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Johann Strauss Superstar – Was macht den Walzerkönig unsterblich?

Wie wird man im 19. Jahrhundert ein Superstar? Man komponiert einen Schlager, tourt mit ihm durch die Welt und wird damit steinreich. Der Walzerkönig Johann Strauss macht es vor.

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Er war schon Popstar, bevor der Begriff erfunden wurde. Er gab seinem Land einen Schlager, tourte mit ihm durch die Welt und wurde damit steinreich.

Sein Walzer "An der schönen blauen Donau“ ist heute die heimliche Nationalhymne Österreichs und ihr Komponist der musikalische Superstar.

Über 500 Walzer und Polkas hat der schöne Schani geschrieben, die "Firma Strauss“, wie sein Imperium genannt wurde, bediente im Minutentakt den Markt der musikalischen Begehrlichkeiten.

Für die Donau-Monarchie im Niedergang wurde der Walzerkönig zum Glücksfall: "Tanzt weiter!“ hieß es, frei nach dem Motto der "Fledermaus“, der berühmtesten Operette von Johann Strauss: "Glücklich ist, wer vergisst, was doch nicht zu ändern ist.“

Bücher zur Sendung:
Philipp Ther, Der Klang der Monarchie. Eine musikalische Geschichte des Habsburgerreichs, Suhrkamp Verlag 2025, 32,00 €
Melanie Unseld, Musik und Erinnerung. Ein Studienbuch, Nomos Verlag, 25,00 €

Erstmals publiziert am
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Das Gespräch führte
Gregor Papsch
Gespräch mit
Dr. Franz Fillafer Historiker, Institut für Kulturwissenschaften der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien
Prof. Dr. Philipp Ther Kultursoziologe und Historiker, Universität Wien
Prof. Dr. Melanie Unseld Musikwissenschaftlerin, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien sowie bei Österreichischen Gesellschaft für Musikwissenschaft