Mit 20 hört der Barockoboist Alfredo Bernardini eine Schallplatte rauf und runter: „Telemann-Darmstadt Overtures“ mit dem Concentus Musicus aus Wien. Vor allem die D-Moll Ouvertüre fesselt ihn. „Allein schon die Besetzung mit drei Oboen, Fagott und Streichern ist fantastisch“, sagt Bernardini und wie Telemann diese Besetzung nutzt: Er komponiert eine doppelchörige Ouvertüren Suite auf "wahnsinnig hohem Niveau" und die fängt sehr kühn an: mit einer Dissonanz! Was sonst noch alles an Feinheiten in dieser Ouvertüren Suite steckt und warum man in Deutschland schon so vertraut war mit französischen Verzierungen, das erklärt er in diesem „Hingehört“.