Zum 50. Todestag Bakers

Josephine Baker am Theater Freiburg – „Vieles zugleich“

Tänzerin, Diplomatin, Sängerin, Aktivistin und Geheimagentin bei der „Résistance“, der französischen Widerstandsbewegung gegen den Nationalsozialismus: Das alles war Josephine Baker.

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Stand

Baker nutzte ihre Berühmtheit

Von ihr könne man lernen, „dass man sein ganzes Leben lang kämpft“, sagt Monika Gintersdorfer. Zum 50. Todestag Bakers hat sie, gemeinsam mit der internationalen Tanz- und Theatergruppe „La Fleur“, ein Tanztheater-Biopic inszeniert, zu sehen am Theater Freiburg.

Inszenierung „Josephine Baker“ am Theater Freiburg
Timor Litzenberger, Annick Choco (Annick Prisca Agbadou), Matthieu Svetchine

Das Stück versuche zu zeigen, dass Baker vieles zugleich war und dies auch für ihre Zwecke zu verwenden wusste: „Sie nutzt ihre Berühmtheit, ihre Auftritte, um an bestimmte Orte zu kommen. Weil man Josephine Baker öfter auch mal durchwinkt, um so auch geheime Informationen transportieren zu können.“

Gleichzeitig habe Baker immer wieder mit dem Rassismus ihrer Zeit zu kämpfen gehabt.

Inszenierung „Josephine Baker“ am Theater Freiburg
Timor Litzenberger, Matthieu Svetchine, Andy Zondag, Savina Vitalina, Gadoukou la Star, Ordinateur, Annick Choco

Der weiße Blick des Publikums

Bei ihren Konzerten hätte sie auf ein gemischtes Publikum bestanden: „ich glaube, dieser Mut, auch auf Dinge zu bestehen, auch wenn andere noch gar nicht, überhaupt gar nicht so weit sind oder es auch stark ablehnen, das zeichnet sie sehr aus.“, so Gintersdorfer.

Daher spiele der exotisierende, weiße Blick innerhalb des Publikums, auch in der aktuellen Inszenierung eine Rolle.