Der Zweite Weltkrieg war am 8. Mai 1945 zwar zu Ende, doch das traumatische Erleben des Holocaust, von Flucht und Vertreibung, Bombardierung und Hungersnot prägte die Menschen. Vor allem das Verstummen der Erwachsenen führt bis heute dazu, dass manche Kinder und Enkelkinder, die den Schmerz der Vorfahren nicht kennen, selbst belastet sind.
Das könnte durch die sogenannte Epigenetik sogar biologisch erklärt werden. Unabhängig davon brauchen die Nachfahren psychologische Unterstützung. Zu verhindern, dass Kriegstraumata das Leben der Nachfahren beschweren, ist eine gesellschaftliche Aufgabe.
SWR 2025