Verbreiteter Vorwurf des „Bild-Idiotismus“

Vom „Schund“ zum Kulturgut: 75 Jahre Micky Maus

Vor 75 Jahren erschien das erste Micky-Maus-Heft in Deutschland – zu einer Zeit, in der Comics von vielen Erwachsenen noch als schädliche „Schundliteratur“ betrachtet wurden.

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Bernd Dolle-Weinkauff, ehemaliger Leiter des Archivs am Institut für Jugendbuchforschung der Goethe-Universität Frankfurt, erklärt im Gespräch die damalige Ablehnung mit dem verbreiteten Vorwurf des „Bild-Idiotismus“: „Es galt eigentlich nur die Schriftlektüre als angemessene Lektüre für Kinder und für Jugendliche.“

Die jungen Leserinnen und Leser ließen sich davon jedoch nicht abschrecken und sorgten bereits in den 1950er-Jahren für einen regelrechten Comic-Boom.

Eine Ente als Publikumsliebling

Spätestens mit anspruchsvolleren und vielschichtigeren Werken wie „Asterix“ begann sich in den 1960er- und 1970er-Jahren die Wahrnehmung zu verändern, sodass Comics zunehmend als Kulturgut anerkannt wurden.

Auch wenn Micky Maus dem Magazin seinen Namen gab, war für Dolle-Weinkauff schon früh eine andere Figur der eigentliche Publikumsliebling: der ewige Pechvogel Donald Duck.

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Erstmals publiziert am
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Das Interview führte
Doris Maull
Doris Maull
Interview mit
Bernd Dolle-Weinkauff