Selbst viele Studierende scheitern heute an langen Texten. Sie können sie nicht mehr erfassen oder haben nicht die Geduld dafür. Das Klagen über die Leseschwäche an den Universitäten zieht sich quer durch die Fächer.
Woran liegt das? Und ist das wirklich so schlimm? Schließlich können manche kurzen Filme Zusammenhänge besser vermitteln als tausend Seiten Text.
Was also verpassen wir, wenn wir statt Büchern Filme oder Memes in den sozialen Medien konsumieren? Lässt sich der Trend wieder umkehren?
Christian Dawidowski ist Professor für Literaturdidaktik an der Universität Osnabrück.