In der Nacht vom 15. auf den 16. Juli 2016 putschten Teile des türkischen Militärs – und scheiterten.
Präsident Erdoğan machte die Bewegung des islamischen Predigers Gülen dafür verantwortlich. Es folgten massive Einschränkungen der Meinungs- und Pressefreiheit, Entlassungswellen im Staatsdienst sowie Unterdrückungsmaßnahmen gegen die Opposition. Heute spielt die Gülen-Bewegung kaum mehr eine Rolle.
Das neue Feindbild der Regierung scheint die oppositionelle kemalistische Partei CHP zu sein: Der von ihr gestellte Bürgermeister von Istanbul, İmamoğlu, wurde im März 2025 wegen Korruptionsvorwürfen verhaftet, und er blieb nicht der Einzige.