Bernd Dolle-Weinkauff, ehemaliger Leiter des Archivs am Institut für Jugendbuchforschung der Goethe-Universität Frankfurt, erklärt im Gespräch die damalige Ablehnung mit dem verbreiteten Vorwurf des „Bild-Idiotismus“: „Es galt eigentlich nur die Schriftlektüre als angemessene Lektüre für Kinder und für Jugendliche.“
Die jungen Leserinnen und Leser ließen sich davon jedoch nicht abschrecken und sorgten bereits in den 1950er-Jahren für einen regelrechten Comic-Boom.
Eine Ente als Publikumsliebling
Spätestens mit anspruchsvolleren und vielschichtigeren Werken wie „Asterix“ begann sich in den 1960er- und 1970er-Jahren die Wahrnehmung zu verändern, sodass Comics zunehmend als Kulturgut anerkannt wurden.
Auch wenn Micky Maus dem Magazin seinen Namen gab, war für Dolle-Weinkauff schon früh eine andere Figur der eigentliche Publikumsliebling: der ewige Pechvogel Donald Duck.
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