„Dittsche ist immer bei mir, das ist die älteste Figur, die ich habe“, sagt der Komiker im Gespräch mit SWR Kultur. Auch der Bademantel ist immer noch der, den Dittrich bei seinem ersten Bühnenauftritt als „Ditsche“ getragen hat, das war bereits 1991.
Von 2004 bis 2021 improvisierte Dittsche zu aktuellen Themen im Fernsehen, ohne Drehbuch, dafür mit viel subversivem Humor. Bei seinen Bühnenauftritte gebe es dagegen schon vorbereitete Geschichten und eine Dramaturgie, aber „ich glaube, ich erzähle keine Geschichte zweimal auf die gleiche Art und Weise“, betont Olli Dittrich.
Es gibt immer auch tagesaktuelle Momente. Ein Standardsatz von Dittsche ist dabei: „Och, was wollte ich garnicht erzählen, wo war ich gerade?“ „Das freut die Leute natürlich auch“, so Dittrich, „weil kaum etwas spannender ist, als wenn man dabei ist, wenn etwas entsteht.“
Am 15. November ist Dittsche in der Liederhalle Stuttgart zu erleben.
Comedy bei SWR Kultur
Gespräch „Richling real Reality“ – 50 Jahre Renitenztheater
Ob Angela Merkel, Winfried Kretschmann oder Robert Habeck, es gibt kaum eine Politikerpersönlichkeit, in deren Rolle Mathias Richling nicht geschlüpft ist für seine Kabarettshows im Fernsehen. Sein Hobby hat das Chamäleon der deutschen Kabarettszene bereits vor über 50 Jahren zum Beruf gemacht. Vor genau 50 Jahren stand er erstmals auf der Bühne des Renitenztheaters Stuttgart – damals ein kleines Privattheater, heute längst ein wichtiger Veranstaltungsort für politisches Kabarett, Satire, Musik, Comedy oder Chanson und nicht mehr wegzudenken. Mit seinem Programm „Richling real Reality“ kehrt das Urgestein der deutschen Kabarettszene nun zurück an den Ort, an dem die Bühnenkarriere einst Fahrt aufnahm.
Musikthema Happy Birthday Helge Schneider: Ein Multitalent an Instrument und Mikrofon
Wer ihn einmal gehört und gesehen hat, vergisst ihn so schnell nicht: Helge Schneider aus Mülheim an der Ruhr. Filmregisseur und Schauspieler, Buchautor, Kabarettist und nicht zuletzt begnadeter Jazzmusiker. Trompete, Saxofon, Klavier, Gitarre, Vibraphon, Kontrabass, Schlagzeug und noch einiges mehr beherrscht er fließend – in seinen Kinofilmen und auf der Bühne gibt es kaum vorhersehbare Abläufe, dafür umso abruptere Brüche. Diese anarchischen Spektakel mit viel Lokalkolorit haben ihn zu einer Kultfigur gemacht. Am 30. August wird er 70 Jahre alt. Niklas Wandt mit einer Würdigung dieses eigenwilligen Unterhalters.