Leichte Sprache | Rheinland-Pfalz

Firmen haben zu wenige schwer·behinderte Mitarbeiter

Menschen mit Schwer·behinderung sollen Jobs bekommen. 

Darum soll 1 von 20 Menschen in Firmen eine Schwer·behinderung haben. 

Eine neue Umfrage vom SWR zeigt: 

Viele Firmen schaffen das nicht.

Die Firmen haben zu wenige Mitarbeiter mit Schwer·behinderung. 

Auch der Staat hat manchmal zu wenige Mitarbeiter mit Schwer·behinderung.

Die Umfrage zeigt: 

Wie viele Menschen mit schweren Behinderungen arbeiten in den Firmen?

Menschen mit schweren Behinderungen sollen gleiche Chancen haben 

Viele Menschen in Rheinland-Pfalz haben eine schwere Behinderung.

Ungefähr 300.000 Menschen im Land haben eine schwere Behinderung. 

Menschen mit schwerer Behinderung haben mindestens 50 Prozent Behinderung.

Die Prozente stehen in dem Behinderten·ausweis von den Menschen. 

Deutschland will gute Job·chancen für Menschen mit Behinderungen.

Darum hat Deutschland ein Gesetz gemacht.

Das Gesetz sagt: 

Große Firmen müssen 5 Prozent Mitarbeiter mit schweren Behinderungen haben. 

5 Prozent sind zum Beispiel: 1 von 20 Menschen. 

Die großen Firmen müssen das machen.

Sonst müssen die Firmen Geld an Deutschland bezahlen.

Arbeiten genug Menschen mit schweren Behinderungen in großen Firmen? 

SWR und MDR haben dazu eine Umfrage gemacht.

Zum Beispiel bei großen Firmen in Rheinland-Pfalz.

Und bei allen 40 Dax-Firmen.

Die Dax-Firmen sind große Firmen in Deutschland. 

Und auch beim Staat.

Der Staat gibt Menschen auch Jobs.

Jobs vom Staat sind zum Beispiel: 

  • In der Schule 
  • Bei der Polizei

Die Umfrage von SWR und MDR zeigt:

22 Firmen haben mindestens 5 Prozent schwer·behinderte Mitarbeiter.

Die 22 Firmen halten sich also an das Gesetz.

19 Firmen haben weniger als 5 Prozent schwer·behinderte Mitarbeiter.

Die 19 Firmen halten sich also nicht an das Gesetz.

12 Firmen haben nicht auf die Umfrage geantwortet.

Bei den 12 Firmen ist nicht klar:

Halten sich die 12 Firmen an die Regeln?

Sie möchten die Antworten von allen Firmen sehen?

Dann finden Sie hier eine Tabelle:

Was sind die Gründe für die Unterschiede zwischen den Firmen?

Karolin Hiesinger ist eine Fach·frau für Inklusion. 

Inklusion heißt:

Alle Menschen gehören dazu.

Kein Mensch wird ausgeschlossen.  

Fach·frau Karolin Hiesinger sagt:

Ein Grund ist zum Beispiel das Alter von den Mitarbeitern.

Alte Mitarbeiter sind öfter schwer·behindert.

Eine Firma hat viele alte Mitarbeiter?

Die Firma hat dann wahrscheinlich mehr schwer·behinderte Mitarbeiter.

Wichtig ist auch:

In welchem Bereich arbeitet die Firma?

Zum Beispiel:

Bei Auto·firmen arbeiten viele Menschen mit schweren Behinderungen.

In Geschäften arbeiten wenige Menschen mit schweren Behinderungen.

Aber noch wichtiger ist:

Menschen bekommen später in ihrem Leben eine schwere Behinderung?

Dann sollen die Menschen ihren Job weiter machen können.

Dabei können die Firmen den Menschen noch besser helfen.

Große Firmen können den Menschen oft einen anderen Job anbieten.

Dann können die Menschen mit Behinderung besser arbeiten.

Viele Firmen nutzen eine Lücke im Gesetz als Lösung 

Die Umfrage vom SWR zeigt:  

Viele Firmen haben nicht genug Mitarbeiter mit schweren Behinderungen. 

Die Firmen müssen eigentlich die Ausgleichs·abgabe bezahlen. 

Aber: Viele Firmen benutzen eine Lücke im Gesetz. 

Das Gesetz sagt nämlich: 

Eine Firma gibt Aufträge an eine Werkstatt für Menschen mit Behinderung? 

Dann muss die Firma weniger Geld als Ausgleich bezahlen. 

Viele große Firmen nutzen diese Lücke.

Sie möchten wissen:

Welche Firmen nutzen die Lücke?

Dann klicken Sie hier:

Wo in Deutschland arbeiten viele Menschen mit Behinderung?

Menschen mit Behinderungen sollen in ganz Deutschland gut Arbeit finden. 

Aber die Firmen stellen nicht überall gleich viele Menschen mit Behinderungen ein. 

Es gibt große Unterschiede in den Regionen. 

Das hat sich die Agentur für Arbeit angeschaut. 

Eine Karte zeigt:

Hier arbeiten viele Menschen mit Behinderung.

Und hier arbeiten wenige Menschen mit Behinderung.

Die Karte finden Sie hier:

Warum kann Arbeit in einer Firma für Menschen mit Behinderung wichtig sein?

Gudrun Wansing ist eine Forscherin.

Gudrun Wansing sagt:

Jobs in Firmen sind sehr wichtig für Menschen mit Behinderung.

Die Menschen mit Behinderung verdienen in der Firma Geld.

Die Menschen mit Behinderung fühlen sich wichtig für die Gesellschaft.

Und die Menschen mit Behinderung treffen viele andere Menschen. 

Gudrun Wansing sagt auch: 

In Werkstätten ist das bis jetzt anders. 

Viele Menschen mit Behinderung fühlen sich in Werkstätten wohl. 

Aber manche Menschen mit Behinderung haben das Gefühl: 

Ich arbeite in einer besonderen Werkstatt. 

Ich bin anders als andere Arbeit·nehmer. 

In der Werkstatt verdienen die Menschen mit Behinderung auch zu wenig Geld. 

Mit dem Geld können die Menschen mit Behinderung nicht alleine leben.

Gudrun Wansing sagt über die Politiker: 

Die Politiker müssen sich um die Menschen mit Behinderung kümmern. 

Die Politiker müssen sagen: 

Menschen mit Behinderung müssen von ihrem Gehalt leben können. 

Auch von dem Gehalt für die Arbeit in einer Werkstatt. 

Die Firmen sollen mehr Menschen mit Behinderung einstellen. 

Die Firmen sollen die Geld·hilfe mehr nutzen. 

So sollen sie Menschen mit Behinderung leichter bezahlen können. 

Was sagen Verbände von Menschen mit Behinderungen?

In Rheinland-Pfalz gibt es die Organisation Liga Selbst·vertretung. 

Die Liga Selbst·vertretung setzt sich für die Rechte von Menschen mit Behinderung ein. 

Ottmar Miles-Paul arbeitet in der Liga Selbst·vertretung. 

Ottmar Miles-Paul sagt:

Werkstätten sind Sonder·welten.

Viele Menschen in Deutschland denken noch immer:

Behinderte Menschen gehören in so eine Werkstatt.

Die Werkstätten bemühen sich sehr.

Aber die Werkstätten sind eine getrennte Welt.

So sind Menschen mit Behinderung kein Teil von der Gesellschaft.

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Rheinland-Pfalz

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Stand
Autor/in
David Wünschel
David Wünschel
Stephanie Jauss
Stephanie Jauss
SWR Data Lab