Baker nutzte ihre Berühmtheit
Von ihr könne man lernen, „dass man sein ganzes Leben lang kämpft“, sagt Monika Gintersdorfer. Zum 50. Todestag Bakers hat sie, gemeinsam mit der internationalen Tanz- und Theatergruppe „La Fleur“, ein Tanztheater-Biopic inszeniert, zu sehen am Theater Freiburg.
Das Stück versuche zu zeigen, dass Baker vieles zugleich war und dies auch für ihre Zwecke zu verwenden wusste: „Sie nutzt ihre Berühmtheit, ihre Auftritte, um an bestimmte Orte zu kommen. Weil man Josephine Baker öfter auch mal durchwinkt, um so auch geheime Informationen transportieren zu können.“
Gleichzeitig habe Baker immer wieder mit dem Rassismus ihrer Zeit zu kämpfen gehabt.
Der weiße Blick des Publikums
Bei ihren Konzerten hätte sie auf ein gemischtes Publikum bestanden: „ich glaube, dieser Mut, auch auf Dinge zu bestehen, auch wenn andere noch gar nicht, überhaupt gar nicht so weit sind oder es auch stark ablehnen, das zeichnet sie sehr aus.“, so Gintersdorfer.
Daher spiele der exotisierende, weiße Blick innerhalb des Publikums, auch in der aktuellen Inszenierung eine Rolle.