Der Louvre steht derzeit exemplarisch für die Krise der französischen Kulturlandschaft. Diebstähle, bauliche Mängel und ein Wasserleck haben zuletzt gravierende Missstände offengelegt. Der Kunstkritiker Emil Sennewald sieht darin „das Ergebnis einer sehr lange anhaltenden Vernachlässigung beziehungsweise einer Konzentration auf andere Dinge als justament die, die nicht so sichtbar sind“.
Zwar seien Kunstwerke aktuell nicht ernsthaft gefährdet – bei dem Wasserschaden seien „zum Glück keine wirklich hohen Kulturwerte verloren gegangen“. Doch die strukturellen Probleme belasteten Museum und Kulturministerium erheblich.
Der Sparkurs betreffe nicht nur den Louvre, sagt Sennewald im Gespräch mit SWR Kultur, sondern sei landesweit spürbar: Kulturzentren schließen, Großinstitutionen ringen um Mittel. Insgesamt sei das „ein Symptom eines eher strukturellen Problems“ – einer Kulturpolitik, die stärker auf Konsum als auf nachhaltige Förderung setze.
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