Ausstellung „Aufgetischt“ im Schmuckmuseum Pforzheim zeigt Ess- und Tischkultur vergangener Zeiten und fremder Kulturen

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Koppchen; Porzellan, polychrom staffiert und vergoldet; Johann Joachim Kaendler, Königliche Porzellan-Manufaktur Meissen; um 1740; H 4,2 cm, Durchm. 6,5 cm
Ob die Erfindung des Schneeballblütendekors auf Meissen, China oder Japan zurückgeht, ist in der Forschung umstritten. Man nimmt an, dass bei dieser Schale das japanische Blütendekor nachgeahmt wurde und das Meissener Porzellan wiederum nach China verkauft und dort kopiert wurde. GRASSI Museum für Angewandte Kunst, Leipzig, Esther Hoyer
Schale in der Form eines Heilbutts; Holz, geschnitzt und bemalt; Clifford George, Nuu-Chah-Nulth-Künstler; Vancouver; Island, 1996–2000; 5 × 30,5 × 17 cm
Die Gestalt der Ess- und Trinkgefäße sagt viel über die Essgewohnheiten eines Landes aus. In Island etwa gehört Fisch fest auf den Speiseplan, wie die Fischform der Schale erkennen lässt. © GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Melanie Meier
Granatapfelbecher; Silber, getrieben und vergoldet; Nürnberg, um 1630; H 10,5 cm, Ø 11,3 cm
Die Fürstenhäuser Europas zelebrierten ihre Macht und vertrieben sich mit aufwendigen Banketten und exquisitem Tafelschmuck luxuriös die Zeit. Badisches Landesmuseum, Karlsruhe, Inv. Nr. 64/125; Foto Thomas Goldschmidt
Speiseschale in Gestalt eines Hundes; Holz, Pigment; Admiralitäts-Inseln, Manus Province, Papua-Neuguinea; Anfang 20. Jh.; 11 × 39 × 7,7 cm
Alle Essensgefäße haben Eines gemein: sie müssen eine Portion Essen aufnehmen. Und dabei eignet sich oftmals am besten eine vertiefte Form. © Linden-Museum Stuttgart, D. Drasdow
Punschkelle; Silber teilvergoldet, Holz ebonisiert; Johann Christian Henck; 1764 ; 41,1 × 12,3 × 4,8 cm
Im Barock wurden neben Besteck auch Schöpfkellen, Teller und Gefäße aufwendig verziert. Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg
Römisches »Taschenmesser« mit dreizinkiger Gabel, Löffel, Spatel, Pickel, Dorn und Messer, Eisen, Silber; Mittelmeerraum; Mittlere römische Kaiserzeit, 201–300 n. Chr.; 88 × 155 cm
Dieses fast 2.000 Jahre alte Taschenmesser aus der Römerzeit gab den Anstoß zur Ausstellung: und zwar erhielt eine der Kuratorinnen eine Postkarte mit genau diesem Taschenmesser. © The Fitzwilliam Museum, University of Cambridge
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Autor/in
SWR