"Mich interessiert nicht das 'Werk' als fertiges Objekt, das man im Wohnzimmer aufstellen kann." Der vor 100 Jahren in Ligurien geborene Luciano Berio distanzierte sich vom dekorativen wie vom statischen Charakter der Musik. Bei ihm war alles dynamisch, ein ständiger Übergang von Vergangenheit und Zukunft. Das galt auch für sein Leben, das ständig in Bewegung war: zwischen Italien, den USA und Paris, seinen Tätigkeiten als Lehrer und Forscher, seinen Interessen für Literatur, Kunst und Architektur. Ein Jubliäumsporträt von Michael Struck-Schloen