Er bündelte den Strom vergangenen Lebens in viel gelesenen Erzählungen. Beim Publikum war er sehr beliebt.
"Schilderer Deutschlands“ nannte Kanzler Helmut Schmidt seinen Freund Siegfried Lenz. Mit Günter Grass begleitete Lenz 1970 Willy Brandt auf seiner Polen-Reise.
Sie unterstützten dessen Versöhnungskurs und die neue Ost-Politik. Geist und Macht standen sich nie so nahe wie damals.
Von überragender Bedeutung ist sein Buch "Deutschstunde“ von 1968 über Schuld und Verantwortung im NS-Staat. Am 17. März wäre Siegfried Lenz 100 Jahre alt geworden.
Warum soll man ihn heute noch lesen?