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Vom Kalten Krieg bis heute – Taugt die OSZE als Friedensstifter?

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Von Autor/in Andrea Rehmsmeier

Landesgrenzen achten, Streitfälle friedlich regeln: Am 1. August 1975 unterschrieben 35 Staaten die Schlussakte von Helsinki – eigentlich nur als Absichtserklärung. Doch sie entfaltete ungeahnte Wirkung, leitete das Ende des Kalten Krieges ein, wurde in vielen Ostblock-Staaten zum Motor für Menschen- und Grundrechte und führte zur Gründung der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE).

Welche Bedeutung hat die Botschaft von Helsinki heute, wo Kriege und Aufrüstung die Sicherheit in Europa bedrohen und die regelbasierte Ordnung schwindet?

Archivradio-Gespräch Der Mauerbau 1961 – Eskalation im Kalten Krieg

Um Mitternacht wird die Sektorengrenze abgeriegelt. Reporter berichten schon in den frühen Morgenstunden von den Bauarbeiten. Zu hören: Aufnahmen aus Ost und West – eingeordnet vom Historiker Dr. Stefan Wolle.

SWR2 Wissen: Archivradio SWR2

Geschichte Die Kuba-Krise 1962 – Als der Kalte Krieg fast zum Atomkrieg wurde

Vor 60 Jahren stand die Welt vor einer nuklearen Katastrophe. Die Lage ähnelt aktuell der im Ukraine-Krieg. Nur Putin zeigt nicht die gleiche Einsicht wie einst Chruschtschow.

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1.8.1975 Die Schlussakte von Helsinki wird unterzeichnet

Als der Zweite Weltkrieg zu Ende war, dauerte es nicht lange, bis der sogenannte „Kalte Krieg“ begann. Der KSZE-Prozess mit der Schlussakte von Helsinki war ein wichtiger Bestandteil der Entspannungspolitik.

Zeitwort SWR Kultur

5.12.1994 Russland garantiert Souveränität der Ukraine – ist aber gegen NATO-Osterweiterung

5.12.1994 | Nach dem Ende der Sowjetunion sortiert sich Osteuropa neu. Dabei gibt es große Themen zu klären: Das eine sind Atomwaffen. Die Ukraine, Belarus und Kasachstan besitzen welche – noch aus der Zeit, als sie zur Sowjetunion gehörten. Die Ukraine ist Anfang der 1990er Jahre faktisch die drittgrößte Atommacht der Welt. So viele Atomstaaten – das halten viele für gefährlich. Deshalb kommt es zu einem Abkommen: Die drei Ex-Sowjetrepubliken verzichten auf Atomwaffen, unterzeichnen also den Atomwaffensperrvertrag. Im Gegenzug verpflichten sich die anderen Vertragsstaaten, vor allem die USA und Russland, die Souveränität dieser drei Länder zu achten. Dieses Abkommen läuft im Völkerrecht unter dem Namen „Budapester Memorandum“ – denn es wurde auf dem Treffen der damaligen KSZE (Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa, heute: OSZE) im Dezember 1994 vereinbart.
In der Berichterstattung spielt es damals allerdings kaum eine Rolle, denn andere Themen beherrschen die Konferenz sind strittiger: Da ist zum einen der Jugoslawienkrieg, der nur wenige hundert Kilometer von Budapest entfernt, zum anderen die von den USA beabsichtigte NATO-Osterweiterung. US-Präsident Bill Clinton wirbt in Budapest dafür, Helmut Kohl unterstützt ihn. Russlands Präsident Boris Jelzin ist dagegen. Er befürchtet, so erklärt er 5. Dezember in Budapest, dass die Nato-Osterweiterung die Demokratie in Russland gefährde. Reporter ist ARD-Korrespondent Michael Herde.

75 Jahre Nordatlantikvertrag Wie die NATO Europa schützen will

Von Andrea Rehmsmeier

SWR2 Wissen SWR2

Zeitenwende Wie die Bundeswehr sich für den Ernstfall wappnet

Marode und kaputtgespart – die Bundeswehr gilt nur bedingt als einsatzfähig. Angesichts der russischen Drohungen soll sich das ändern. Landesverteidigung ist wieder wichtig.

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Zeitenwende Wie die Gesellschaft kriegstüchtig werden soll

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius wünscht sich einen Mentalitätswechsel bei den Deutschen. Sie sollen "kriegstüchtig" werden. Und tatsächlich: Angesichts des russischen Kriegs floriert die Rüstungsindustrie, die Bundeswehr erfährt eine neue Wertschätzung.

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Andrea Rehmsmeier