Pianistin Antuanetta aus Kiew will Liebe zum Klavier weitergeben

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Von Autor/in Jutta Kastenholz, Anna Pöhler

Als ich Kind war, hatte ich nicht so viel Liebe von meiner Mutter, wie ich wollte. Ich fühlte immer, dass ich nicht genug für sie war. Jetzt ist mein größter Traum, der neuen Generation zu helfen. Leute brauchen das, dass sie ihre Gefühle und Emotionen teilen können.

Im März 2022 flieht sie aus der Westukraine über Polen nach Deutschland. Dort hat sie schon mit sechs Jahren angefangen Klavier zu spielen und sich schnell einen Namen gemacht. Aber sie ist oft allein, ihre Eltern sind politisch aktiv und sie muss früh lernen, für sich und ihren Bruder da zu sein. Dennoch prägen ihre Eltern sie als Aktivisten stark.

2014 wird sie bekannt, weil sie bei den Maidanprotesten auf einem ausgebrannten Bus Klavier spielt. „Wir machen Revolution, aber ohne Waffen. Unsere Kultur, unsere Tradition und unser Glauben und Vertrauen, das sind unsere Waffen, und Musik kann auch eine Waffe sein.“ Doch dann muss Antuanetta aus ihrem Heimatland fliehen. In Deutschland kennt man sie schon.

Das Peter-Cornelius-Kolleg bietet ihr an, sich um ihre Papiere zu kümmern. Sie schafft es, in Mainz Fuß zu fassen.

Mainz ist eine nette Stadt. Kiew ist groß und aktiv, aber in Mainz zu leben ist sehr bequem und man kann alles in 10 Minuten schaffen.

Vor allem ihre Liebe zum Klavierspielen will sie jetzt an die nächste Generation weitergeben – dafür arbeitet sie als Dozentin am Peter-Cornelius-Kolleg.

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