Vom Einwandererkind zum renommierten Fotografen

„Kanakenkind“ – Luigi Toscano erzählt seine Lebensgeschichte

Der Mannheimer Fotograf und Filmemacher Luigi Toscano hat mit seinem Projekt „Gegen das Vergessen“ Aufmerksamkeit erregt. Seine eindringlichen Porträts von mehr als 600 Holocaust-Überlebenden sind weltweit zu sehen. Jetzt ist seine Autobiografie „Kanakenkind“ erschienen.

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In seiner Autobiografie „Kanakenkind“, die er gemeinsam mit Silke Kettelhake geschrieben hat, blickt er auf seine schwierige Kindheit und seinen ungewöhnlichen Weg zur Fotografie zurück: „Als Kanakenkind bin ich in meiner Kindheit, in meiner Jugend ziemlich oft beschimpft worden“, sagt Toscano über den bewusst provokanten Titel seines Buches.

Trotz einer von Armut, Gewalt und Drogen geprägten Jugend fand er über einen Volkshochschulkurs zur Fotografie, die für ihn zum künstlerischen Ausdrucksmittel schlechthin wurde. Heute sagt Toscano über diesen Weg: „Ich war wirklich manchmal Tag und Nacht mit der Kamera unterwegs, habe getan und gemacht und fotografiert und ausprobiert, und das war genau richtig!“