großen Dichter und Denker die Aufgaben der Gegenwart und des deutschen Vaterlandes in großen Zusammenhängen sehen, so wird unser Leben eine Vertiefung, unsere Kraft eine Steigerung, unser Schmerz eine Heiligung erfahren."

Rede von Rudolf Eucken (Auszüge)

"Durch unsere Zeit geht ein starkes Verlangen nach mehr Innerlichkeit / Wenn nun aber die alte Art der Innerlichkeit zu schwach und matt geworden ist, so gilt es eine weitere und kräftigere Innerlichkeit zu gewinnen / Die heutige Kultur erscheint uns oft als zu verwickelt und zu künstlich, wir ersehnen mehr Einfalt und Ursprünglichkeit / Nur der Aufstieg zu einer Welt selbstständiger Innerlichkeit kann sie uns bereiten / Wenn wir an der Hand unserer großen Dichter und Denker die Aufgaben der Gegenwart und des deutschen Vaterlandes in großen Zusammenhängen sehen, so wird unser Leben eine Vertiefung, unsere Kraft eine Steigerung, unser Schmerz eine Heiligung erfahren / Auch, was äußerlich untergeht, kann dann für eine ewige Ordnung der Dinge nicht verloren sein / Und auch der schwerste Verlust kann uns nicht zur Verzweiflung treiben, wenn in ihm eine seelische Veredlung erfolgt / In solcher Denkweise werden wir aufrichtige Ehrfurcht den Helden, aber vielleicht noch größere Ehrfurcht denen zollen, welche im Leide sich tapfer zeigen und ihren Glauben wahren, denn sie fördern damit unser aller Leben"

Quelle: Deutsches Rundfunkarchiv (DRA)

1.1.1918 / 27.4.1918 Neujahrsansprache 1918 an die Eisenbahner

1.1.1918 / 27.4.1918 | Paul von Breitenbach (1850-1930) war von 1906 bis 1918 preußischer Minister der öffentlichen Arbeiten und Chef des Reichsamtes für Verwaltung der Reichsbahn.

4.2.1918 Gustav Roethe über die Verteidigung der deutschen Freiheit

4.2.1918 | Gustav Roethe (1859 - 1926) war ein deutscher Mediävist und Professor für Deutsche Philologie in Göttingen und Berlin. Politisch lehnte Roethe schon vor 1914 den Parlamentarismus, aber auch das Frauenstudium ab. Nach dem Ersten Weltkrieg trat er als aggressiver Gegner der Weimarer Republik auf und engagierte sich in der Deutschnationalen Volkspartei (DNVP).

Sommer 1918 "Und dann wird’s still" – Satirisches Lied über den Frieden mit Russland 1918

Sommer 1918 | "Zwar steht die Welt noch, aber das Portemonnaie ist leer", singt der Kabarettist Otto Reutter und wunder sich über plötzliche Kriegswenden: Gerade noch war der russische Zar Nikoluas II. (1868 - 17. Juli 1918) der Feind, nun hat er sich "verändert sehr, beim russischen Krieg, muss man gesteh'n, so'n Friedensengel hat die Welt noch nicht gesehen."

13.5.1918 Sven Hedins Bericht aus Tibet vor der Geographischen Gesellschaft Berlin

13.5.1918 | Der schwedische Asienforscher Sven Hedin berichtet von Tibet und zeichnet vor der Geographischen Gesellschaft in Berlin ein idyllisches Bild eines vom Krieg unberührten Landes. Allerdings habe der Dalai Lama leider England unterstützt. Aber damit sei es jetzt vorbei. | Erster Weltkrieg

3.5.1918 Der Philosoph Rudolf Eucken über das gegenwärtige Verlangen nach Innerlichkeit

3.5.1918 | Rudolf Eucken (1846 - 1926) war ein deutscher Philosoph. Er erhielt 1908 den Nobelpreis für Literatur. Eucken unterzeichnete 1914 das "Manifest der 93" (Aufruf an die Kulturwelt), welches die Vorwürfe der Kriegsgegner Deutschlands zurückweist. Während des Krieges hält er Vorträge und versucht sich so für eine Vertiefung und Stärkung des nationalen Anliegens einzusetzen.

Erstmals publiziert am
Stand
Autor/in
ARD Archivradio
Cover Podcast Archivradio
Moderator/in
Maximilian Schönherr