Das Wissen

Fernseh-Kommentator Peter von Zahn – Neue Bilder für die Bundesrepublik

Teilen

Stand

Von Autor/in Joachim Meißner

Nur drei Monate nach Kriegsende wird Peter von Zahn (1913 - 2001), ein ehemaliger Wehrmachts-Offizier, Redakteur beim von den Briten kontrollierten Nordwestdeutschen Rundfunk.

Peter von Zahn ist journalistisch versiert, spricht fließend Englisch und ist anglophil aus Überzeugung. Mehr als zwei Jahrzehnte werden seine Fernseh-Berichte aus den USA das Amerika-Bild von Millionen Deutschen prägen.

Nur drei Monate nach Kriegsende wird Peter von Zahn (1913 - 2001), ein ehemaliger Wehrmachts-Offizier, Redakteur beim von den Briten kontrollierten Nordwestdeutschen Rundfunk
Peter von Zahn 1993 IMAGO / teutopress

Seine markante Stimme, die "Zahnschen Nasentöne", hebt sich ab vom schnarrenden Jargon der Nazi-Ansager. Der neue journalistische Sound soll auch helfen, das Vertrauen der Kriegsgeneration wiederzugewinnen.

SWR 2023

Deutsche Mediengeschichte Rundfunkpionier Paul Laven – Stimme der Weimarer Republik

In den 1920ern überholt der Rundfunk die Zeitungen als Leitmedium: schneller, direkter, moderner. Paul Laven wird die Radio-Stimme der Weimarer Republik. Was er macht, ist neu.

SWR2 Wissen SWR2

Deutsche Mediengeschichte Korrespondentin Margret Boveri – Zeitungsreporterin im Dritten Reich

Die Nazis schalten die Presse gleich. Margret Boveri nutzt die Säuberungswelle aus und wird Reporterin. Skrupel hat sie keine. Eine typische Haltung vieler Journalisten ihrer Zeit.

SWR2 Wissen SWR2

27.7.1959 Konrad Adenauer plant "Deutschland-Fernsehen"

27.07.1959 | Die Regierung Adenauer möchte ein "Deutschland-Fernsehen" etablieren. Bundesinnenminister Schröder stellt das dafür notwendige Gesetz vor. Es schafft auch die Grundlagen für Deutschlandfunk und Deutsche Welle.

27.10.1962 "Bedingt abwehrbereit": Beginn der Spiegel-Affäre

27.10.1962 | Am Abend des 26. Oktober 1962 besetzte die Polizei Redaktionsräume des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" im Hamburger Pressehaus. Vorausgegangen waren Berichte des "Spiegel", die sehr kritisch gegenüber der Politik von Verteidigungsminister Franz Josef Strauß (CSU) waren. Insbesondere der Artikel, der am 10. Oktober 1962 unter der Überschrift "Bedingt abwehrbereit" erschienen war.
Der Artikel kam zu dem Ergebnis, dass die Verteidigungsstrategie der Bundeswehr im Fall eines sowjetischen Angriffs nicht funktionieren würde. Die Bundeswehr sei dafür zu schlecht ausgestattet.
Diesen Artikel und die darin enthaltenen Details betrachteten Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) und Verteidigungsminister Strauß als Landesverrat, aber auch Bundesanwalt Albin Kuhn sah das so.
Am 23. Oktober 1962 ergingen Haftbefehle, drei Tage später schlug das Bundeskriminalamt zu und am folgenden Morgen, dem 27. Oktober 1962, informierte der Verlag die Öffentlichkeit über die Vorgänge.
Später, am selben Tag, befragen Journalisten die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe, worüber wiederum der Südwestfunk berichtete. Darin fällt auch das Stichwort "Onkel Aloys". Unter diesem Titel war im September bereits ein Strauß-kritischer Artikel im Spiegel erschienen – und zwar darüber, dass ein enger Vertrauter der Strauß-Familie, Aloys Brandenstein, durch Rüstungsgeschäfte der Bundesregierung Millionen an Provisionsgeldern kassiert habe.
Minister Strauß verklagt "Spiegel"-Chef Rudolf Augstein. Viele spekulieren, dass die aktuelle Aktion gegen den "Spiegel" ein Racheakt des Verteidigungsministeriums sei. Auch diese Frage sprechen die Journalisten gegenüber der Bundesanwaltschaft an.