Wien 1753. Ein junger Uhrmacherlehrling aus der österreichischen Provinz tritt in die Dienste des Uhrmachers Servasius Weisz. Schon als Kind begeistert von allen mechanischen Dingen und von hellwachem Geist, faszinieren ihn die ersten Automaten, die vermeintlich Leben nachbilden können. Die Uhrmacherei ist für ihn bald nur noch Sprungbrett für immer kühnere Erfindungen.
Eine grenzenlose Liebe
Wissenschaftliche Grenzen akzeptiert der junge Uhrmacherlehrling genauso wenig wie gesellschaftliche. Hals über Kopf verliebt er sich in die Grafentochter Amalia und steigert sich in eine unmögliche Liebe, die in einer Tragödie endet und ihn zur Flucht aus Wien zwingt. Halb wahnsinnig irrt er durch die österreichischen Wälder.
Soldat im Siebenjährigen Krieg
Unter seiner neuen Identität als Jacob Kainer lässt der einstige Uhrmacherlehrling sich ins preußische Heer pressen und zieht in den Krieg. Verwundet gerät er in französische Gefangenschaft. Im Lazarett erfährt sein Schicksal eine unerwartete Wendung: Ein geheimnisvoller Marquis wird dort auf seine Handwerkskünste aufmerksam und nimmt ihn mit nach Paris.
Der mechanische Mensch
Der Marquis leidet an einer Krankheit, bei der ihm nach und nach alle Gliedmaßen verfaulen. Jacob soll ihm künstliche Glieder nachbilden. Getrieben von der Hoffnung, dass der Mensch mithilfe der Mechanik als Schöpfer fungieren und womöglich sogar den Tod überwinden kann, suchen Jacob und der Marquis in Schriften und grausamen Experimenten nach der Triebfeder des menschlichen Lebens. Doch der erhoffte Erfolg bleibt aus. Verzweifelt wendet sich der Marquis immer dunkleren Künsten zu, die auch Jacob in den Abgrund reißen.