Gefahren der Sexualaufklärung via Social Media

Wie Eltern die digitale Pubertät ihrer Kinder begleiten können

Sexualpädagogin Madita Oehming warnt davor, Sexualaufklärung den Sozialen Medien zu überlassen. Eltern unterschätzten oft diese Gefahr, da sie selbst „eine Offline-Pubertät“ erlebt hätten.

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Kinder und Jugendliche wachsen heute mit Plattformen wie TikTok, Instagram oder YouTube auf – und stoßen dort oft früh auf Sexualität, ohne dass Erwachsene es merken oder begleiten. Madita Oehming: „Das heißt, sie haben selbst nicht diese Erfahrung gemacht, mussten keinen Umgang so früh damit finden und übertragen das dann auf ihre Kinder.“

Und es gebe ohnehin eine Tendenz, die Augen zu verschließen vor kindlicher oder auch jugendlicher Sexualität. Also Eltern wollten ihr Kind nicht wirklich als sexuelles Wesen sehen.

Besonders problematisch seien Grenzverletzungen wie Cyber-Grooming oder ungewollte Kontakte mit expliziten Inhalten, die verunsichern können und oft ohne Einordnung blieben.

Oehming plädiert deshalb für einen offenen, kontinuierlichen Austausch statt Verbote, denn nur wer informiert und gelassen bleibt, kann Kinder sicher durch die digitale Pubertät begleiten.

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Das Wissen SWR Kultur

Erstmals publiziert am
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Das Interview führte
Doris Maull
Doris Maull
Interview mit
Madita Oeming