Wie der Weg aus der Erbengesellschaft gelingen kann

Buch „Unverdiente Ungleichheit“: Warum wir eine gerechtere Steuerpolitik brauchen

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Deutschland sei längst keine Leistungsgesellschaft mehr, sagt Politikwissenschaftlerin Martyna Linartas im Gespräch mit SWR Kultur am Morgen, sondern eine Erbengesellschaft: „Zwei Familien besitzen mehr Vermögen als die gesamte ärmere Hälfte.“

Ohne einen grundlegenden Paradigmenwechsel werde die Demokratie weiter ausgehöhlt, warnt Linartas und fordert eine Rückkehr zu einer Steuerpolitik, die den Zusammenhalt stärkt.

Ein neuer Blick auf Steuern und Staat

In ihrem Buch „Unverdiente Ungleichheit“ plädiert sie für einen radikalen Perspektivwechsel: Steuern dürften nicht länger als Last gelten, sondern als Instrument für eine gerechte Gesellschaft. „Wir brauchen ein neues Theaterstück – mit einem starken Staat in der Hauptrolle", sagt sie und bleibt optimistisch: Die Geschichte zeige, dass Wandel immer möglich sei.

Gesellschaft Gerechter erben – Wie die Besteuerung fairer werden kann

In Deutschland werden Erbschaften effektiv mit 3 Prozent besteuert, Arbeit mit 30 Prozent. Das ist ungerecht; fürs Erbe muss niemand arbeiten.

Das Wissen SWR Kultur

Erstmals publiziert am
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Das Interview führte
Philine Sauvageot
Philine Sauvageot, Team SWR Kultur
Interview mit
Martyna Linartas