Ich habe gelernt, mich als Person zu akzeptieren, wie ich bin und mir meine Stärken und Schwächen von mir selbst einzugestehen.
Mit 37 Jahren schließt er seine erste Ausbildung ab. Sein Weg dorthin war geprägt von Schicksalsschlägen. Als Roman 13 Jahre alt ist, verliert er seinen Vater an den Krebs. Während der Anfangsphase seines Studiums verstirbt dann auch seine Mutter.
Ein schwerer Start ins Leben
Roman steht plötzliche allein da. Sein Studium setzt ihn zusätzlich unter Druck. In der Folge entwickelt er eine schwere Depression und bricht zwei Studiengänge ab. Nach mehreren Klinik-Aufenthalten und Therapien, erfährt Roman schließlich durch ein Job-Coaching eine neue Perspektive: Er macht ein Praktikum in einem Blumengeschäft in Nierstein. Dort wird er mit offenen Armen aufgenommen. „Mir wurde hier in der Blumenecke viel Mut gemacht und Vertrauen in meine Fähigkeiten gegeben.“
Im Anschluss beginnt er eine Ausbildung zum Floristen. Diese verschafft ihm nicht nur einen Neuanfang, sondern hilft ihm auch in seiner persönlichen Entwicklung.
Ich entscheide nicht mehr anhand von den Erwartungen anderer, sondern für mich und für die Menschen, die ich liebe.
Roman blüht auf
Die Floristik hilft Roman dabei, auf seine Bedürfnisse zu achten und für sich einzustehen. Doch nicht nur auf persönlicher Ebene ist die Ausbildung ein voller Erfolg: 2024 wird er als bester Floristik-Azubi Deutschlands ausgezeichnet.
Ein Happy-End ist das noch nicht, denn Roman weiß nicht, wohin ihn das Leben noch bringen wird. Aber: „Das hat den Grundstein gelegt, dass ich mir mein eigenes Happy End schreiben kann.“ Die Arbeit mit den Blumen und vor allem die Menschen, die Roman auf seinem Weg kennengelernt hat, haben ihm gezeigt, dass es sich lohnt, einen Tag nach dem anderen anzugehen.
Hilfsangebote in Krisenzeiten
Kennst du auch jemanden mit Depressionen oder bist sogar selbst betroffen? Hilfe und Anlaufstellen findest du bei der Telefonseelsorge: 0800 111 0 111 oder beim Kinder- und Jugendtelefon: 0800 111 0 333.
Magdalena hat Endometriose
Erst nach zwölf Jahren Schmerz wird es Magdalena diagnostiziert: Endometriose. So meistert sie ihren Alltag, geprägt von ihrer Krankheit.
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