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Peter Schneider: Die Frau an der Bushaltestelle

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Im April ist Peter Schneider 85 Jahre alt geworden. Er gilt als eine der intellektuellen Symbolfiguren der 1968er-Bewegung, obwohl er später einmal von sich behauptet hat, kein 68er gewesen zu sein.

Dabei hat Schneider in der Berliner Studentenbewegung eine zentrale Rolle gespielt und ist den klassischen Weg gegangen, indem er zeitweise in den Bosch-Werken arbeitete, um die Arbeiterschaft für den gesellschaftlichen Kampf zu mobilisieren. Seine Erzählung „Lenz“ war einer der ersten Texte, die die Enttäuschung der Linken, das Leeregefühl im Sprechen und Handeln literarisch verarbeitete.

Mittlerweile gehört Peter Schneider zum Establishment der deutschsprachigen Literatur – und das ist keine Beleidigung.

„Die Lieben meiner Mutter“ aus dem Jahr 2013 dürfte eines der schönsten Bücher sein, die er in den vergangenen Jahren geschrieben hat. Und nun: ein Alterswerk, was sonst? Ein politisches und persönliches Buch, das noch einmal zurückkehrt in die aufregende Zeit der 1960er-Jahre, nach West-Berlin.

Nick, ein eher unauffälliger Student, beginnt eine Liebesaffäre mit Isabel, die vor einigen Jahren, kurz vor dem Mauerbau, aus der DDR in den Westen gekommen war. Aufgeschrieben wird die Geschichte von einem beteiligten Dritten: Der Erzähler ist ebenfalls in Isabel verliebt, kommt aber über die Rolle des beratenden Freundes bei ihr nicht hinaus.

Schneider erzählt von der Vätergeneration und deren Verfehlungen, von politischer Radikalisierung und vom Übergang des Protests in Terrorismus. Leidenschaft und Ideologie, also: das Private und das Politische, sind in diesem Buch verflochten.

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Endlagerung einer Epoche Eine schicksalhafte Begegnung: Peter Schneiders Roman „Die Frau an der Bushaltestelle"

Wie politisch ist das Private und wie privat darf das Politische sein? Peter Schneider erzählt von einer Liebe in den 1968ern und einer Frau, die sich radikalisiert und in den Terrorismus abgleitet.

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