Mammutwerk der Weltliteratur
Dante Alighieris „Göttliche Komödie“ gilt als fundamentales Jahrtausendwerk der europäischen Kulturgeschichte. In seinem achten Jahr am Theater Trier nähert sich Ballettdirektor Roberto Scafati diesem monumentalen Epos.
Für ihn persönlich ist es seine bisher bedeutendste Produktion: „Ein Risiko, aber no risk, no fun.“ Erst jetzt hat er sich an das Mammutwerk der Weltliteratur herangetraut, „weil ich Respekt habe und ganz ehrlich auch ein bisschen Angst. Es ist ein großes Ding und da muss man, glaube ich, eine Reife haben, zu sagen: Doch, jetzt kann ich es probieren.“
14.000 Verse in 90 Minuten Tanz
Es ist der Versuch, Dantes knapp 14.000 Verse über eine Reise von der Hölle, ins Fegefeuer bis ins Paradies in einem Ballettabend von anderthalb Stunden greifbar zu machen – und zwar für ein heutiges Publikum.
Wer „Die Göttliche Komödie“ nicht kennt, der sollte kommen und sich das Stück anschauen. Vielleicht werden Sie anfangen, sie zu lesen, wenn Sie das gesehen haben, glaube ich mal.
Die moderne Übersetzung eines mittelalterlichen Klassikers
Roberto Scafati inszeniert Dantes „La Divina Commedia“ als tänzerische Auseinandersetzung mit dem allzu Menschlichen. Unterstützt durch eine eigens für die Inszenierung geschaffene Komposition von Gabriele Basilico übersetzt das Ensemble die mittelalterliche Jenseitsreise in eine moderne Tanzsprache.