Premiere der Peanuts am 2. Oktober 1950
Als Kind flüchtete sich der Mann, der die Peanuts erfinden sollte, in die Welt der Comics: Charles M. Schulz - ein von Selbstzweifeln geplagter Außenseiter. Sein einziger echter Berufswunsch: selbst Comics zeichnen.
Am 2. Oktober 1950 erscheint die erste Folge der Peanuts in sieben US-amerikanischen Zeitungen. Eigentlich will der Cartoonist Charles M. Schulz die Serie „Li´l Folks“ („Kleine Leute“) nennen. Doch seine Agentur entscheidet sich für „Peanuts“ („Erdnüsse“ | umgangssprachlich für „Kleinigkeiten“).
Erste Besetzung: Charlie Brown, Snoopy, Patty und Shermy
Die ursprüngliche Besetzung der Peanuts besteht aus Charlie Brown, Snoopy, dem Mädchen Patty und dem Jungen Shermy. Sie bescheren Charles M. Schulz einen ersten Achtungserfolg, wobei Patty und Shermy als Figuren eher blass bleiben. Berühmt wird die Comicserie erst, als Schulz die Peanuts um eine Reihe von Kindern mit originellen Persönlichkeiten erweitert.
Charlie Brown: der gutmütige Looser
Charlie Brown ist eine der Hauptfiguren: ein gutmütiger Verlierer-Typ und Pechvogel. Er sehnt sich nach Freundschaften und nach Anerkennung durch die anderen. Er verkörpert in den Comic-Strips den Konflikt zwischen Glück und Unglück in der Welt.
Good grief! (Du meine Güte)
Snoopy, der Star: inspiriert von dem Hund von Charles M. Schulz
Schillerndste Figur der Peanuts ist Snoopy. Der Hund trägt wesentlich zum Erfolg der Comic-Serie bei. Der anarchistische Beagle, der nicht auf Charlie Brown hört, läuft aufrecht und kommentiert in Gedanken scharfzüngig, was die Kinder sagen und tun. Ansonsten chillt er auf seiner roten Hundehütte. In seinen Gedanken wird sie zum Flugzeug, mit dem er wilde Abenteuer erlebt.
Charles M. Schulz hatte einen schwarz-weißen Hund namens Spike. Er war die Inspiration zu der Comic-Figur Snoopy.
Lucy, die Zicke - verknallt in Schroeder
Lucy ist die ewige Widersacherin von Charlie Brown und eine weitere Hauptfigur der Peanuts. Das kratzbürstige Mädchen mit den schwarzen Haaren genießt es, ihn immer wieder zu demütigen und bloßzustellen.
Lucy hat aber auch eine sanfte Seite. Sie ist verknallt in das Klaviergenie Schroeder. Hier ein amüsanter Wortwechsel:
Lucy: Du magst mich wohl nicht sehr?
Schroeder: Nein, ich habe dich noch niemals gemocht und ich bezweifle auch stark, dass ich dich jemals mögen werde.
Lucy: Aber das soll natürlich unserer späteren Heirat nicht im Weg stehen, gell, Schroeder?
Linus mit der Schmusedecke
Die großen Fragen des Lebens verwandelt Charles M. Schulz mit viel Witz und Sympathie für seine altklugen Kinder. Ihre Komik, manchmal auch Tragikomik, wird in den Comic-Strips in aller Kürze aufgebaut. Wenn Lucy zum Beispiel ihren Bruder Linus an ihrem Psychiatrie-Stand berät. Linus ist ängstlich, lutscht am Daumen und hat immer seine Schmusedecke dabei.
Forum „Glück ist eine Beilage von Pommes Frites“ – 75 Jahre Peanuts
Die Peanuts gehören seit mehr als 70 Jahren zu den erfolgreichsten Comics der Welt. Warum prägen Charlie Brwon, Snoopy und Co. auch heute noch viele Fans?
Die Peanuts erscheinen weltweit in rund 2.600 Zeitungen in 75 Ländern, übersetzt in mehr als 20 Sprachen. Die Comics werden für Film und Fernsehen animiert, in der Schule gelesen und an Universitäten analysiert. Ihren Erfinder machen sie zum Milliardär.
Charles M. Schulz verkündet das Ende der Peanuts und stirbt kurz darauf
Nach einem Schlaganfall wird bei Charles M. Schulz 1999 Darmkrebs im fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert. Wenige Wochen später kündigt er offiziell das Ende der Peanuts an. Der Comic-Zeichner stirbt am 12. Februar 2000. Am 13. Februar erscheint sein letzter Strip.
Jeder Charakter seiner Figuren repräsentiere einen anderen Aspekt seiner eigenen Persönlichkeit, erzählte später seine Witwe Jean Schulz.