Schon zum 22. Mal sucht der Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS) die Busfahrerin oder den Busfahrer des Jahres. 2025 geht die Auszeichnung für den Landkreis Esslingen an Işıl. Für seine freundliche Art, seinen Humor und die zuvorkommende Art wird er im Vorfeld nominiert und später gewählt. Dass er oftmals mit dem Bus auf die verspätete S-Bahn wartet, wird ihm hoch angerechnet.
Viele haben Respekt und wollen nicht mal fragen. Da bin ich immer der erste, der fragt: ‚Hey Leute, wo wollt ihr hin?‘
Ein Kindheitstraum wird über Umwege wahr
Schon als Kind begeistert sich der heute 57-Jährige fürs Busfahren. Als Kind sitzt er stets ganz vorne, um dem Busfahrer über die Schulter zu schauen: „Damals dachte ich: Der Fahrer ist der König der Straße. Heute sitze ich selbst vorne – und es ist noch schöner, als ich es mir vorgestellt habe“, erzählt Işıl.
Seit mehr als 20 Jahren fährt er nun durch Bissingen an der Teck, doch zum Busfahren kam er erst auf Umwegen: In zwei unterschiedlichen Branchen arbeitet Işıl, bevor er sich seinen Traum erfüllt und den Busführerschein macht.
Man musste mir in den Hintern treten und sagen: ‚Jetzt verwirkliche doch deinen Wunsch.‘
Begeisterung in die Wiege gelegt bekommen
Der Name Işıl kommt aus dem Türkischen und bedeutet so viel wie „leuchtend“. Und man könnte meinen, er leuchtet ein bisschen, wenn er über das Busfahren spricht: „Diesen riesigen Koloss zu fahren, es ist etwas Schönes!“
Ein Lob an seine Arbeit kommt nicht nur von seinen Fahrgästen, die ihn nominiert und gewählt haben, sondern auch von seiner Chefin Tina Weissinger-Eberhardt: „Ich freue mich sehr, dass du Busfahrer des Jahres geworden bist, dass du bei uns im Team bist. Solche Leute wie dich brauchen wir.“
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