Die Ausstellung beleuchtet Bechdels Werk von den 1980er-Jahren bis heute – darunter ihre autobiografische Graphic Novel „Fun Home“, mit der sie internationale Bekanntheit erlangte. „Mit 'Fun Home' hat sie gesellschaftliche Themen in einer literarisch dichten Bildsprache erzählt – das war damals absolut neu“, so Gehrig.
Auch Bechdels frühe Serie „Dykes to Watch Out For", die das Leben queerer Frauen dokumentiert, wird gewürdigt. „Bechdel hat Stereotype bewusst umgangen und den Alltag sichtbar gemacht – unspektakulär, ehrlich, politisch,“ sagt Gehrig im Gespräch mit SWR Kultur.
Zu sehen sind neben Buchseiten auch Skizzenbücher und großformatige Zeichnungen. „Diese Arbeiten zeigen ihre Virtuosität – sie hat eine klare, unverkennbare Linie und nutzt das Zeichnen, um komplexe Themen zu verarbeiten“, sagt Anette Gehrig.