Dana Vowinckel, 1996 in Berlin geboren, machte vor drei Jahren mit ihrem Debütroman „Gewässer im Ziplock“ von sich reden. Mit einem Auszug daraus gewann sie bei den Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt den Deutschlandfunkpreis.
Die Hauptfigur des Romans heißt Margarita und ist 15 Jahre alt. Sie wächst in Berlin auf; ihr Vater Avi leitet die Gebete in der Synagoge. Marsha, die amerikanische Mutter, hat die Familie vor rund zehn Jahren verlassen.
Margarita kennt den Alltag einer jungen Jüdin in Deutschland; sie weiß, was Antisemitismus bedeutet und wie er sich manifestiert. Und trotzdem überzeugte Vowinckels jüdischer Familienroman durch seinen Witz und die Schlagfertigkeit der Figuren.
Mit „Anton und Alma“ hat Dana Vowinckel nun einen mehr als 500 Seiten starken Zweitling vorgelegt, in dem wiederum das Private und das Politische miteinander verschmelzen. Zunächst eine Liebesgeschichte:
Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in Frankreich kennen. Jahre später treffen sie sich wieder und werden ein Paar. Obwohl sie an derselben Universität in Berlin studieren, könnten ihre Milieus gegensätzlicher nicht sein:
Anton ist Jude und entstammt einer Akademikerfamilie; Alma kommt aus eher unterprivilegierten ostdeutschen Verhältnissen. Dann geht Anton nach New York, um seine Masterarbeit zu schreiben.
Es kommt der 7. Oktober 2023. Mit ihm verändern sich das soziale Klima, Freundschaften, Familienverhältnisse. Alles ist aufgeladen, polarisiert.
Hat diese Beziehung zwischen Anton und Alma eine Chance? Dana Vowinckel erzählt eine fragile Liebesgeschichte in einer geschmeidigen, einfühlsamen Sprache.